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Anhaltend hohe Kosten für Kreislauferkrankungen und psychische Störungen

Die Kosten für die Behandlung von Krankheiten haben laut Statistischem Bundesamt ein Volumen von 491,5 Milliarden Euro erreicht.

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Foto: Mann, der sich ans Herz greift
iStock/Eleganza

Massive Steigerung seit der Pandemie

Die Kosten für die Behandlung von Krankheiten haben 2023 ein Volumen von 491,5 Milliarden Euro erreicht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte, haben sich die entsprechenden Ausgaben pro Kopf seit 2020 um durchschnittlich 12,7 Prozent erhöht. Wie bereits in den vergangenen Jahren schlugen Kreislauferkrankungen und psychische sowie Verhaltensstörungen am stärksten zu Buche. Mehr als die Hälfte der Kosten verursachen Menschen ab 65 Jahren, dabei liegen die Ausgaben für Frauen deutlich über den Behandlungskosten für Männer. Für seine Analyse betrachtet Destatis Ausgaben, die unmittelbar mit einer medizinischen Heilbehandlung, Präventions-, Rehabilitations- oder Pflegemaßnahme verbunden sind.

Stabile Muster bei der Verteilung der Ausgaben

Hatten die Krankheitskosten im Jahr 2015 noch bei 337,1 Milliarden Euro gelegen, so betrugen sie im Jahr 2020 bereits 430,1 Milliarden Euro. Damit erhöhten sich die durchschnittlichen Pro-Kopf-Kosten 2023 im Vergleich zu 2015 um 1.760 Euro (42,4 Prozent) und zu 2020 um weitere 670 Euro (12,7 Prozent) – auf nun 5.900 Euro. Mehr als die Hälfte (56,1 Prozent) der Ausgaben entfielen auf fünf der 21 Krankheitskapitel: Den größten Anteil an den Gesamtausgaben hatten Erkrankungen des Kreislaufsystems, die mit 64,6 Milliarden Euro zirka 13,1 Prozent der Kosten verursachen. An zweiter Stelle stehen psychische und Verhaltensstörungen mit Behandlungskosten im Umfang von 63,3 Milliarden Euro oder 12,9 Prozent, gefolgt von Krankheiten des Verdauungssystems (50,6 Milliarden Euro oder 10,3 Prozent) und Muskel-Skelett-Erkrankungen (49,9 Milliarden Euro oder 10,1 Prozent). Neubildungen, zu denen die Krebserkrankungen zählen, verursachten 47,6 Milliarden Euro oder 9,7 Prozent der Krankheitskosten. Auch vor fünf Jahren haben diese fünf Krankheitsgruppen bereits 54,7 Prozent der den Gesamtkosten verursacht, 2015 waren es 55,7 Prozent.

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