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Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat im zweiten Quartal 2026 insgesamt 33 Abschlussberichte zu Förderprojekten des Innovationsfonds angenommen. Die Projekte zeigen, welche Versorgungsansätze in den vergangenen Jahren erprobt wurden und welche Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung vorliegen. Für Krankenhäuser, Arztpraxen und zahnmedizinische Einrichtungen bieten die Berichte zudem Anhaltspunkte für eigene Projektideen und Fördervorhaben.

Das Bild zeigt vier Personen bei der gemeinsamen Arbeit an einem Projekt. Sie schauen gemeinsam auf einen Laptop; im Hintergrund sieht man Notizen auf bunten Post-it-Zetteln.

Die aktuellen QuATRo-Auszeichnungen zeigen, wie Routinedaten genutzt werden können, um in Arztnetzen Stärken zu erkennen, Schwachstellen gezielt anzugehen und die Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Das Ärztenetz Eutin-Malente gehört zu den ausgezeichneten QuATRoNetzen. Thomas Schang hat das Netz 2003 mitgegründet und viele Jahre geleitet. Im Interview erklärt er, wie Netzarbeit den Praxisalltag unterstützt, warum regionale Kooperation für Patientinnen und Patienten wichtig ist und weshalb Qualitätsindikatoren ein hilfreiches Instrument für bessere Versorgung sind.

Das Bild zeigt zwei Ärztinnen und einen Arzt bei einer Besprechung. Sie sitzen an einem Tisch und diskutieren. Vor ihnen steht ein aufgeklappter Laptop.

Krankenhäuser, die keiner Notfallstufe zugeordnet sind, müssen künftig Abschläge hinnehmen.

Foto: Klinikteam schiebt einen Notfallpatienten durch den Krankenhausflur

Der Medizinische Dienst Bund hat die Regelungen zur Durchführbarkeit von Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen aktualisiert. Die neuen Vorgaben gelten seit dem 1. Juni 2026 und regeln Prüfungen auch in Krisensituationen. Ergänzend steht ein FAQ zur praktischen Umsetzung der neuen Regelungen bereit.

Älterer Mann mit Rollator gestützt von einem Altenpfleger

Mit dem Gesetz zur Anpassung der Krankenhausreform hat die Bundesregierung zahlreiche Regelungen der ursprünglichen Version zurückgenommen. Lesen Sie im neuen Blickpunkt Klinik, was sich daraus für die Krankenhausplanung auf Länderebene ergibt, und warum sogar der neue Zeitplan Probleme birgt.

Illustration mit Zahnrädern, die ineinander greifen. Rechts und links greifen Maulschlüssel hinein.

Die Digitalisierung deutscher Krankenhäuser hat sich nach Ergebnissen der dritten Erhebung des DigitalRadar deutlich verbessert.

Foto: Hand tippt etwas auf einem Tablet-Display

Im Jahr 2025 sammelte das Register 223.000 Erklärungen ein.

Transport eines Transplantationsorgans

Der Heilmittel-Report 2026 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) untersucht die Entwicklung der Heilmittelversorgung in Deutschland. Neben der Ausgabenentwicklung stehen die Versorgungsqualität sowie mögliche Ansätze zur Weiterentwicklung der Heilmittelversorgung im Mittelpunkt.

Massage-Ball für die Ergotherapie

Die Partner der Rahmenempfehlungen nach § 132l Abs. 1 Satz 1 SGB V haben Anforderungen an den elektronischen Leistungsnachweis in der außerklinischen Intensivpflege (AKI) vereinbart. Die Ergänzungen betreffen insbesondere die elektronische Abrechnung, technische Anforderungen sowie die Nutzung der Telematikinfrastruktur. Die Regelungen sind zum 1. Juni 2026 in Kraft getreten.

Frau vor Bildschirm mach Abrechnung digital

Mehr als die Hälfte der Erwachsenen (53,4 Prozent) hatte im Jahr 2025 einen Body-Mass-Index (BMI) über 25 und gilt damit als übergewichtig.

Foto: Übergewichtiger Patient im Gespräch mit seiner Ärztin

Am 11. Juni 2026 ist bundesweiter Hitzeaktionstag. Ziel ist es, über Gesundheitsrisiken durch hohe Temperaturen aufzuklären und den Hitzeschutz zu stärken, besonders auch in Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten. Der AOK-Bundesverband unterstützt den Aktionstag als Partner.

Pflegekraft unterstützt einen älteren Mann mit einem Glas Wasser in einer Pflegeeinrichtung.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden 2024 insgesamt 120.100 Menschen mit der Diagnose Hautkrebs im Krankenhaus behandelt.

Foto: Mann beim Hautkrebsscreening

Das Bundesministerium für Gesundheit hat die aktualisierten Richtlinien für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen nach § 8 Abs. 7 SGB XI genehmigt.

Zwei Frauen im Alter von 60 bis 70 Jahren. Eine stützt die andere. Beide lachen.

Mehr als die Hälfte der stationär behandelten Fälle könnte ambulant versorgt oder vermieden werden. Das zeigt eine Analyse für den aktuellen Krankenhaus-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Das Bild zeigt eine Ärztin, die Aufnahmen einer Hüfte begutachtet.

Warum Ambulantisierung ein durchdachtes Vergütungssystem und klare Versorgungsstrukturen jenseits von Sektorengrenzen braucht, erläutert David Scheller-Kreinsen, WIdO-Geschäftsführer und Mitherausgeber des Krankenhaus-Reports.

Zu sehen ist eine Hausärztin im Gespräch mit einem Patienten.

Der Medizinische Dienst Bund (MD Bund) hat die Richtlinie zu Prüfungen von Qualitätskriterien der Leistungsgruppen und OPS-Strukturmerkmalen (LOPS-RL) an die Vorgaben aus dem Krankenhausreform-Anpassungsgesetz (KHAG) angepasst.

Foto: OP-Team in Einsatz

Die Krankenhäuser in Deutschland haben 2024 etwas mehr als 185.000 Herzinfarkte dokumentiert – im Jahr 2017 waren es noch mehr als 215.000.

Foto: Mann mit Herzinfarkt auf dem Sofa, seine Frau ruft telefonisch nach Hilfe

Der QISA-Band D zur Pharmakotherapie liegt seit Kurzem in der aktualisierten Version 2.1 vor. Der Band liefert hilfreiche Qualitätsindikatoren für die Verordnung von Arzneimitteln in der ambulanten Versorgung.

Warenlager eine Apotheke

Mehr als die Hälfte aller Patientinnen und Patienten der Krankenhäuser in Deutschland könnten nach Berechnungen des WIdO ambulant behandelt werden.

Foto: OP-Szene

Zwei neue Grundlagenmodule in der AOK Pflege-Mediathek vermitteln praxisnah, wie Digitalisierung den Pflegealltag verändert. Von Chancen und rechtlichen Rahmenbedingungen bis zu Prozessen, Technologien und Daten erhalten Pflegeeinrichtungen einen kompakten Einstieg in zentrale Entwicklungen und Anwendungen.

Seit 2016 fördert der Innovationsausschuss mit Milliardenmitteln neue Versorgungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Zehn Jahre nach dem Start fällt die Bilanz ambivalent aus: Zwar wurden mehr als 800 Projekte unterstützt, doch der Weg in die Regelversorgung bleibt häufig lang und komplex.

Mehrere Personen in medizinischer Kleidung stehen vor einer Glaswand mit bunten Haftnotizen und diskutieren.

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat im ersten Quartal 2026 insgesamt 21 Abschlussberichte zu abgeschlossenen Förderprojekten angenommen. Die Berichte enthalten Ergebnisse, die das Potenzial haben, die Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Post-Its an Glaswand: Symbol für innovative Projekte

Für Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapeutinnen und -therapeuten ändern sich die Vergütungssätze. Hintergrund ist eine Einigung der Vertragspartner auf eine längere Vor- und Nachbereitungszeit sowie eine strukturelle Anpassung der Leistungsvergütung. Die neuen Preise gelten ab dem 1. Juli 2026.

Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie: Symbolbild zeigt Mädchen beim Training

Ab 1. April 2026 gelten neue Regelungen für den Austausch von Biologika in Apotheken. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dafür die Arzneimittel-Richtlinie angepasst.

Apothekerin liest Medikamentenverpackung

Der G-BA hat Änderungen an der HKP-RL sowie am Leistungsverzeichnis beschlossen, die seit dem 12. Dezember 2025 in Kraft sind. Die Änderungen umfassen Klarstellungen, Anpassungen, neue Leistung im Leistungsverzeichnis sowie der Wegfall befristeter Sonderregelungen.

Eltern können ab Januar 2026 die Ergebnisse der zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen ihrer Kinder direkt im Kinderuntersuchungsheft nachvollziehen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Heft umfassend überarbeitet, um die Bedeutung der zahnmedizinischen Vorsorge weiter zu stärken.

Patientin lächelt Zahnarzt an