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Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der Somatik

Für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) können die Vertragsparteien auf Landesebene eine gesonderte, zeitlich befristete Vergütung vereinbaren. Krankenhäuser müssen die NUB jährlich bis zum 31. Oktober beantragen.

NUB im aktuellen DRG-Katalog

Die Gültigkeit der für 2019 vereinbarten Entgelte zu neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) läuft zum Jahresende aus. Alle für das Jahr 2019 mit Status 1 versehenen NUBs sind entweder im neuen Fallpauschalenkatalog für 2020 abgebildet oder müssen im nächsten Jahr wieder beantragt werden. Im folgenden Dokument sind alle Leistungen aufgeführt, für die die Kliniken im Jahr 2020 keine Anfrage stellen müssen.

NUB-Anfragen für das Jahr 2020

Von den insgesamt 778 angefragten Untersuchungs- beziehungsweise Behandlungsmethoden erfüllen 201 die Kriterien der NUB-Vereinbarung (Status 1). Für diese Verfahren können die Kliniken im laufenden Jahr auf Landesebene krankenhausindividuelle Entgelte vereinbaren. 517 Methoden beziehungsweise Leistungen hielten der Zulassungsprüfung durch das InEK nicht stand, weil sie die Kriterien der Vereinbarung nicht erfüllen (Status 2). 33 Verfahren erhielten einen differenzierten Status (1 oder 2 mit Anmerkung). Die unzureichende Darstellung des Verfahrens führte bei 19 Leistungen beziehungsweise Methoden zur Vergabe des Status 4; diese Anträge werden nicht weiter bearbeitet. Bei 8 Verfahren haben die Selbstverwaltungspartner die Bewertung bis zur abschließenden Entscheidung ausgesetzt. Alle Anfragen wurden fristgerecht bewertet, der Status 3 wurde also nicht vergeben. Insgesamt gingen für das laufende Jahr 60.970 NUB-Anträge beim InEK ein. Die Liste wurde Ende Januar veröffentlicht.

Näheres zum Verfahren

Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) finden Eingang in das DRG-System über die Änderungen der Klassifikation. Da NUB mit Fallpauschalen und Zusatzentgelten noch nicht angemessen abgebildet werden können, hat der Gesetzgeber den Vertragsparteien auf Landesebene die Möglichkeit gegeben, eine gesonderte, zeitlich befristete Vergütung von NUB zu vereinbaren. Diese vereinbarten Entgelte besitzen eine Gültigkeitsdauer von einem Jahr und gelten nur für das beantragende Krankenhaus. Krankenhäuser müssen die NUB jährlich bis zum 31. Oktober beantragen.

Das InEK prüft anschließend, ob die in den Anträgen ausgewiesenen Leistungen sachgerecht abgerechnet werden können. Nach der Prüfung vergibt das InEK folgende Status:

  1. Angefragte Methoden/Leistungen erfüllen die Kriterien der NUB-Vereinbarung der Vertragsparteien.
  2. Angefragte Methoden/Leistungen erfüllen nicht die Kriterien der NUB-Vereinbarung der Vertragsparteien.
  3. Angefragte Methoden/Leistungen konnten innerhalb der festgesetzten Frist nicht vollständig bearbeitet werden. Daher liegen für sie keine Informationen nach § 6 Absatz 2 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) vor.
  4. Die mit der Anfrage gemäß § 6 Absatz 2 KHEntgG übermittelten Informationen haben die Kriterien der NUB-Vereinbarung zur Bewertung der angefragten Methode/Leistung im Sinne des Verfahrens nicht ausreichend dargestellt.

Das InEK übermittelt die Ergebnisse der NUB-Prüfung bis zum 31. Januar eines jeden Jahres an die anfragenden Krankenhäuser.

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