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Vollstationäre Pflege

Vollstationäre Pflege ist die Pflege in einer stationären Pflegeeinrichtung. Je nach Pflegegrad zahlt die Pflegekasse für die Kosten der Pflege.

Pflege in stationären Einrichtungen

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für die pflegebedingten Aufwendungen, die Leistungen der medizinischen Behandlungspflege sowie für die Betreuung in einer vollstationären Pflegeeinrichtung.

Alle Bewohner zahlen zu dem Betrag, den die Pflegekasse abhängig vom jeweiligen Pflegegrad übernimmt, noch einen einrichtungseinheitlichen Eigenanteil. Die Höhe des Eigenanteils ist dabei unabhängig vom Pflegegrad (mit Ausnahme des Pflegegrad 1) in der Einrichtung immer gleich.

Die Höhe der Leistungen hängt vom Pflegegrad ab:

Vollstationäre Pflege Leistungen pro Monat
Pflegegrad 1 Zuschuss bis zu 125 Euro
Pflegegrad 2 770 Euro
Pflegegrad 3 1.262 Euro
Pflegegrad 4 1.775 Euro
Pflegegrad 5 2.005 Euro

Leistungszuschlag nach SGB XI

Zudem zahlt die Pflegeversicherung allen Heimbewohner seit dem 1. Januar 2022 neben dem Leistungsbetrag einen Leistungszuschlag nach § 43c SGB XI. Grundlage dafür ist das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG).

Dieser Leistungsbetrag ist gestaffelt. Die Unterstützung orientiert sich an der Dauer des Aufenthaltes eines Pflegeheimbewohners. Durch den Leistungszuschlag verringert sich der jeweilige persönliche Eigenanteil der Pflegekosten. Der Leistungszuschlag steigt mit der Dauer der Pflege. Im ersten Jahr trägt die Pflegekasse fünf Prozent des pflegebedingten Eigenanteils, im zweiten Jahr 25 Prozent, im dritten Jahr 45 Prozent und danach 70 Prozent.

Übersicht Leistungszuschlag für Pflegebedürftige

Aufenthalt in einem Pflegeheim

Zuschlag des Eigenanteils der Pflegekosten

Bis zu 12 Monate

5 Prozent

Mehr als 12 Monate

25 Prozent

Mehr als 24 Monate

45 Prozent

Mehr als 36 Monate

70 Prozent

Rahmenverträge und Empfehlungen

Den Inhalt und die Abgrenzung der notwendigen Leistungen von den Zusatzleistungen legen die Vertragspartner auf Landesebene in Rahmenverträgen nach § 75 SGB XI fest

Beschäftigung zusätzlicher Betreuungskräfte

Unabhängig von den Pflegesätzen für die vollstationäre Vergütung zahlt die Pflegekasse einen gesonderten Vergütungszuschlag für eine zusätzliche Betreuung und Aktivierung aller pflegebedürftigen Bewohner (§ 43b SGB XI).

Zur Beschäftigung von zusätzlichem Personal für die Betreuung und Aktivierung schließen stationäre Einrichtungen (stationäre Pflegeeinrichtungen, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen) mit den Pflegekassen eine Vereinbarung über einen leistungsgerechten Vergütungszuschlag (§ 85 Absatz 8 SGB XI). Diese zusätzlichen Leistungen können alle pflegebedürftigen Bewohner in Anspruch nehmen. Aufgaben und Qualifikationen zusätzlicher Betreuungskräfte regelt die „Richtlinie zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen“.

Danach sollen die zusätzlichen Betreuungskräfte in Kooperation und Absprache mit den Pflegekräften die Betreuungs- und Lebensqualität von Heimbewohnern verbessern, indem sie ihnen mehr Zuwendung entgegenbringen, mehr Austausch mit anderen Menschen und mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen.

Zusätzliche Pflegehilfskräfte für stationäre Einrichtungen

20.000 Pflegeassistenzkräfte sollen künftig zusätzlich in vollstationären Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden. Die Finanzierung erfolgt über gesonderte Vergütungszuschläge. Die Regelung gilt auch für Einrichtungen der Kurzzeitpflege.

Förderprogramme des Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG)

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