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Berufsfeld: Heilmittel Ändern Gewähltes Berufsfeld: Heilmittel Berufsfeld ändern

Vertrag Podologie

Die Vertragspartner haben einen Vertrag nach § 125 SGB V über die Versorgung mit Podologie geschlossen. Dieser löst alle bisherigen Verträge auf Landesebene sowie die bundeseinheitlichen Höchstpreise ab.

Löst Höchstpreise ab

Seit dem 1. Januar 2021 gilt ein bundeseinheitlicher Vertrag über die Versorgung mit podologischen Leistungen und deren Vergütung. Dieser ersetzt alle bisherigen Verträge zwischen den Krankenkassen beziehungsweise den Verbänden der Krankenkassen und den jeweiligen Heilmittelverbänden auf Landesebene. Auch die seit Juli 2019 bestehenden Bundespreise werden durch die Preisvereinbarungen im neuen Vertrag abgelöst.

Anerkennung des Vertrages

Damit die Zulassung weitergilt, müssen alle bereits zugelassenen Podologen den neuen bundeseinheitlichen Vertrag innerhalb von sechs Monaten, spätestens bis zum 30. Juni 2021, schriftlich anerkennen. Dazu kann die Anerkenntniserklärung (siehe Anlage 6) genutzt werden.

Weiterführende Information

Inhalt des Vertrages

Die Grundlagen des neuen Vertrages sowie die Vertragspartnerstruktur sind gesetzlich festgelegt (§ 125 SGB V). Darüber hinaus sind insbesondere die Heilmittel-Richtlinien, das Verordnungsmuster (Muster 13) sowie die Berufsausbildungsgesetze zu berücksichtigen.

Der Vertrag enthält zum Beispiel folgende Inhalte:

  • Leistungsbeschreibung inklusive der Regelleistungszeiten,
  • Preise (Preisvereinbarungen),
  • erforderliche Angaben auf der Verordnung,
  • Abrechnungsregelungen,
  • Zulassungsvoraussetzungen für die Leistungserbringer,
  • Fortbildungsverpflichtungen,
  • Anerkenntniserklärung

Neuaufteilung der Leistung, Vergütung und Abrechnung

Mit dem neuen Vertrag gibt es nur noch zwei Leistungspositionen:

  • Podologische Behandlung (klein) (HPNR: 78010) und
  • Podologische Behandlung (groß) (HPNR: 78020).

Übersicht zur vereinbarten Heilmittelvergütung:

Die Vergütungsvereinbarung gilt für alle abgegebenen Leitungen ab dem 1. Januar 2021.

HPNR Leistung Vergütung in Euro davon Zuzahlung in Euro (nachrichtlich)
78010 Podologische Behandlung (klein) 27,80 2,78
78020 Podologische Behandlung (groß) 40,00 4,00
78030 Podologische Befundung 2,00 0,20
79933 Hausbesuch, ärztlich verordnet, inkl. Wegegeld 16,00 1,60
79934 Hausbesuch in soz. Einrichtung inkl. Wegegeld 9,00 0,90

Für die ärztlich verordnete „Nagelbearbeitung“ und „Hornhautabtragung“ kann nur die Heilmittelposition „Podologische Behandlung (klein)“ abgerechnet werden. Verordnet der Arzt „Podologische Komplexbehandlung“, ist bei einer Leistung bis 20 Minuten die „Podologische Behandlung (klein)“ abzurechnen. Ab der 21. Minute kann der Leistungserbringer die „Podologische Behandlung (groß)“ abrechnen.

Die Abrechnung der Befundposition (HPNR: 78030) ist zusätzlich zu jeder Behandlungseinheit möglich. Eine Dokumentation auf der Verordnung ist nicht notwendig.

Einige ausgewählte Regelungen im Überblick

Vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 gelten für die Abrechnung von Heilmitteln zwei Versionen der Technische Anlage (TA). Die zu verwendende technische Anlage richtet sich nach dem Ausstellungsdatum der Verordnung.

Weitere Abrechnungsinformationen für Podologen

Mit dem neuen bundesweit gültigen Vertrag ab 1. Januar 2021 gelten auch neue LEGS. Relevant für die Abrechnung einer Leistung ist der Behandlungstag.

Weitere Erklärungen und Beispiel für die Verwendung der neuen LEGS

Nach drei erbrachten Einheiten kann eine Zwischenabrechnung mit Einreichung der Originalverordnung erfolgen. Die Abrechnung der übrigen Behandlungseinheiten kann später mit einer Kopie der Originalverordnung erfolgen. Grundsätzlich kann der Leistungserbringer innerhalb von neun Monaten bei der Krankenkasse abrechnen. Diese hat ein Zahlungsziel von 21 Tagen. Beanstandungen können seitens der Krankenkasse neun Monate lang geltend gemacht werden.

Neu ist auch, dass die Krankenkassen bei fehlenden oder falschen Angaben auf der Verordnung, die im Rahmen der Abrechnung auffallen, (Anlage 3 des Vertrages) nachträgliche Korrekturen durch den Leistungserbringer ermöglichen. In diesen Fällen setzt die Krankenkasse die Verordnung ab und sendet eine Kopie der Originalverordnung an den Leistungserbringer zurück. Reicht dieser die korrigierte Verordnung zur Abrechnung zurück, so entsteht eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 40 Euro.

Ab sofort kann jede erbrachte Leistung einem Leistungserbringer zugeordnet werden. Dazu muss der zugelassene Leistungserbringer seine Angestellten und deren Qualifikation bei der zulassenden Stelle benennen und jeden Mitarbeiter ein Initial geben. Diese muss aus mindestens zwei Buchstaben bestehen. Dieses Initial gibt der Leistungserbringers bei der Quittierung der Leistungsabgabe auf der Rückseite der Verordnung an.

 

Wird über einen längeren Zeitraum keine fachliche Leitung mehr benannt, kann dies zu einer Vertragsstrafe führen, aber nicht mehr zu einem Entzug der Zulassung.Voraussetzung für die Abgabe der Leistung ist die Benennung eines fachlichen Leiters gegenüber der Arbeitsgemeinschaft. Bei Abwesenheit ist eine Vertretungszeit für längstens sechs Monate möglich. Fehlt ein fachlicher Leiter, kann dies zu einer Vertragsstrafe führen.

FAQ-Katalog

Der GKV-Spitzenverband gibt Antworten in einem übergreifenden Fragen-Antwort-Katalog auf häufig gestellte Fragen für den gesamten Heilmittelbereich sowie auch spezielle für den Bereich Podologie zum Übergang von Verordnungsmuster 13/14/18 auf das neue Muster 13.

Ehemaliger Rahmenvertrag Podologie

Der AOK-Bundesverband hatte mit dem Verband Deutscher Podologen (VDP) sowie dem Zentralverband der Podologen und Fußpfleger Deutschlands (ZFD) einen Rahmenvertrag geschlossen. Dieser wurde vom bundesweit einheitlichen Vertrag Podologie abgelöst.

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