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Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der Somatik

Für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) können die Vertragsparteien auf Landesebene eine gesonderte, zeitlich befristete Vergütung vereinbaren. Krankenhäuser müssen die NUB jährlich bis zum 31. Oktober beantragen.

NUB mit Status 1 in 2021

Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hat die Liste der Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der Somatik (NUB) veröffentlicht, die im Jahr 2021 mit Status 1 bewertet waren. Das Dokument führt damit sämtliche Leistungen auf, für die die Krankenhäuser im Jahr 2022 keine Anfrage mehr stellen müssen. Die Gültigkeit der für NUB vereinbarten Entgelte des Jahres 2021 läuft zum Jahresende aus. Die entsprechenden Methoden sind im aDRG-Entgeltsystem für das Jahr 2022 abgebildet. Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden werden im Rahmen der Weiterentwicklung des Entgeltkataloges entweder im Entgeltsystem abgebildet oder sie müssen neu beantragt werden.

Weiterführende Informationen

NUB-Anfragen für das Jahr 2022

Von den insgesamt 868 angefragten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden erfüllen 251 die Kriterien der NUB-Vereinbarung (Status 1). Weitere 14 (Staus 11) erhalten den Status 1, sowie die hierbei verwendeten Medikamente ihre Zulassung erhalten. Für diese Verfahren – überwiegend Medikamente zur Therapie von Krebs und eines zur Behandlung der Covid-19-Infektion – können die Kliniken im laufenden Jahr auf Landesebene individuelle Entgelte vereinbaren. 538 Methoden hielten der Zulassungsprüfung durch das InEK nicht stand, weil sie die Kriterien der Vereinbarung nicht erfüllen (Status 2). 32 Verfahren erhielten einen differenzierten Status (1 oder 2 mit Anmerkung). Die unzureichende Darstellung des Verfahrens führte bei 21 Leistungen zur Vergabe des Status 4; diese Anträge werden nicht weiter bearbeitet. Mit Status 41 hat das InEK die Leistungen und Methoden gekennzeichnet, die mit der Zulassung des verwendeten Arzneimittels ebenfalls den Status 4 erhalten. Dies gilt für zwei Krebsmedikamente und eines zur Behandlung der amyotrophen Lateralsklerose (ALS), einer unheilbaren degenerativen Erkrankung des Nervensystems. In begründeten Ausnahmen können Krankenhäuser für diese Leistungen dennoch individuelle Entgelte vereinbaren, sofern die Klinik für das Jahr 2022 noch kein Budget vereinbart hat. Bei neun Verfahren haben die Selbstverwaltungspartner die Bewertung bis zur abschließenden Entscheidung ausgesetzt. Alle Anfragen wurden fristgerecht bewertet, der Status 3 wurde also nicht vergeben. Insgesamt gingen für das laufende Jahr 84.041 NUB-Anträge beim InEK ein. Die Liste wurde Ende Januar veröffentlicht.

NUB-ATMP-Verfahren

Aufgrund der dynamischen Entwicklung im Bereich der Arzneimittel für neuartige Therapien im Sinne von Paragraf 4 Abs. 9 AMG haben die Kliniken in diesem Jahr eine zweite Gelegenheit erhalten, zusätzliche Entgelte zu beantragen – beispielsweise für Therapien, die den Einsatz bestimmter Gentherapeutika vorsehen. Die Ergebnisse des sogenannten NUB-ATMP-Verfahrens hat das InEK am 28. Juni 2022 veröffentlicht.

Näheres zum Verfahren

Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) finden Eingang in das DRG-System über die Änderungen der Klassifikation. Da NUB mit Fallpauschalen und Zusatzentgelten noch nicht angemessen abgebildet werden können, hat der Gesetzgeber den Vertragsparteien auf Landesebene die Möglichkeit gegeben, eine gesonderte, zeitlich befristete Vergütung von NUB zu vereinbaren. Diese vereinbarten Entgelte besitzen eine Gültigkeitsdauer von einem Jahr und gelten nur für das beantragende Krankenhaus. Krankenhäuser müssen die NUB jährlich bis zum 31. Oktober beantragen.

Das InEK prüft anschließend, ob die in den Anträgen ausgewiesenen Leistungen sachgerecht abgerechnet werden können. Nach der Prüfung vergibt das InEK folgende Status:

  1. Angefragte Methoden/Leistungen erfüllen die Kriterien der NUB-Vereinbarung der Vertragsparteien.
  2. Angefragte Methoden/Leistungen erfüllen nicht die Kriterien der NUB-Vereinbarung der Vertragsparteien.
  3. Angefragte Methoden/Leistungen konnten innerhalb der festgesetzten Frist nicht vollständig bearbeitet werden. Daher liegen für sie keine Informationen nach § 6 Absatz 2 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) vor.
  4. Die mit der Anfrage gemäß § 6 Absatz 2 KHEntgG übermittelten Informationen haben die Kriterien der NUB-Vereinbarung zur Bewertung der angefragten Methode/Leistung im Sinne des Verfahrens nicht ausreichend dargestellt.

Das InEK übermittelt die Ergebnisse der NUB-Prüfung bis zum 31. Januar eines jeden Jahres an die anfragenden Krankenhäuser.

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