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Schultergelenkersatz: Deutliche Qualitätsunterschiede zwischen Kliniken

Bei der Implantation künstlicher Schultergelenke bei Gelenkverschleiß unterscheiden sich die Behandlungsergebnisse zwischen den Kliniken erheblich. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Erstmals sind die Qualitätsergebnisse der einzelnen Kliniken im AOK-Gesundheitsnavigator abrufbar.

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Chirurg hält OP-Besteck in den Händen und operiert Patienten
iStock.com/SaevichMikalai

Große Unterschiede bei den Komplikationsraten

Bei der Implantation künstlicher Schultergelenke aufgrund von Gelenkverschleiß ist das Risiko für Komplikationen je nach Klinik sehr unterschiedlich. Das WIdO hat im Rahmen des Verfahrens „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR) insgesamt 12.844 Eingriffe bei AOK-Versicherten aus den Jahren 2020 bis 2024 an 178 Klinikstandorten ausgewertet. Die risikoadjustierte Komplikationsrate lag im Fünftel der am besten bewerteten Kliniken bei 3,6 Prozent, im Fünftel der am schlechtesten bewerteten Kliniken dagegen bei 14,5 Prozent. Über alle Kliniken hinweg betrug die Komplikationsrate durchschnittlich 8,6 Prozent.

Höhere Fallzahlen mit besseren Behandlungsergebnissen verbunden

Für gute Behandlungsergebnisse sind neben der richtigen Indikationsstellung insbesondere die Erfahrung der Operateure und die Fallzahlen der Kliniken entscheidend. Darauf weist Prof. Karl-Dieter Heller hin, Mitglied der QSR-Expertenpanels Endoprothetik und Schulterchirurgie. Studien zeigen, dass höhere Fallzahlen und größere operative Erfahrung mit geringeren Komplikationsraten verbunden sind. Heller empfiehlt daher, Eingriffe möglichst in Kliniken durchführen zu lassen, in denen Schultergelenkimplantationen regelmäßig erfolgen.

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