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09.12.2021 EPRD: Infektionen sind der häufigste Grund für Hüftprothesenwechsel

News Krankenhaus

Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) hat seinen seinen aktuellen Jahresbericht veröffentlicht.

iStockfoto/ipopba

Jahresbericht 2021

Infektionen sind bei Hüftprothesen die häufigste Ursache einer Wechsel-OP: Bei etwa 15 Prozent aller Hüftprothesenwechsel geben sie den Anlass. Diese Zahl veröffentlichte das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) mit seinem aktuellen Jahresbericht. Im Rahmen der ersten Analysen von Infektionen im Bereich von Prothesen habe das Register versorgungspolitisch bedeutsame Erkenntnisse zutage gefördert, teilte das EPRD mit. So spielen Infektionen innerhalb der ersten beiden Jahre nach dem Einsetzen des künstlichen Gelenks eine noch größere Rolle. In diesem Zeitraum sind sie sogar für jede zweite Wechsel-OP verantwortlich. Die Daten zeigen auch, dass der Eingriff bei übergewichtigen Personen ein besonders hohes Risiko mit sich bringt. Nach einer elektiven Hüft-Totalendoprohese (Hüft-TEP) mit zementfreiem Schaft traten bei adipösen Patienten (BMI von 35 bis 40) mehr als doppelt so viele Infektionen auf wie bei normal- und mäßig übergewichtigen (BMI unter 30).

Insgesamt haben die Kliniken im vergangenen Jahr 147.739 Erstimplantationen einer Hüftprothese gemeldet. Der weit überwiegende Teil der Patienten (88 Prozent der Fälle) erhielt eine Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP). Insgesamt werden mittlerweile 78 Prozent der Hüft-TEP ohne Zement verankert. Der Trend zur Zementierung ist rückläufig: Während 2014 noch bei rund acht Prozent der Eingriffe sowohl der Hüftschaft als auch die -pfanne zementiert implantiert wurden, waren es 2020 nur noch vier Prozent.

Neun Prozent weniger Implantationen

Trotz des pandemiebedingten Rückgangs der Operationszahlen seien die Daten uneingeschränkt aussagekräftig, so das EPRD. 2020 erfasste das Register mehr als 290.000 endoprothetische Eingriffe an Hüfte und Knie; 2019 waren es noch 318.000 (minus neun Prozent). Seit seiner Gründung 2010 hat das EPRD 1,9 Millionen Dokumentationen verarbeitet. Für seine Analysen verknüpft das Register Routinedaten mit neuen Informationen über die Implantation künstlicher Hüft- und Kniegelenke. So soll die Initiative die Qualität der Produkte und der Versorgung beurteilen und dazu beitragen, die relativ hohe Zahl an Wechsel-Operationen zu senken.

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