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Berufsfeld: Heilmittel Ändern Gewähltes Berufsfeld: Heilmittel Berufsfeld ändern

22.10.2021 Heilmittelbehandlungen künftig auch per Video

News Heilmittel

Sprach-oder Ergotherapeuten können künftig regulär per Videosprechstunden behandeln.

Therapeutin sitzt mit jungen Mädchen vor einem Tischspiegel und halten sich die Finger an den geöffneten Mund
iStockphoto.com/KatarzynaBialasiewicz

Telemedizinische Therapie wird regulär möglich

Heilmittelleistungen wie Sprach-oder Ergotherapie können künftig im Rahmen von Videosprechstunden erbracht werden. In diesem Sinne hat der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Heilmittel-Richtlinie geändert. Damit werden entsprechende Therapien auch über die Corona-Sonderregelungen hinaus außerhalb der Praxis oder des häuslichen Umfelds möglich. Welche der verordnungsfähigen Leistungen dafür infrage kommen, müssen die Spitzenverbände der Krankenkassen und der Heilmittelerbringer bis zum Jahresende 2021 miteinander vereinbaren. So sieht es das „Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege“ vor.

Beitrag zur Versorgung im ländlichen Raum

Bisher können Heilmittelleistungen aufgrund pandemiebedingter Corona-Sonderregelungen des G-BA bis zum 31. Dezember 2021 als Videobehandlung erfolgen. Das gilt für Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Ergotherapie, bestimmte Arten der Physiotherapie und Ernährungstherapie. Die reguläre telemedizinische Versorgung kann beginnen, sobald die Änderungen der Heilmittel-Richtlinien für die vertragsärztliche und vertragszahnärztliche Versorgung in Kraft getreten sind und der GKV-Spitzenverband mit den Spitzenorganisationen der Heilmittelerbringer entsprechende bundeseinheitliche Verträge geschlossen hat. Zudem muss das Bundesministerium für Gesundheit den G-BA-Beschlüssen zustimmen.

Videosprechstunde bleibt Option

Während in der Pandemie darum ging, die Versorgung aufrecht zu erhalten und dabei persönliche Kontakte zu vermeiden, stehen jetzt andere Aspekte im Vordergrund: Gerade im ländlichen Raum könne die Videobehandlung dazu beitragen, lange Fahrtwege einzusparen, so der G-BA. Sofern keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, können sich Therapeuten mit ihren Patienten künftig individuell darauf verständigen, ob einzelne Therapieeinheiten per Video erfolgen sollen. Die Videobehandlung bleibt für beide Seiten freiwillig, und ein Wechsel zur Präsenztherapie ist jederzeit möglich.

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