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Krankheitskosten steigen auf 528,5 Milliarden Euro

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lagen die Krankheitskosten 2024 um 37,5 Milliarden Euro oder 7,6 Prozent über dem Vorjahreswert.

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Ausgabe erhöhen sich um 7,3 Prozent

Die Krankheitskosten in Deutschland sind 2024 deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, beliefen sie sich auf 528,5 Milliarden Euro und lagen damit um 37,5 Milliarden Euro oder 7,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Pro Kopf erhöhten sich die Ausgaben um 430 Euro auf durchschnittlich 6.330 Euro, also um 7,3 Prozent. In den direkten Krankheitskosten werden Ausgaben für medizinische Behandlung, Prävention, Rehabilitation und Pflege erfasst. Indirekte volkswirtschaftliche Folgen wie Arbeitsausfälle sind nicht enthalten.

Ein Viertel der Kosten entstehen durch psychische und Kreislauf-Erkrankungen

Die größten Kostenblöcke bilden Krankheiten des Kreislaufsystems mit 69,4 Milliarden Euro (13,1 Prozent) sowie psychische und Verhaltensstörungen mit 68,7 Milliarden Euro (13,0 Prozent). Zusammen machten sie mehr als ein Viertel der Krankheitskosten aus (26,1 Prozent). Es folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 54,3 Milliarden Euro (10,3 Prozent), Erkrankungen des Verdauungssystems mit 53,7 Milliarden Euro (10,2 Prozent) und sogenannte Neubildungen, darunter Krebs, mit 52,1 Milliarden Euro (9,9 Prozent). Der Anteil dieser fünf Krankheitsgruppen an den Gesamtkosten liegt seit 2015 konstant zwischen 55 und 56 Prozent.

Das Geschlecht macht den Unterschied

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den krankheitsbezogenen Ausgaben für Frauen und Männer: Bei Frauen lagen die Pro-Kopf-Kosten 2024 mit 6.960 Euro um 1.280 Euro beziehungsweise 22,5 Prozent über denen der Männer (5.680 Euro). Neben geschlechtsspezifischen Erkrankungen sowie Schwangerschaft und Geburt spielt dabei die höhere Lebenserwartung eine wesentliche Rolle. In dem Jahr waren von den rund 2,9 Millionen Menschen ab 85 Jahren fast zwei Drittel (65 Prozent) Frauen. Unter ihnen verursachten psychische und Verhaltensstörungen einschließlich Demenzerkrankungen die höchsten Kosten je Einwohnerin (990 Euro), gefolgt von Muskel-Skelett-Erkrankungen (840 Euro) und Kreislauferkrankungen (800 Euro). Bei Männern standen Kreislauferkrankungen an erster Stelle (860 Euro). Auf Platz zwei finden sich psychische und Verhaltensstörungen (650 Euro) vor den Neubildungen (630 Euro). Erkrankungen des Verdauungssystems belegten bei beiden Geschlechtern Rang vier (Frauen: 660 Euro; Männer: 630 Euro).

Mehr als die Hälfte der Kosten entfällt auf Menschen ab 65 Jahren