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01.07.2022 Ärzte können Nagelspangenbehandlung verordnen

News Arzt & Praxis

Seit dem 1. Juli 2022 können Ärzte die Behandlung mit Nagelspangen als Heilmittel verordnen. Zu diesem Datum ist die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geänderte Heilmittel-Richtlinie in Kraft getreten.

Eingewachsener Nagel (Symbolbild)
© iStock.com/Kittisak Kaewchalun

Therapie in Podologie-Praxis

Die sogenannte Nagelspangenbehandlung wird bei eingewachsenen Zehennägeln eingesetzt. Bisher haben Ärzte die Therapie selbst übernommen. Seit Juli 2022 hat sich das Verfahren geändert. Jetzt verordnen Mediziner die Behandlung „auf Rezept“. Die Therapie selbst erfolgt in einer Podologie-Praxis. Die Einzelheiten regeln die Heilmittel-Richtlinie und der bundesweite Vertrag über die Versorgung mit podologischen Leistungen.

Die Nagelspangenbehandlung dient der Therapie des Unguis incarnatus in den Stadien 1, 2 und 3 an den unteren Extremitäten. Sie soll bei eingewachsenen Fußnägeln Fehlstellungen korrigieren und ein zukünftiges Einwachsen verhindern. Dazu wird entweder eine individuell angefertigte oder eine fertige Korrekturspange an den betroffenen Nagel angepasst. Der Nagel kann dann wieder in seiner natürlichen Form nachwachsen.

Aufgaben des behandelnden Arztes

Die Nagelspangenbehandlung ist ausschließlich für die Therapie des Unguis incarnatus (ICD-10 L60.0) in den Stadien 1, 2 und 3 verordnungsfähig. Die Behandlung erfolgt in enger Abstimmung zwischen Ärzten sowie podologischen Praxen.

  • Vertragsärzte erbringen weiterhin die über die podologische Befunderhebung hinausgehende Diagnostik, die Wundversorgung und weitere Therapien, einschließlich konservativer oder invasiver Maßnahmen der Wundbehandlung. Die gilt etwa für die Anwendung lokaler Therapeutika.
  • Bei Stadium 2 und 3 (Diagnosegruppe UI2) darf die Nagelspangenbehandlung nur in enger Abstimmung mit dem verordnenden Arzt erfolgen. Bei Verschlechterung des Krankheitsbildes oder Auftreten von Komplikationen, wie offenen Wunden, neu aufgetretenen oder zunehmenden Entzündungsanzeichen oder Eiterbildung, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. 
  • Für die Diagnosegruppe UI2 erstellt der Podologe eine Fotodokumentation des betroffenen Nagels. Der verordnende Arzt kann im Rahmen des Therapieberichts (gemäß § 16 Absatz 7 der Heilmittel-Richtlinie) die Fotodokumentation anfordern.

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