Fachportal für Leistungserbringer

G-BA aktualisiert DMP Osteoporose

Der G-BA hat das Disease-Management-Programm (DMP) Osteoporose umfassend überarbeitet. Neu sind unter anderem die Absenkung des Anspruchsalters für Männer auf 50 Jahre sowie angepasste Einschreibekriterien und Therapieempfehlungen.

News Arztpraxen
Junge Ärztin erklärt einer Patientin anschaulich ein Wirbelsäulenmodell und erläutert dabei freundlich die Zusammenhänge.

Wichtige Änderungen im Überblick

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Anforderungen an das DMP Osteoporose aktualisiert. Ziel bleibt es, Knochenbrüche zu vermeiden, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und Beschwerden zu reduzieren. Grundlage der Anpassungen ist die Auswertung aktueller evidenzbasierter Leitlinien.

Erweiterter Zugang zum DMP

Gesetzlich Versicherte mit einer gesicherten Osteoporose können künftig bereits ab 50 Jahren am DMP teilnehmen; für Männer lag die Altersgrenze bisher bei 60 Jahren. Zusätzlich hat der G-BA das erforderliche Frakturrisiko neu definiert: Eine Einschreibung ist möglich, wenn das Risiko für einen Knochenbruch innerhalb der nächsten drei Jahre bei mindestens fünf Prozent liegt. Liegen weitere Risikofaktoren vor, reicht bereits ein Risiko von drei Prozent aus. Grundlage für die Berechnung sind unter anderem Alter, Knochendichte und individuelle Gesundheitsrisiken.

Anpassungen bei Therapie und Prävention

Die Aktualisierung stärkt insbesondere präventive und therapeutische Ansätze:

  • Funktionstraining und Sturzprophylaxe werden stärker betont
  • Erweiterung der medikamentösen Therapieoptionen (u. a. neue Wirkstoffe)
  • Ergänzende Empfehlungen zur Therapiedauer und Nachbehandlung

Mehr Fachrichtungen in der Versorgung

Neben Hausärztinnen und Hausärzten sowie Orthopädinnen und Orthopäden können künftig auch weitere Fachrichtungen die Betreuung im DMP übernehmen, darunter:

  • Gynäkologie
  • Endokrinologie und Diabetologie
  • Rheumatologie

Auch Fachärztinnen und Fachärzte mit osteologischer Zusatzqualifikation werden stärker einbezogen.

Umsetzung nach Prüfung durch das BMG