Fachportal für Leistungserbringer
Alle Berufsfelder
Angebote anzeigen für: Fachportal für Leistungserbringer
Warum wird diese Angabe benötigt?

Die AOK-Gemeinschaft gliedert sich in elf eigenständig agierende AOKs, welche regionale Angebote und Inhalte für Sie bereithalten.

Damit Sie zutreffende regionale Informationen erhalten, müssen Sie eine AOK/Region auswählen.

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig! Ihre Regionalisierungsdaten werden ausschließlich lokal innerhalb Ihres Browsers als Cookie gespeichert, eine Speicherung oder Verarbeitung dieser Daten durch die AOK erfolgt zu keinem Zeitpunkt.

Berufsfeld: Pflege Ändern Gewähltes Berufsfeld: Pflege Berufsfeld ändern

26.08.2020 Corona-Empfehlungen in den Leistungsbereichen HKP, Hospizversorgung sowie SAPV

News Pflege

Klemmbrett mit Stethoskop, Tabletten und Medikamentendose (Symbolbild)
iStock.com/Makidotvn

Befristete Empfehlungen ausgelaufen

Nach wie vor stellt die aktuelle Corona-Pandemie stellt Pflegeheime und Pflegedienste vor große Herausforderungen. Der GKV-Spitzenverband und die Verbände der Kranken-und Pflegekassen auf Bundesebene haben umfassende finanzielle Unterstützung zugesagt.

Mit zahlreichen befristeten Maßnahmen wird versucht, Infektionsketten zu unterbrechen sowie Infektions- und Verdachtsfälle schnell zu erkennen und zu isolieren. Ziel ist, das Virus einzudämmen und eine weitere Verbreitung zu verhindern. Dabei soll die Versorgung in dieser außerordentlichen Situation erleichtert und aufrechtgehalten werden.

Empfehlungen an die Hospizversorgung sowie die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Die Verbände hatten Empfehlungen zum Förderverfahren ambulanter Hospizdienste, zur stationären (Kinder-)Hospizversorgung und zur SAPV im Zusammenhang mit der Pandemie mit dem Virus SARS-CoV-2 gegeben. Diese Empfehlungen haben bis zum 30. Juni 2020 gegolten.

Übersicht über den Inhalt der Empfehlungen

  • Fristen zum Förderverfahren ambulanter Hospizdienste
    In der Rahmenvereinbarung zur Förderung ambulanter Hospizdienste steht, dass die Förderanträge bis 30. März abgegeben sein soll. Sollte diese Frist, Corona-bedingt nicht ein zuhalten sein, können die Verbände der Krankenkassen auf Landesebene und die Ersatzkassen im Einvernehmen mit den Hospizorganisationen in dem jeweiligen Bundesland abweichende Fristen vereinbaren.   
      
  • Qualifikationsanforderungen der Rahmenvereinbarungen zur stationären (Kinder-) Hospizversorgung
    Sollten die vertraglich vereinbarten Qualifikationsanforderungen Corona-bedingt nicht einzuhalten sein, kann es in der Hospizversorgung von Erwachsenen sowie von Kindern und Jugendlichen vorübergehende abweichende Verständigungen geben. Eine fachgerechte Versorgung im Hospiz unter fachlicher Verantwortung der pflegerischen Leitung des Hospizes muss weiterhin sichergestellt sein. Die Verantwortung trägt das Hospiz.     
     
  • Qualifikationsanforderungen im Rahmen der SAPV
    Sollten die vertraglich vereinbarten Qualifikationsanforderungen Corona-bedingt nicht einzuhalten sein, kann es in der SAPV vorübergehende abweichende Verständigungen geben. Eine fachgerechte Versorgung durch das SAPV-Team unter fachlicher Verantwortung des SAPV-Teams muss weiterhin sichergestellt sein. Die Verantwortung trägt das SAPV-Team.
    Zur Genehmigung von Leistungen der SAPV können die Verordnungen bei der Krankenkasse auch per Fax oder auf elektronischem Weg eingereicht werden. Die Verordnungen müssen in dieser Form vom verordnenden Vertragsarzt gegenüber dem SAPV-Team ausgestellt / übermittelt wurden sein. Das Original ist nachzuliefern.
    Vorübergehend kann auf die Unterschrift auf dem Leistungsnachweis aufgrund der Pandemie verzichtet werden. Hierzu sollten die Vertragspartner befristete Absprachen treffen. Die fehlende Unterschrift ist auf dem Leistungsnachweis durch das SAPV-Team zu begründen.

Maßnahmen in der Häuslichen Krankenpflege

Der GKV-Spitzenverband und die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene hatten auch zur Versorgung mit Häuslicher Krankenpflege (HKP) während der Ausbreitung des Coronavirus gemeinsame Empfehlungen abgegeben. Diese galten bis zum 30. Juni 2020.

Folgende Empfehlungen wurden getroffen:

Für einen befristeten Zeitraum kann im Einzelfall der vertraglich vereinbarte Betreuungsschlüssel in ambulanten Intensiv-Wohngruppen von den vertraglichen Vorgaben abweichen. Weiterhin muss aber eine fachgerechte Versorgung durch den Pflegedienst garantiert sein, damit die Versorgung gesichert ist. Die Verantwortung trägt der Pflegedienst.

Im Einzelfall können in der außerklinischen ambulanten Intensivpflege Pflegefachkräfte eingesetzt werden, die die vertraglich vereinbarte Zusatzqualifikation schon begonnen, aber noch nicht abgeschlossen haben. Dafür müssen zuvor alle Möglichkeiten der Umstrukturierung innerhalb des Betriebs ausgeschöpft sein. Dieser Nachweis ist schriftlich oder elektronisch bei der jeweiligen vertragsschließenden Krankenkasse einzureichen.

Im Einzelfall können in der außerklinischen ambulanten Intensivpflege Pflegefachkräfte eingesetzt werden, die die vertraglich vereinbarte Zusatzqualifikation schon begonnen, aber noch nicht abgeschlossen haben. Dafür müssen zuvor alle Möglichkeiten der Umstrukturierung innerhalb des Betriebs ausgeschöpft sein. Dieser Nachweis ist schriftlich oder elektronisch bei der jeweiligen vertragsschließenden Krankenkasse einzureichen.

Sogenannte einfachste Maßnahmen der HKP können auch durch Pflegehilfskräfte erfolgen. Dieser Sachverhalt ist durch den Pflegedienst darzustellen. Eine fachgerechte Leistungserbringung ist durch den Pflegedienst weiterhin sicherzustellen. Die Verantwortung liegt beim Pflegedienst.

Ist die Einhaltung der Personalmindestvorhaltung durch den Pflegedienst nicht sichergestellt, können vorübergehende abweichende Verständigungen getroffen werden. Dabei muss die fachgerechte Versorgung der HKP unter fachlicher Verantwortung der Pflegedienstleitung weiterhin sichergestellt sein. Die Verantwortung trägt weiterhin der Pflegedienst.

Im Einzelfall kann die psychiatrische häusliche Krankenpflege (pHKP) per Video oder Telefon erfolgen. Dem Versicherten dürfen dadurch keine Zusatzkosten entstehen. Dies hat der Pflegedienst zu gewährleisten. Eine grundsätzliche Umstellung der pHKP auf telefonische Kontakte wird aber nicht empfohlen.
Kann eine Versorgung durch die pHKP nicht erfolgen, sollte der verordnende Vertragsarzt alternative Versorgungsformen prüfen.

Weitere vertragliche Regelungen (z.B. zur Dokumentation) bleiben davon unberührt.
Erfolgt die pHKP teilweise über telefonische Kontakte, muss der Pflegedienst den verordnenden Vertragsarzt darüber informieren.

Auf eine Unterschrift auf dem Leistungsnachweis kann vorübergehend verzichtet werden. Dazu sollte es eine Absprache zwischen den Vertragspartnern geben. Dies ist auf dem Leistungsnachweis durch den Pflegedienst zu begründen.

Kontakt zur AOK

Ansprechpartner finden

Finden Sie schnell und einfach Ihren Ansprechpartner passend zum Thema.

Zur Ansprechpartnersuche

Kontakt aufnehmen

Sie haben Fragen und Hinweise? Die Experten der AOK helfen Ihnen gern weiter.

Zu den Kontaktangeboten