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10.01.2023 Mehr ambulante Operationen

News Krankenhaus

Der AOP-Katalog 2023 wurde mit einer ersten Erweiterung vereinbart.

Foto: Ambulante OP-Patientin
iStockfoto/Blue Planet Studio

208 neue Prozeduren

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) haben vereinbart, künftig mehr Operationen als bisher in einem ambulanten Kontext zu ermöglichen. Im Zuge der ersten Erweiterung des Kataloges zum Ambulanten Operieren (AOP-Katalog) haben die Verhandlungspartner dem bisherigen Katalog 208 OPS-Kodes hinzugefügt; in einem zweiten Schritt sollen weitere folgen. Seit 1. Januar 2023 können Kliniken und Arztpraxen vor allem einige weitere dermatologische, gynäkologische und Augen-Operationen ambulant durchführen; auch Lumbalpunktionen, Angiokardiografien und Endosonografien des Herzens sind nun ohne Krankenhausaufenthalt möglich, ebenso wie bestimmte Biopsien und die operative Entfernung von Hämorrhoiden.

Unter bestimmten Umständen können Eingriffe aus dem AOP-Katalog auch künftig im stationären Kontext durchgeführt werden. Dafür haben die Verhandlungspartner in den Vertrag zum ambulanten Operieren sogenannte Kontextfaktoren aufgenommen; sie beschreiben die Umstände, unter denen Krankenhäuser Operationen des AOP-Kataloges auch stationär durchführen können. Solche Faktoren sind etwa dann gegeben, wenn Patientinnen oder Patienten unter Nebenerkrankungen leiden oder sehr pflegebedürftig sind.

Bestimmte Prüfungen vorübergehend ausgesetzt

Im Zuge der Katalogerweiterung werden bestimmte Prüfungen zunächst ausgesetzt: So werden stationäre Fälle mit OPS-Kodes, die zum Jahresbeginn 2023 in den AOP-Katalog aufgenommen wurden, nicht durch die medizinischen Dienste (MD) kontrolliert. Bei stationären Fällen mit OPS-Kodes, die bereits vor 2023 im AOP-Katalog enthalten waren, bleiben bis zum 15. Februar 2023 die Kontextfaktoren ungeprüft. Im Zuge der Katalogerweiterung werden bestimmte Prüfungen zunächst ausgesetzt: So werden stationäre Fälle mit OPS-Kodes, die zum Jahresbeginn 2023 in den AOP-Katalog aufgenommen wurden, nicht durch die medizinischen Dienste (MD) kontrolliert. Bei stationären Fällen mit OPS-Kodes, die bereits vor 2023 im AOP-Katalog enthalten waren, bleiben bis zum 15. Februar 2023 die Kontextfaktoren ungeprüft.

Einige Eingriffe werden gefördert

Der Bewertungsausschuss Ärzte hat unterdessen die Vergütung der einschlägigen EBM-Positionen angepasst. Vergütungsaufschläge gibt es für Operationen, die außerhalb Deutschlands bereits regelmäßig ambulant durchgeführt werden, wie etwa Hernien-OPs („Leistenbruch“), Arthroskopien oder die Entfernung von Hämorrhoiden. Diese Eingriffe werden im Umfang von insgesamt 60 Millionen Euro gefördert. Krankenhäuser können Leistungen, die sie nun ambulant erbringen wollen, noch bis Ende Januar nachträglich melden.

Hintergrund

DKG, KBV und GKV-SV waren mit dem MDK-Reformgesetz beauftragt worden, ein Gutachten zum Potenzial für ambulante Operationen in Deutschland in Auftrag zu geben, um auf Grundlage der Ergebnisse die Ambulantisierung klinischer Leistungen voranzutreiben. Das Forschungsinstitut IGES und die Beratungsgesellschaft Gesundheit Österreich hatten darin 2.500 OPS-Kodes zur Ambulantisierung vorgeschlagen.

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