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22.10.2020 AOK-Navigator mit Qualitätsdaten zu Knieprothesenwechseln

News Krankenhaus

Die AOK hat ihr Informationsangebot zu klinikbezogenen Qualitätsdaten um Informationen zu Knieprothesenwechseln ergänzt.

Arzt mit Laptop (Symbolbild)
iStock.com/NanoStockk

Große Qualitätsunterschiede zwischen Kliniken beim Wechsel von Knieprothesen

Seit heute sind im Online-Portal der AOK zur Krankenhaussuche auch Daten zu Knieprothesenwechseln abrufbar. Sie basieren auf dem Verfahren zur „Qualitätssicherung mit Routinedaten“, das vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) seit 2002 stetig weiterentwickelt wird. Die Ergebnisse machen die Qualitätsunterschiede zwischen den 264 Kliniken in Deutschland transparent, die von 2014 bis 2018 Knieprothesenwechsel bei mehr als 16.000 AOK-Versicherten vorgenommen haben. Die neuen Informationen vervollständigen die Qualitätsdaten zur Erstimplantation von Knie- und Hüftgelenken und die seit 2019 verfügbaren Bewertungen zu Hüftprothesenwechseln.

Bei knapp acht Prozent der Patienten kommt es zu Komplikationen

Beim Knieprothesenwechsel zeigen sich – wie auch bei den anderen planbaren chirurgischen Eingriffen – deutliche Unterschiede in der Behandlungsqualität zwischen den einzelnen Krankenhäusern. Im Mittel kommt es bei knapp acht Prozent aller Patienten zu Komplikationen. Im Viertel der Kliniken, die am besten abschneiden, liegt die Gesamt-Komplikationsrate bei höchstens 5,1 Prozent. Im Viertel mit der schlechtesten gemessenen Behandlungsqualität ist die Komplikationsrate mit mindestens 10,8 Prozent dagegen mehr als doppelt so hoch. Komplikationen führen dazu, dass im Mittel 7,6 Prozent der Patienten innerhalb eines Jahres nach dem Prothesenwechsel erneut operiert werden müssen.

Im QSR-Verfahren wertet das WIdO Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten aus der stationären und aus der ambulanten Versorgung aus. Damit wird der gesamte Behandlungsverlauf über den ersten Klinik-Aufenthalt hinaus beurteilt. Komplikationen nach der OP oder Folgeereignisse wie ungeplante Revisions-OPs fließen in die Bewertung ein.

AOK-Navigator hilft bei Krankenhaussuche

Ärzte, die ihre Patienten bei der Wahl eines Krankenhauses für komplexe Eingriffe wie den Knieprothesenwechsel beraten, können die Daten aus dem QSR-Vergleich nutzen.

QSR-Daten zu Knieprothesenwechseln gibt es zu bundesweit 264 Kliniken, die innerhalb von fünf Jahren mindestens 30 AOK-Versicherte operiert haben. Insgesamt bieten aber rund 1.000 Krankenhäuser in Deutschland die OP an. Das WIdO weist darauf hin, dass Kliniken mit geringer Fallzahl im Mittel erhöhte Komplikationsraten haben. Die Nutzer des Navigators bekommen bei diesen Kliniken einen Hinweistext angezeigt, der darauf aufmerksam macht.

Statistisches Verfahren sorgt für fairen Klinikvergleich

Die Qualitätsindikatoren, die im QSR-Verfahren zum Einsatz kommen, werden vom WIdO gemeinsam mit Expertinnen und Experten der jeweiligen medizinischen Fachrichtungen entwickelt und laufend überprüft. Ein statistisches Verfahren, in dem Unterschiede bezüglich Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen der Patienten ausgeglichen werden, gewährleistet einen fairen Vergleich zwischen den einzelnen Kliniken.

QSR-Daten im AOK-Navigator

Die Ergebnisse der Auswertungen werden automatisch angezeigt, wenn ein Nutzer des AOK-Navigators nach Informationen zu einer der Behandlungen sucht, zu denen QSR-Daten vorliegen. Aktuell sind dies neben dem Knieprothesenwechsel folgende Behandlungen: Einsatz eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenkes bei Arthrose, Operation nach hüftgelenksnahen Oberschenkelbruch, Hüftprothesenwechsel, Gallenblasenentfernungen bei Gallensteinen, Blinddarmentfernungen, Leistenbruch OPs, Operationen bei gutartiger Prostatavergrößerung und zur Prostataentfernung bei Prostatakrebs sowie therapeutische Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt. Auch für diese Behandlungen sind die Bewertungen der Krankenhäuser jetzt aktualisiert worden.

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