Fachportal für Leistungserbringer
Alle Berufsfelder
Angebote anzeigen für: Fachportal für Leistungserbringer
Warum wird diese Angabe benötigt?

Die AOK-Gemeinschaft gliedert sich in elf eigenständig agierende AOKs, welche regionale Angebote und Inhalte für Sie bereithalten.

Damit Sie zutreffende regionale Informationen erhalten, müssen Sie eine AOK/Region auswählen.

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig! Ihre Regionalisierungsdaten werden ausschließlich lokal innerhalb Ihres Browsers als Cookie gespeichert, eine Speicherung oder Verarbeitung dieser Daten durch die AOK erfolgt zu keinem Zeitpunkt.

Berufsfeld: Pflege Ändern Gewähltes Berufsfeld: Pflege Berufsfeld ändern

Grundlagen der Pflegeberatung

Wo finde ich Hilfe? Welche Angebote gibt es? Wo muss ich was beantragen? Wo bekomme ich als pflegender Angehöriger selbst Unterstützung? – Auf diese Fragen halten Pflegeberater der AOK Antworten bereit.

Informieren und unterstützen

Ziel der Pflegeberatung ist es, Betroffene und ihre Angehörigen zum Thema Pflege zu informieren und bei der Entscheidung zu unterstützen, welche Hilfen und Leistungen am besten zu ihnen passen.

Die AOK biete ab sofort ein neues kostenloses Online-Programm zur Selbsthilfe für pflegende Angehörige an: Der "Familiencoach Pflege" solle die Psyche von pflegenden Angehörigen stärken und sie vor Überlastung schützen. Mit Hinweisen, Informationen, interaktiven Übungen, Videos und Audiodateien können die Nutzer lernen, besser mit seelischen Herausforderungen umzugehen.

Weiterführende Informationen zum "Familiencoach Pflege"

Für die individuelle, unabhängige und kostenlose Beratung im Sinne eines Case -Managements gibt es einen Rechtsanspruch. Sie richtet sich an Menschen, die Leistungen der Pflegeversicherung bereits erhalten oder beantragt haben und erkennbar Hilfe brauchen. Die Pflegeberater analysieren gemeinsam mit den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen den Hilfe- und Unterstützungsbedarf und erarbeiten einen individuellen Versorgungsplan. Sie sorgen dafür, dass der Plan auch umgesetzt und die Leistungen dokumentiert werden. Die dafür nötige Beratung und Begleitung erfolgt, telefonisch, in der Geschäftsstelle der Pflegekasse, in einem Pflegestützpunkt zu Hause, oder in der Einrichtung des Pflegebedürftigen.

Die Pflegeberatung kann auf Wunsch des Anspruchsberechtigten auch gegenüber den Angehörigen oder weiteren Personen erfolgen, oder sie können einbezogen werden. Zur Entlastung der pflegenden Angehörigen informieren Pflegeberater über mögliche Leistungen wie zum Beispiel Pflegekurse, Selbsthilfeangebote, die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Verhinderungspflege/Tagespflege oder auch pflegeerleichternde Hilfsmittel sowie über die Beitragszahlungen der Pflegekasse zum Beispiel an die Rentenversicherung.

Die Pflegeberater müssen zudem die Ergebnisse aus den Beratungspflichtbesuchen berücksichtigen, wenn der Pflegebedürftige oder dessen gesetzliche Vertretung dem zugestimmt hat. Solche Besuche dienen dazu, die Qualität der häuslichen Pflege zu sichern sowie den pflegenden Angehörigen regelmäßige Hilfestellung und praktische pflegefachliche Unterstützung anzubieten. In der Regel führen Pflegedienste die Besuche durch. Die Vertragsparteien (nach § 113 SGB XI) haben Empfehlungen zur Qualitätssicherung der Beratungsbesuche beschlossenen.

Um passende Angebote zu finden, ist es wichtig, dass die Pflegeberater mit zahlreichen Kooperationspartnern und Interessengruppen in Kontakt stehen. Dazu gehören Ärzte, Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Pflegedienste, Hilfsmittelanbieter, mobile Essensdienste, Selbsthilfegruppen, Gesundheits-, Sozial- und Integrationsämter, Seniorenservicebüros, Hospize, Nachbarschaftshilfe, Mehrgenerationenhäuser oder Verbraucherzentralen.

Die Zusammenarbeit in der Beratung soll gestärkt werden. So müssen auf Landesebene Pflegekassen und Kommunen gemeinsam Rahmenverträge schließen, um die Vernetzung von Versorgungs- und Betreuungsangeboten enger miteinander zu verzahnen.

Der GKV-Spitzenverband hat die Richtlinien zur einheitlichen Durchführung der Pflegeberatung (Pflegeberatungs-Richtlinien) erlassen. Diese sind nun für alle Pflegeberater der Pflegekassen, der Beratungsstellen und der Pflegestützpunkte unmittelbar verbindlich. Mit den Pflegeberatungs-Richtlinien werden einheitliche Maßstäbe und Grundsätze insbesondere für das Verfahren, für eine qualitätsgesicherte Durchführung und für die wesentlichen Inhalte der Pflegeberatung vorgegeben (Paragraf 7a SGB XI.)

Außerdem hat der GKV-Spitzenverband auch die Empfehlungen zur Anzahl und Qualifikation der Pflegeberater um das Thema Fortbildung erweitert. Die Stiftung Zentrum für Qualität und Pflege (ZQP) hat dazu eine Broschüre zur Qualität in der Pflegeberatung herausgegeben.

Pflegeberatungs-Richtlinien
Stand: 07.05.2018

Qualitätsrahmen für Beratung in der Pflege
Stand: 24.05.2016

Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes nach § 7a Abs. 3 Satz 3 SGB XI zur Anzahl und Qualifikation der Pflegeberaterinnen und Pflegeberater
Vom 29.08.08 in der Fassung vom 22.05.2018

Versicherte haben gegenüber ihrer Krankenkasse einen Anspruch auf eine individuelle Beratung zu den Hilfen und Leistungen der Hospiz- und Palliativversorgung. Unterstützung soll es auch geben, wenn es darum geht, Kontakt herzustellen und Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das umfasst auch die Erstellung einer Übersicht der Ansprechpartner der regional verfügbaren Beratungs- und Versorgungsangebote.

Darüber hinaus können vollstationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ihren Bewohnern eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anbieten. Hier geht es darum, die Bewohner über die persönliche Vorsorge zu informieren und beispielsweise darüber zu beraten, welche medizinische, pflegerische, psychosoziale und seelsorgerische Unterstützung sie in ihrer letzten Lebensphase durch multiprofessionelle Teams erhalten können.

In Pflegestützpunkte erhalten ratsuchende Menschen wohnortnah Pflegeberatung (Pflegeberatungs-Richtlinien), Auskunft/Information und Beratung zu Rechten und Pflichten nach dem Sozialgesetzbuch, sowie zu weiteren Sozialleistungen und Hilfsangeboten. Das Beratungsangebot richtete sich insbesondere an pflegebedürftige Menschen jeden Alters und deren Angehörige. Die Beratung erfolgt telefonisch, im Pflegestützpunkt, zu Hause oder in der Einrichtung des Pflegebedürftigen. Die Mitarbeiter der Pflegestützpunktekoordinieren weiterhin pflegerische, medizinische und soziale Hilfs- und Unterstützungsangebote, helfen bei der Inanspruchnahme der Leistungen und vernetzen Versorgungs- sowie Betreuungsangebote. Sie betreuen und begleiten die Ratsuchenden und/oder deren Angehörige bis eine weitere Unterstützung nicht mehr notwendig ist oder gewünscht wird.

Bundesländer sollen die Möglichkeit erhalten, das Konzept „Modellkommune Pflege“ zu erproben. Danach sollen Kommunen alle Beratungsangebote zu den Leistungen der Pflegeversicherung sowie zu weiteren Sozialleistungen wie Altenhilfe, Hilfe zur Pflege, Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, rechtliche Betreuung oder Nutzbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel unter einem Dach vereinigen. Die Modellvorhaben sollen auf fünf Jahre begrenzt und evaluiert werden.

Eine Faktenbox der AOK informiert kompakt und übersichtlich über die Pflegeberatung und darüber, welche Angebote es gibt und wie Versicherte sie nutzen können. In den Faktenboxen wird Expertenwissen zu ausgesuchten Gesundheitsthemen und zu Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen leicht verständlich erklärt.

Der Pflege-Report ist eine jährlich erscheinende Publikationsreihe des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Er will dazu beitragen, die wesentlichen Herausforderungen im Bereich der Pflege zu analysieren und Lösungswege aufzeigen.

Die neue Ausgabe der AOK-Broschüre „In Besten Händen“ informiert über Angebote der AOK zu Hospiz- und Palliativberatung. Sie zeigt, warum in komplexen Lebenslagen ein Beratungsmix aus Palliativ- und Pflegeberatung zu empfehlen ist und warum es sinnvoll ist, die Versorgung am Lebensende vorauszuplanen. Die Broschüre stellt außerdem das Konzept "Advance Care Planning“ vor und beschreibt, wie AOK-Expertenforum Pflege und AOK-Palliativwegweise Betroffene unterstützt. 

Beratung am Lebensende – Die Hospiz- und Palliativberatung der AOK
Stand: Februar 2020

Die AOK hat eine sogenannte Simpleshow erarbeitet. In dem Erklärvideo wird kurz und übersichtlich die AOK-Pflegeberatung vorgestellt. Die Simpelshow soll anhand von Beispielen verdeutlichen, worum es bei der Pflegeberatung geht.

Zur Simpelshow Pflegeberatung

Zurück zum Thema

Kontakt zur AOK

Ansprechpartner finden

Finden Sie schnell und einfach Ihren Ansprechpartner passend zum Thema.

Zur Ansprechpartnersuche

Kontakt aufnehmen

Sie haben Fragen und Hinweise? Die Experten der AOK helfen Ihnen gern weiter.

Zu den Kontaktangeboten