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22.07.2020 Hilfe für Anbieter von Alltagsunterstützung

News Pflege

Die Fragen und Antworten zu den Angeboten zur Unterstützung im Alltag nach § 150 Abs.5a SGB XI wurden aktualisiert. Hintergrund ist, dass Anbieter im Bereich der Alltagsunterstützung für durch die Corona-Pandemie entstandene Verluste entschädigt werden. Konkret erstattet die Pflegeversicherung den Anbietern Mindereinnahmen und außerordentliche Aufwendungen.

Frau legt ihre Hand auf die eines Senionren der seine Gehilfe hält Frau berührt Senionrenhand auf einer Gehilfe
istockphoto.com/Lighthaunter

Erstattung von maximal 125 Euro pro Pflegebedürftigem

Die Pflegeversicherung erstattet Mindereinnahmen von höchstens 125 Euro monatlich für jeden Pflegebedürftigen, der die Dienste des Angebotes nicht in Anspruch nimmt. Diese Regelung gilt im Zeitraum vom 1. März 2020 bis 30. September 2020 und steht im 150 Abs. 5a SGB XI.

Anspruch auf Erstattung haben Anbieter von nach Landesrecht anerkannten Angeboten zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI. Das bedeutet: Auch finanzielle Verluste infolge von SARS-CoV-2, die bereits im März entstanden sind, können nach Angaben des GKV-Spitzenverbands erstattet werden.

Auch höhere Ausgaben zählen

Nach Angaben des GKV-Spitzenverbands können nicht nur Mindereinnahmen, sondern auch höhere Ausgaben von Anbietern geltend gemacht werden. Dazu zählen Personalaufwendungen infolge der Corona-Pandemie sowie erhöhte Sachmittelaufwendungen.

Die Pflegekassen rechnen allerdings anderweitige Einnahmen, zum Beispiel durch Kurzarbeitergeld, Arbeitnehmerüberlassung oder nach dem Infektionsschutzgesetz, bei der Ermittlung der Höhe des Erstattungsbetrags an.

Hintergrund: Unterstützung für Pflegebedürftige

Die Angebote zur Unterstützung im Alltag lassen sich in drei Bereiche aufgliedern. Dazu zählen erstens Betreuungsangebote für Pflegebedürftige mit besonderen Betreuungsbedarf. Ein Beispiel dafür sind Betreuungsgruppen, insbesondere für demenziell erkrankte Menschen. Zweitens gehören dazu Angebote zur Entlastung im Alltag, etwa durch Hilfen im Haushalt. Drittens sind damit Angebote zur Entlastung von Pflegenden gemeint. Diese können zum Beispiel durch Pflegebegleiter erfolgen.

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