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20.07.2020 Keuchhusten: G-BA nimmt Impfung für Schwangere in Richtlinie auf

News Arzt & Praxis

Gesetzlich versicherte Frauen haben Anspruch auf eine Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis). Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat diese Maßnahme in die Schutzimpfungs-Richtlinie aufgenommen. Die aktualisierte Fassung der Schutzimpfungs-Richtlinie ist vor Kurzem in Kraft getreten. Damit folgt der G-BA der Empfehlung der beim Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelten Ständigen Impfkommission (STIKO).

Baby (Säugling) mit Mutter
(c) AOK Gemeinschaft

Hintergrund: Warum wird die Impfung gegen Pertussis für Schwangere empfohlen?

Die Impfung von werdenden Müttern gegen Pertussis soll eine Erkrankung des Neugeborenen verhindern. Empfohlen wird die Impfung zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels.

Babys können in den ersten Lebenswochen noch nicht selbst geimpft werden. Dies ist erst ab einem Alter von zwei Monaten möglich, und erst nach zwei bis drei Impfstoffdosen haben Kindern einen ausreichenden Schutz aufgebaut.

Impfung soll für Nestschutz sorgen

Ausschlaggebend für die neue Empfehlung der STIKO waren neue Forschungsergebnisse. Diese hatten gezeigt, dass bei der Mehrzahl der untersuchten Frauen die Konzentration von Antikörpern gegen Pertussis sehr niedrig waren, auch wenn sie ein bis zwei Jahre vor der Schwangerschaft geimpft worden waren. Deshalb sei der Nestschutz für den Säugling in den ersten Lebensmonaten durch eine Übertragung von mütterlichen Antikörpern vor der Geburt sehr unwahrscheinlich.

Eine Impfung während der Schwangerschaft führe dagegen zu hohen Antikörperkonzentrationen bei der werdenden Mutter und dem Neugeborenen. Säuglinge von Müttern, die in ihrer Schwangerschaft eine Pertussis-Impfung erhalten hatten, erkrankten deutlich seltener an Pertussis als Säuglinge von Müttern, die keine Impfung während der Schwangerschaft erhalten hatten.

Impfung gegen Keuchhusten auch für Familienmitglieder

Zusätzlich zur neuen Impfempfehlung für Schwangere hat der G-BA durch eine Ergänzung der Schutzimpfungs-Richtlinie klargestellt, dass auch Menschen, die zum engen Freundeskreis zählen und dadurch Kontakt zum Neugeborenen haben, neben Familienmitgliedern und betreuenden Personen einen Leistungsanspruch auf eine Pertussis-Impfung haben.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist Pertussis trotz hoher Impfquoten bei Kindern weltweit eine häufige Erkrankung. In Deutschland werden jährlich rund 12.000 Pertussis-Erkrankungen gemeldet. Unzureichend wahrgenommene Auffrischimpfungen tragen dazu bei, dass die Erkrankung insbesondere von Erwachsenen übertragen wird. Säuglinge sind bei einer Ansteckung besonders gefährdet, da bei ihnen eine Infektion unter anderen zu Lungenentzündungen, Ohrenentzündungenund zu Atemstillstände führen kann.In selten Fällen führen die Atemstillstände zu Sauerstoffmangel und zum Tod.

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