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07.07.2021 IBR-Katalog 2021: Investitionsmittel weiter unter Bedarf

News Krankenhaus

Die Bundesländer haben erneut zu wenig für die Förderung ihrer Krankenhäuser getan.

©iStock.com/filmfoto

Unterfinanzierung als Dauerzustand

Für die Finanzierung von Investitionen stehen den Krankenhäusern erneut zu wenig Mittel zu Verfügung. Während die Kliniken jährlich mehr als sechs Milliarden Euro für Investitionen in Gebäude, Geräte und Anlagen benötigen, zahlen die Bundesländer nur etwa die Hälfte dieser Summe aus. Das teilten die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) anlässlich der Veröffentlichung des Katalogs der Investitionsbewertungsrelationen (IBR-Katalog) 2021 mit. Demnach vernachlässigen die Länder seit Jahren ihre gesetzliche Verpflichtung, Investitionskosten der Kliniken auskömmlich zu finanzieren. Wie sehr sich das Problem verschärft habe, zeige sich beim Vergleich mit den Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung: Anfang der 70er Jahre hatte die Summe der Investitionsmittel noch einen Umfang von 25 Prozent der Gesamtausgaben der GKV – heute liegen sie deutlich unterhalb von vier Prozent.

In ihrer „Bestandsaufnahme zur Krankenhausplanung und Investitionsfinanzierung in den Bundesländern“ bezifferte die DGK den Investitionsbedarf des Jahres 2020 auf 6,5 Milliarden Euro. Der jährliche Investitionsbedarf für Universitätsklinika – Lehre und Forschung – und Ausbildungsstätten ist dabei noch nicht berücksichtigt. Die Bundesländer stellten indes 2019 nur 3,13 Milliarden Euro zur Verfügung.

Um den Investitionsbedarf der Kliniken zu beziffern, berechnet das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) jedes Jahr die mittleren Investitionskosten pro Fall und veröffentlicht diese im Katalog der Investitionsbewertungsrelationen (IBR-Katalog). In die Kalkulation des Jahres 2020 sind die Daten von 84 Krankenhäusern eingeflossen. Erstmals konnte im Jahr 2021 auch der Psychiatrie-Bereich kalkuliert werden.

Planungshilfe für Bundesländer

Anhand der Aufstellung können die Bundesländer ihre Investitionsmittel leistungsbezogen an die Krankenhäuser zu verteilen. Ob er zur Anwendung kommt, liegt in der Entscheidung des jeweiligen Bundeslandes. Bisher nutzen Hessen, Berlin und Bremen den Katalog, um ihre Investitionen zu vergeben. Für den absoluten Umfang der Förderung ist die Berechnung jedoch nicht verbindlich.

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