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15.10.2020 Sicherstellung: Mehr Geld für die Kinder- und Jugendmedizin

News Krankenhaus

Kliniken mit Fachabteilungen der Kinder- und Jugendmedizin können in strukturschwachen Gebieten künftig den sogenannten Sicherstellungszuschlag erhalten.

©iStock.com/filmfoto

Grund- und Regelversorgung neu definiert

Kliniken mit Fachabteilungen der Kinder- und Jugendmedizin können in strukturschwachen Gebieten künftig den sogenannten Sicherstellungszuschlag erhalten. Dafür hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, dass entsprechende Leistungen zur stationären Grund- und Regelversorgung gehören. Der Zuschlag kommt Krankenhäusern im ländlichen Raum zugute, die aufgrund ihrer geringen Auslastung nicht kostendeckend arbeiten können, die aber für die Versorgung der Bevölkerung in der Region gebraucht werden. In Politik und Bundesrat wird derzeit darüber diskutiert, ob die Pädiatrie von der Vergütung über Fallpauschalen ausgenommen werden sollte.

Als versorgungsrelevante Leistungen im Sinne der Sicherstellung galten bisher Fachabteilungen für Innere Medizin, die Chirurgie und /oder Geburtshilfe oder Gynäkologie. Die Kinder- und Jugendmedizin kommt nun neu hinzu. Um die Zuschläge mit den Krankenkassen zu vereinbaren, müssen die Krankenhäuser ein Defizit in der entsprechenden Abteilung nachweisen und bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen. Darüber hinaus müssen die Kandidaten den Anforderungen der Basisnotfallversorgung für Kinder genügen. Ob eine Klinik die Voraussetzungen für Sicherstellungszuschläge erfüllt, überprüft die zuständige Landesbehörde.

Dünn besiedelte Gebiete im Fokus

Darüber hinaus hat der G-BA geregelt, unter welchen Voraussetzungen ein Krankenhaus als bedarfsnotwendig gilt und wann das Haus einen strukturell bedingt geringen Versorgungsbedarf für sich reklamieren kann. Demnach betrachtet der G-BA die flächendeckende Versorgung von Kindern und Jugendlichen dann als gefährdet, wenn durch die Schließung des Hauses zusätzlich 800 Menschen unter 18 Jahren mehr als 40 PKW-Minuten zur nächsten Klinik bräuchten. Ein geringer Versorgungsbedarf ist gegeben, wenn im Einzugsgebiet durchschnittlich weniger als 22 Personen unter 18 Jahren pro Quadratmeter leben.

Die Bundesregierung plant derzeit, die Verteilung der Förderbeträge zur Sicherstellung von Krankenhäusern im ländlichen Raum zu modifizieren. So sollen die Zuschläge zur Sicherstellung der Versorgung für Kliniken, die auf der jährlich zu vereinbarenden Liste aufgenommen sind, künftig nach Anzahl der basisversorgungsrelevanten Fachabteilungen gestaffelt werden (Regierungsentwurf für das "Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege" (GPVG)). Die Zuschläge liegen derzeit pauschal bei 400.000 Euro.

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