Expertenstandard Demenz 2026 aktualisiert
Das DNQP hat den Expertenstandard "Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz" erstmals aktualisiert. Die neue Fassung berücksichtigt weitere Demenzformen sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Kommunikation, psychosozialen und digitalen Ansätzen. Was sich für Pflegefachpersonen ändert und wie verbindlich der Standard ist, erfahren Sie hier.

Was ist neu im Expertenstandard Demenz?
Das DNQP hat den Blick auf die Zielgruppe erweitert. Die neue Fassung berücksichtigt ausdrücklich auch Menschen mit frontotemporaler Demenz und Young-onset-Demenz. Zudem fließen neue Erkenntnisse zu Assessment- und Evaluationsinstrumenten sowie zu Interaktions- und Kommunikationsangeboten, psychosozialen und digitalen Interventionen ein.
Im Mittelpunkt steht weiterhin die person-zentrierte Beziehungsgestaltung. Der aktualisierte Expertenstandard gibt Pflegefachpersonen damit eine aktuelle fachliche Orientierung für die Begleitung und Versorgung von Menschen mit Demenz.
Das DNQP macht jedoch deutlich: Nicht für alle Empfehlungen liegt allerdings eine eindeutige wissenschaftliche Evidenz vor. Wo Studien fehlen oder keine belastbaren Aussagen ermöglichen, stützt sich der Standard weiterhin auf die Expertise der beteiligten Fachleute.
Sind Expertenstandards für Pflegefachpersonen verpflichtend?
DNQP-Expertenstandards beschreiben den aktuellen Stand professioneller Pflege und dienen der Qualitätsentwicklung. Sie sind durch ihre Veröffentlichung jedoch nicht automatisch gesetzlich verpflichtend. Davon zu unterscheiden sind Expertenstandards nach § 113a SGB XI, für die gesetzliche Regelungen zur verbindlichen Anwendung bestehen.
Die aktualisierte Fassung ist als Druckausgabe sowie digital über die DNQP-Leila-App erhältlich. Beides kann über den DNQP-Webshop erworben werden.
- Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)Expertenstandards und Auditinstrumente
- Gesundheitspartner-Portal der AOKExpertenstandards