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Prolia® bei postmenopausaler Osteoporose, 05/2026

Bisphosphonate bei postmenopausaler Osteoporose

Die postmenopausale Osteoporose stellt aufgrund ihrer hohen Prävalenz und der damit verbundenen Risiken eine bedeutende Herausforderung für die medizinische Versorgung dar. Eine wirksame und zugleich wirtschaftliche Therapie ist daher sowohl für die Patientinnen als auch für das Gesundheitssystem von zentraler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie über aktuelle Erkenntnisse sowie relevante Kostenaspekte im Zusammenhang mit der Arzneimitteltherapie dieser Erkrankung informieren.

Das Fertigarzneimittel Prolia kann therapeutisch in vielen Fällen durch die Wirkstoffgruppe der Bisphosphonate ersetzt werden, sofern keine Kontraindikation bzw.  Unverträglichkeit von Bisphosphonaten vorliegt. 

Im Rahmen unserer Analysen zeigt sich, dass das Fertigarzneimittel Prolia im Vergleich zu Bisphosphonaten erhebliche Mehrkosten verursacht. Eine detaillierte Übersicht der Tages- sowie Jahrestherapiekosten haben wir diesem Schreiben zur besseren Transparenz im Anhang beigefügt.

Aktuelle Bewertungen von Fachgesellschaften zeigen, dass Bisphosphonate nicht nur ein geringeres Nebenwirkungsprofil aufweisen, sondern auch eine nachhaltigere therapeutische Wirkung erzielen können als Prolia.1  Nach einer Behandlung mit Prolia sollte unbedingt eine Therapie mit Bisphosphonaten folgen, um einem potenziellen Rebound-Effekt vorzubeugen, bei dem die Knochendichte auf das ursprüngliche Ausgangsniveau zurückfällt. Nach fünf bis sechs Monaten Anwendung der Prolia-Injektionen wurde eine Abnahme der Osteoklastenaktivität beobachtet. Dies führt dazu, dass noch im Reifeprozess befindliche Osteoklasten blockiert werden, wodurch eine Stabilisierung der Knochendichte unmöglich ist. Infolgedessen kommt es häufiger zu spontanen Wirbelfrakturen. 1,2

Schwerwiegende Nebenwirkung möglich

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