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Steigende Gesamtausgaben für Pflege

Pflege machte im Jahr 2024 ein Viertel der Gesamtausgaben in der Gesundheitsversorgung aus. Insgesamt entfielen 136 Milliarden Euro auf pflegerische Leistungen in verschiedenen Versorgungsbereichen.

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Foto: Pflegeteam am Patientenbett
iStockfoto/Johnny Greig

Ausgaben binnen zehn Jahren verdoppelt

Steigende Ausgaben für pflegerische Leistungen erhöhen den finanziellen Druck auf das deutsche Gesundheitssystem. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben in diesem Bereich in den vergangenen zehn Jahren erheblich stärker gewachsen als die Gesundheitsausgaben insgesamt. Demnach entfielen im Jahr 2024 insgesamt 135,9 Milliarden Euro auf pflegerische Leistungen in verschiedenen Versorgungsbereichen. Das entspricht einem Anteil von 25,3 Prozent an den gesamten Gesundheitsausgaben. 2014 lag dieser Wert noch bei 65,0 Milliarden Euro beziehungsweise 19,8 Prozent. Damit haben sich die Ausgaben in diesem Segment innerhalb einer Dekade mehr als verdoppelt – ein Anstieg um 109,1 Prozent.

Zum Vergleich: Die gesamten Gesundheitsausgaben beliefen sich 2024 auf 538,2 Milliarden Euro und sind seit 2014 um 64,2 Prozent gestiegen. Der Anteil der Pflegeausgaben nahm im gleichen Zeitraum um 5,4 Prozentpunkte zu.

Probleme sind teilweise hausgemacht

Als zentrale Ursachen für die Entwicklung nennt Destatis mehrere Faktoren. Dazu zählen insbesondere die zum 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Reformen der Pflegebegutachtung (nach dem Elften Sozialgesetzbuch, SGB XI), steigende Personalkosten in der Pflege und der demografische Wandel. Zu den pflegerischen Leistungen gehören unter anderem Grund-, Behandlungs- und Intensivpflege, die sowohl in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen als auch in Krankenhäusern erbracht wurden, aber auch Leistungen im häuslichen Umfeld.

Auch Arzneimittelausgaben wachsen rapide