Organspenden erreichen höchsten Stand seit 2012
DSO: 985 Menschen spendeten im Jahr 2025 nach ihrem Tod ein Organ oder mehrere.

Bedarf bleibt hoch
Die Zahl der Organspenden in Deutschland hat 2025 den höchsten Wert der vergangenen 13 Jahre erreicht. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte, spendeten im vergangenen Jahr 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe. Das sind 32 Spenderinnen und Spender mehr als 2024 und entspricht einer Steigerung um 3,4 Prozent. Bezogen auf die Bevölkerung erreichte die Spenderate den Wert von 11,8 pro eine Million Einwohner – ein Rekord seit 2012. Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Versorgungslage angespannt, betonte die DSO. Ende 2025 standen weiterhin 8.199 Menschen in Deutschland auf Wartelisten für ein Spenderorgan.
In den 43 deutschen Transplantationszentren wurden insgesamt 3.256 Organe aus Deutschland und dem Eurotransplant-Verbund transplantiert – ein Zuwachs von 8,1 Prozent im Vergleich zu 2024. Damit konnten bundesweit 3.150 schwer erkrankten Patientinnen und Patienten durch ein oder mehrere Organe weiterleben oder von einer deutlich verbesserten Lebensqualität profitieren. Über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant wurden im vergangenen Jahr insgesamt 3.020 Organe aus postmortalen Spenden nach festgelegten medizinischen Kriterien vermittelt und transplantiert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 5,8 Prozent (2024: 2.855). Den größten Anteil hatten Nierentransplantationen mit 1.495 Organen, gefolgt von 823 Lebern, 315 Herzen, 308 Lungen und 76 Bauchspeicheldrüsen sowie von drei Dünndärmen.