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Berufsfeld: Hilfsmittel Ändern Gewähltes Berufsfeld: Hilfsmittel Berufsfeld ändern

20.07.2021 Rund 80 Prozent der Hilfsmittelversorgungen in 2020 mehrkostenfrei

News Hilfsmittel

Acht von zehn Versicherte der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) greifen bei Hilfsmitteln auf Produkte zurück, die ihre Krankenkasse bis auf die gesetzliche Zuzahlung vollständig übernimmt. Das geht aus dem dritten Mehrkostenbericht des GKV-Spitzenverbandes hervor.

Frau probiert Hörgerät an
©iStock/robertprzybysz

Dritter Mehrkostenbericht

Die meisten gesetzlich Versicherten (80 Prozent) erhielten 2020 eine mehrkostenfreie Hilfsmittelversorgung durch die gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Knapp 20 Prozent der Versicherten haben neben der gesetzlichen Zuzahlung eine private Aufzahlung geleistet – vor allem für Einlagen und Hörhilfen, gefolgt von Brustprothesen, Kompressionsstrümpfen und Beinprothesen. Zu diesem Ergebnis kommt der dritte Bericht des GKV-Spitzenverbandes über Mehrkosten bei der Versorgung mit Hilfsmitteln innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung.

Durchschnittlich 132 Euro Zuzahlung

Laut Bericht betrug die Summe aller dokumentierten Mehrkosten im Jahr 2020 rund 746 Millionen Euro. Dabei lag die durchschnittliche Höhe der angefallenen Mehrkosten bei knapp 132 Euro. In rund zwei Dritteln aller Fälle ging es um Hörhilfen; hierfür gaben die Versicherten insgesamt etwa 499 Millionen Euro aus.Knapp 52 Prozent der Versicherten entschieden sich für ein Mehrkostengerät, die durchschnittlichen Mehrkosten für die meist beidseitige Hörgeräteversorgung betrugen dabei 1.234 Euro (2019: ca. 1.082 Euro).

Ausgewertet wurden 95 Prozent der Abrechnungsdaten von Versorgungsfällen aus dem gesamten Jahr 2020; diese wurden kassenartenübergreifend und leistungserbringerneutral analysiert. Insgesamt handelt es sich um 28 Millionen Hilfsmittelversorgungen mit einem Ausgabevolumen um die 9 Milliarden Euro.

Insgesamt stiegen die Hilfsmittelausgaben. Haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2019 zuletzt rund neun Milliarden Euro für Hilfsmittel ausgegeben waren es 2020 bereits knapp 9,25 Milliarden Euro. Das ist eine Zunahme von 2,8 Prozent in einem Jahr. Laut Bericht sei aber der verhältnismäßig moderate Ausgabenanstieg im letzten Jahr auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Auch Leistungserbringende sollen qualitative Daten liefern

Die erhobenen Daten liefern aus Sicht des GKV-Spitzenverbandes aber „nach wie vor keine Erkenntnisse, weshalb sich Versicherte für ein Hilfsmittel mit Mehrkosten entscheiden“. Der Verband fordert daher eine Rechtsgrundlage, wonach auch qualitative Daten von Leistungserbringern zu liefern sind, um im Falle von Fehlentwicklungen gezielte Maßnahmen ergreifen zu können. Nur anhand dieser Daten können Rückschlüsse getroffen werden, aus welchen Gründen sich Versicherte zum Abschluss von Mehrkostenvereinbarungen entschieden haben.

Jährlich veröffentlichter Bericht

Der jährlich zu veröffentlichende "Mehrkostenbericht des GKV-Spitzenverbandes" geht auf das im April 2017 beschlossene Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) zurück (§ 302 Absatz 5 SGB V).

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