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08.09.2020 Covid-19-Test als IGeL: Zweifelhafter Umgang mit Ergebnissen

News Arzt & Praxis

Viele Ärzte bieten als Selbstzahlerleistung Covid-19-Tests an. Doch beim Umgang mit Ergebnissen fehlt es an Beratung.

Forscher hält Reagenzglas mit Aufschrift "Coronavirus" (Symbolbild)
iStock.com/SaevichMikalai

Wunsch nach Klarheit

Viele niedergelassene Ärzte bieten ihren Patienten als Selbstzahlerleistung (Individuelle Gesundheits-Leistung) einen Antikörpertest an, der bestehende oder abgelaufene SARS-CoV-2-Infektionen anzeigt. Dabei können sich Getesteten allerdings nicht immer auf die Qualität der Methode verlassen. Und auch die Aufklärung über das Ergebnis lässt nach Ansicht des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) zu wünschen übrig. Das ergab eine Befragung unter Arztpraxen und Versicherten zum Thema, die der MDS im Juli durchgeführt hat.

Sechs Prozent der 6.800 befragten Patienten haben den Antikörpertest angeboten bekommen. Viele hatten selbst nach dem Test gefragt, weil sie zuvor Symptome einer Atemwegserkrankung hatten – etwa 54 Prozent bekamen die Leistung angeboten, ohne entsprechende Beschwerden berichtet zu haben.Als Motivation für den Test gaben die Versicherten den Wunsch nach Klarheit an. Sie wollten wissen, ob sie die Krankheit bereits auskuriert und eine Immunität entwickelt hatten. Andere erhofften sich mehr Bewegungsfreiheit.

Trügerische Sicherheit

Bisher sei allerdings unklar, was das Testergebnis bedeute, sagt Dr. Michaela Eikermann, Leiterin des Bereichs „Evidenzbasierte Medizin“ beim MDS: „Es gibt noch keine sicheren Erkenntnisse dazu, ob und wie lange die Immunität nach einer Infektion anhält“, sagt Dr. Michaela Eikermann, Leiterin des Bereichs „Evidenzbasierte Medizin“ des MDS. Dennoch wurde mehr als ein Viertel der Getesteten nicht darüber aufgeklärt, wie sich ein positiver Test auf die Immunität auswirkt. Mehr als ein Drittel wurde nicht über Unsicherheiten der Testergebnisse informiert. Nur gut die Hälfte der Befragten hatte vom Arzt erfahren, dass der Test mitunter falsch positiv ausfallen kann. So könnten sich viele der Getesteten nach dem Besuch in der Praxis sich in falscher Sicherheit wiegen und Abstands- und Hygieneregeln missachten, warnt der MDS.

Auch bei der Methode steht die Sicherheit nicht überall an erster Stelle. 60 Prozent der befragten Praxen, die einen Antikörpertest durchführen, setzen auf Labortests. Mehr als jede dritte bietet aber Schnelltests an, von denen sowohl das Robert-Koch-Institut als auch die Weltgesundheitsorganisation und die Fachgesellschaftder Hausärzte wegen der hohen Rate falscher Befunde abraten.

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