Mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen im Jahr 2024
Im Jahr 2024 ist die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen weiter gestiegen. Besonders stark wuchsen (teil-)stationäre Einrichtungen. In der Pflege nahm vor allem die Zahl der Pflegeassistenzkräfte zu, während auch das Arbeitsvolumen insgesamt leicht anstieg.

Destatis: Knapp 6,2 Millionen Menschen im Gesundheitssektor
Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen in Deutschland wächst. Zum Jahresende 2024 arbeiteten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 6,2 Millionen Menschen im Gesundheitswesen, 102.000 (1,7 Prozent) mehr als im Vorjahr.
Personalzuwachs in (teil-)stationären Einrichtungen
Die Zahl der Beschäftigten ist im Jahr 2024 in (teil-)stationären Einrichtungen deutlich gestiegen. Insgesamt kamen 64.000 Beschäftigte hinzu, was einem Plus von 3,0 Prozent entspricht. Damit wuchs der stationäre Bereich wesentlich stärker als der ambulante Sektor, der einen Zuwachs von 32.000 Personen (+1,3 Prozent) verzeichnete.
In allen Bereichen der (teil-)stationären Versorgung nahm die Beschäftigung zu:
- Krankenhäuser meldeten 38.000 zusätzliche Beschäftigte (+2,9 Prozent).
- In (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen stieg die Zahl um 21.000 Personen (+2,8 Prozent).
- Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen verzeichneten mit 5.000 zusätzlichen Beschäftigten den prozentual stärksten Anstieg (+4,2 Prozent).
Klarer Trend innerhalb der Pflege
Die Zahl der in der Pflege beschäftigten Personen in Krankenhäusern, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen stieg insgesamt um 49.000. Dabei nahm die Zahl der Pflegeassistenzpersonen deutlich stärker zu als die des examinierten Pflegefachpersonals. Während die Helfer um 5,2 Prozent wuchsen, lag der Zuwachs beim examinierten Personal bei 2,6 Prozent. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Trend fort, dass Pflegeeinrichtungen zunehmend auf Pflegeassistenz setzen.
Zuwachs in ambulanten Einrichtungen unterschiedlich
Auch im ambulanten Bereich wuchs die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2024, allerdings je nach Versorgungsbereich unterschiedlich stark. Besonders deutlich fiel der Zuwachs in der ambulanten Pflege aus: Hier kamen 11.000 Beschäftigte hinzu (+2,6 Prozent).
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Praxen sonstiger medizinischer Berufe, etwa in der Physio- und Ergotherapie. Dort stieg die Beschäftigtenzahl um 14.000 Personen (+2,4 Prozent). In Arztpraxen (+0,5 Prozent) und Zahnarztpraxen (+1,0 Prozent) fiel der Personalzuwachs vergleichsweise moderat aus.
Unverändert blieb die Beschäftigtenzahl in Apotheken mit rund 237.000 Mitarbeitenden sowie im Einzelhandel mit augenoptischen, medizinischen und orthopädischen Artikeln mit etwa 136.000 Beschäftigten.
Mehr Arbeitsstunden im Gesundheitswesen: Vollzeitäquivalente steigen
Ende 2024 entsprach die tatsächlich geleistete Arbeitszeit im Gesundheitswesen rechnerisch rund 4,4 Millionen Vollzeitstellen. Damit stieg die Zahl der sogenannten Vollzeitäquivalente im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent. In den Jahren zuvor fiel der Zuwachs unterschiedlich aus: 2021 lag er bei 1,9 Prozent, 2022 bei 0,4 Prozent und 2023 bei 0,5 Prozent.
- Statistisches Bundesamt (Destatis)Pressemeldung zu den Beschäftigte im Gesundheitswesen 2024