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11.12.2019 G-BA stärkt Versorgungsangebot für Wundbehandlung in häuslicher Krankenpflege

News Pflege

Die Anpassung der Häusliche Krankenpflege-Richtlinie (HKP-RL) ist am am 6. Dezember 2019 in Kraft getreten.

Ärztin versorgt Wunde von Patientin am Bein.
AOK-Mediendienst

Leistungen zur Wundversorgung

Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossene Anpassung der Häusliche Krankenpflege-Richtlinie (HKP-RL) ist am am 6. Dezember 2019 in Kraft getreten. Ziel ist es, das Versorgungsangebot für Patienten mit chronischen und schwer heilenden Wunden zu verbessern.

Der G-BA hat die derzeitigen Leistungen zur Wundversorgung an den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst, neu strukturiert und um klarstellende Angaben zur Dauer und Häufigkeit der Maßnahmen ergänzt.

Die Änderungen der Häusliche Krankenpflege-Richtlinie (HKP-RL) im Detail

Was ändert sich konkret durch die Überarbeitung der Häusliche Krankenpflege-​Richtlinie (HKP-​RL)? Nach Angaben des G-BA soll in Zukunft den Besonderheiten der Versorgung von chronischen und schwer heilenden Wunden verstärkt Rechnung getragen werden. Dies soll erreicht werden durch folgende Maßnahmen:

  • Versorgung der Patienten durch spezialisierte Leistungserbringer mit besonders qualifizierten Pflegefachkräften.
  • Anleitung der Patienten: Spezialisierte Pflegefachkräfte dürfen ihren Patienten eine bedarfsweise Anleitung anbieten. Diese kann wundspezifische Maßnahmen sowie den Umgang mit wund- und therapiebedingten Beeinträchtigungen betreffen.
  • Interprofessionelle Zusammenarbeit: Um die Zusammenarbeit zwischen dem verordnenden Arzt und den Pflegefachkräften zu stärken, wurde in der Leistungsbeschreibung zur Wundversorgung ein enges Abstimmungserfordernis ergänzt. Zudem konkretisierte der G-BA die Vorgaben an die Dokumentation und die Beurteilung des Therapieverlaufs.
  • Leistungsanspruch zur Behandlung eines Dekubitus (Druckgeschwür): Um dem Ziel der Heilung oder der Vermeidung einer Verschlimmerung eines Dekubitus besser gerecht zu werden, ist ein Positionswechsel nun bereits ab Grad 1, eine nicht wegdrückbare Hautrötung, verordnungsfähig.
  • Chronische und schwer heilende Wunden können zukünftig auch in spezialisierten Einrichtungen ambulant versorgt werden: Dies gilt, wenn die Behandlung etwa aufgrund der Komplexität der Wundversorgung im gewohnten Umfeld des Patienten voraussichtlich nicht möglich ist.

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