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Heilmittel-Verordnung durch Zahnärzte

Zahnärzte dürfen unter anderem Logopädie oder Physiotherapie verordnen. Rechtsgrundlage dafür ist die Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte.

Ärztliche Verordnung (Symbolbild)
iStock.com/Makidotvn

Verordnung auf Basis der Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte

Zahnärzte dürfen Heilmittel im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung selbst verordnen. Dies gilt zum Beispiel für logopädische oder physiotherapeutische Behandlungen. Zahnärztliche Heilmittelverordnungen können notwendig sein, wenn es im Mund-, Kiefer- oder Gesichtsbereich zu Heilungs- oder Funktionsstörungen kommt.

Was genau Zahnärzte verordnen dürfen, regelt die Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte (HeilM-RL ZÄ). Sie ist die verbindliche Rechtsgrundlage für die Verordnung von Heilmitteln in der vertragszahnärztlichen Versorgung. Die Richtlinie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erarbeitet.

Welche Heilmittel dürfen Zahnärzte verordnen?

Als verordnungsfähige Heilmittel in der vertragszahnärztlichen Versorgung gelten bestimmte Maßnahmen der Physiotherapie und der physikalischen Therapie sowie einzelne Maßnahmen der Sprech- und Sprachtherapie.

Konkret bedeutet das: Zahnärzte können zum Beispiel Lymphdrainagen zur Ableitung gestauter Gewebeflüssigkeit, Physiotherapie bei Bewegungsstörungen, manuelle Therapie bei Gelenkblockaden und Sprech- oder Sprachtherapie bei Lautbildungsstörungen nach zahnmedizinischen Operationen verordnen.

Bei Bedarf können neben dem Mund- und Kieferbereich auch die anatomisch direkt angrenzenden oder funktionell unmittelbar mit der Kau- und Kiefermuskulatur in Zusammenhang stehenden Strukturen mitbehandelt werden.

Wann sind Verordnungen durch Zahnärzte nötig?

Grundsätzlich gilt: Verordnungen nach HeilM-RL ZÄ dürfen nur durch Vertragszahnärzte vorgenommen werden.

Zudem dürfen Heilmittel nur verordnet werden, wenn sie notwendig sind um

  • eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhindern oder Krankheitsbeschwerden zu lindern,
  • eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen,
  • einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken oder
  • Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu mindern.

Zum Aufbau der Heilmittel-Richtlinie für Zahnärzte

Die Heilmittel-Richtlinie für Zahnärzte gliedert sich in zwei Teile. In einem allgemeinen Bereich finden sich die grundlegenden Voraussetzungen zur Verordnung von Heilmitteln durch Vertragszahnärzte. Der zweite Teil enthält den Heilmittelkatalog Zahnärzte. Das heißt, darin werden einzelnen medizinischen Indikationen die jeweiligen verordnungsfähigen Heilmittel mit Therapieziel und der Verordnungsmenge im Regelfall zugeordnet.

  • Für die vertragszahnärztliche Heilmittelverordnung besteht keine Richtgrößenvereinbarung nach § 84 SGB V. Das heißt, sie sind nicht budgetiert. Allerdings muss sich der verordnende Zahnarzt der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Verordnung versichern.

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