Regional übliche Entlohnungsniveaus in der Pflege steigen
Die regional üblichen Entlohnungsniveaus für Pflege- und Betreuungskräfte sind gegenüber dem Vorjahr in allen Bundesländern gestiegen. Der GKV-Spitzenverband hat die aktuellen Werte mit Stand 30. September 2026 veröffentlicht. Sie zeigen, dass sich die Entlohnungsniveaus im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angeglichen haben. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern werden zunehmend geringer.

GKV-Spitzenverband veröffentlicht aktuellen Werte
Die regional üblichen Entlohnungsniveaus für Pflege- und Betreuungskräfte sind gegenüber dem Vorjahr in allen Bundesländern gestiegen. Das zeigen die aktuellen, vom GKV-Spitzenverband veröffentlichten Werte mit Stand 30. September 2026. Unterschieden werden dabei drei Beschäftigtengruppen: Pflege- und Betreuungskräfte ohne mindestens einjährige Ausbildung, Beschäftigte mit mindestens einjähriger Ausbildung sowie Pflege- und Betreuungskräfte mit mindestens dreijähriger Ausbildung. Je nach Bundesland und Qualifikation bestehen weiterhin deutliche Unterschiede. Auch die pflegetypischen Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit wurden aktualisiert.
Über alle drei Beschäftigtengruppen hinweg reicht das regional übliche Entlohnungsniveau aktuell von 23,56 Euro pro Stunde in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 25,42 Euro in Hamburg. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 24,96 Euro und Baden-Württemberg mit 24,87 Euro pro Stunde.
Entlohnungsniveau steigt in allen Bundesländern
Im Vergleich zu den Werten mit Stand 31. Oktober 2025 ist das Entlohnungsniveau in sämtlichen Bundesländern gestiegen. Besonders deutlich fällt die Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern aus: Dort erhöhte sich der Wert von 22,44 auf 23,56 Euro pro Stunde. Das entspricht einem Plus von rund fünf Prozent. Auch in Thüringen und Brandenburg liegen die Steigerungen bei mehr als vier Prozent.
Qualifikation beeinflusst die Höhe der Entlohnung
Deutliche Unterschiede zeigen sich zudem nach Qualifikation. Für Pflege- und Betreuungskräfte ohne mindestens einjährige Ausbildung liegen die regional üblichen Stundenentgelte zwischen 20,33 Euro in Mecklenburg-Vorpommern und 21,37 Euro in Bremen und Bremerhaven.
Bei Beschäftigten mit mindestens einjähriger Ausbildung reicht die Spanne von 21,95 Euro in Mecklenburg-Vorpommern bis 24,13 Euro in Nordrhein-Westfalen.
Für Pflege- und Betreuungskräfte mit mindestens dreijähriger Ausbildung werden die höchsten Werte ausgewiesen. Hier reicht das regional übliche Entlohnungsniveau von 27,18 Euro pro Stunde in Sachsen bis zu 29,11 Euro in Hamburg. Berlin liegt mit 28,51 Euro ebenfalls über der Marke von 28 Euro.
Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit
Aktualisiert wurden auch die regional üblichen Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit. Die Nachtarbeitszuschläge liegen je nach Bundesland zwischen 19 und 27 Prozent, die Zuschläge für Sonntagsarbeit zwischen 26 und 36 Prozent. Bei Feiertagsarbeit mit Freizeitausgleich werden zwischen 32 und 41 Prozent ausgewiesen. Ohne Freizeitausgleich liegen die Werte zwischen 133 und 142 Prozent.
Aktuelle Werte im Überblick
Die aktuellen Tabellen geben einen Überblick über die regional üblichen Entlohnungsniveaus nach Beschäftigtengruppen sowie über die jeweiligen pflegetypischen Zuschläge. Nicht berücksichtigt werden bei der Ermittlung unter anderem Beschäftigte außerhalb von Pflege und Betreuung, Pflegedienstleitungen und Auszubildende. Eine vollständige Übersicht der Werte steht zusätzlich als PDF zur Verfügung.
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