Fachportal für Leistungserbringer

Gesundheitsnavigator bildet Leistungsgruppen ab

Der Gesundheitsnavigator der AOK zeigt jetzt die Leistungsgruppen an, die den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen (NRW) im Rahmen der Krankenhausplanung zugewiesen worden sind.

Startseite
Spezielle Maschine, welche in Operationen verwendet wird
iStock.com/ClaudioVentrella

Neue Dimension für Strukturqualität

Der Gesundheitsnavigator der AOK zeigt jetzt die Leistungsgruppen an, die den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen (NRW) im Rahmen der Krankenhausplanung zugewiesen worden sind. Sie werden automatisch ausgespielt, wenn Patientinnen und Patienten nach geeigneten Kliniken für bestimmte Operationen und Behandlungen suchen. Die insgesamt 64 Leistungsgruppen in NRW sind mit speziellen Anforderungen an die Behandlungsqualität verknüpft und sollen die Spezialisierung der Kliniken fördern. Die Anzeige kann Patientinnen und Patienten vor einer planbaren Operation und einweisende Ärztinnen und Ärzte bei der Wahl der passenden Klinik unterstützen. Die am häufigsten angezeigten Leistungsgruppen sind „Intensivmedizin“ mit 292 Standorten, „Allgemeine Innere Medizin“ mit 289 Standorten und „Allgemeine Chirurgie“, die in NRW insgesamt 268 Kliniken zugewiesen worden ist. Auf der anderen Seite des Spektrums steht die Leistungsgruppe „Darmtransplantation“, die lediglich eine Klinik anbietet. Die Krankenhaussuche im AOK-Gesundheitsnavigator ist das das erste Suchportal, das diese Dimension abbildet.

Positive Auswirkungen auf Zentralisierung

Die Einführung der Leistungsgruppen in NRW hat bereits positive Auswirkungen auf die Zentralisierung von speziellen Krankenhausengriffen, das zeigt eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) für den Krankenhaus-Report 2026. Demnach führen infolge der Zuweisung insbesondere in der Orthopädie, der Gefäßchirurgie oder der Krebschirurgie deutlich weniger Krankenhäuser diese anspruchsvollen Eingriffe durch: Vor der Einführung der Leistungsgruppen gab es der Analyse zufolge beispielsweise 247 Klinikstandorte für Hüftimplantationen, während es nach der Zuweisung nur noch 137 waren (minus 45 Prozent). Auch im Bereich der Knie-Endoprothetik sank die Zahl der operierenden Klinikstandorte um mehr als ein Drittel – von 216 auf 136 (minus 37 Prozent). Noch deutlicher war der Rückgang im Bereich der Krebsoperationen. Bisher waren viele Krankenhäuser mit jeweils niedrigen Fallzahlen an der Versorgung beteiligt. Künftig werden weniger als die Hälfte der Krankenhäuser diese Leistungen erbringen. Die Zahl der Standorte für Krebs-OPs an der Speiseröhre sank von 68 auf 26 (minus 62 Prozent), bei Operationen von Bauchspeicheldrüsenkrebs von 104 auf 44 (minus 58 Prozent). 

Zusätzliche Beratung bei der Klinikwahl