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Die Bundesländer investieren zu wenig in die Kliniken

Nach Berechnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft haben die Länder zuletzt zwar mehr Geld in ihre Krankenhäuser gesteckt als zuvor, aber – gemessen am Investitionsbedarf – noch immer zu wenig.

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Foto: Baustelle Krankenhaus
iStock.com/Pacificenterpris

4,24 Milliarden flossen in Kliniken

Die Bundesländer haben auch in den vergangenen Jahren zu wenig in ihre Krankenhäuser investiert. Im Jahr 2024 standen den Häusern nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft rund 4,24 Milliarden Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung; 2023 finanzierten die Länder Investitionen im Umfang von 3,89 Milliarden Euro. Die Regierungskommission Krankenhäuser der Ampel-Koalition hatte bereits 2021 einen jährlichen Investitionsbedarf zwischen sechs und acht Milliarden Euro festgestellt. Die Summe gilt als notwendig dafür, dass die Häuser den Bestand ihrer Einrichtungen erhalten können.

Fehlbetrag ist prozentual gesunken

Wie der Klinikverband anlässlich der Veröffentlichung seiner aktuellen "Bestandsaufnahme zur Krankenhausplanung und Investitionsfinanzierung in den Bundesländern" mitteilt, werden die erforderlichen Summen weiterhin verfehlt. So ermittelte die DKG für das Jahr 2023 einen Investitionsbedarf von 6,52 Milliarden Euro – die daraus resultierende Finanzierungslücke beträgt über 2,64 Milliarden Euro – ein Fehlbetrag von rund 41 Prozent. In den Jahren zuvor hatten die Unterfinanzierung regelmäßig bei 50 Prozent gelegen.

Niedrige Investitionsquote