Fachportal für Leistungserbringer
Alle Berufsfelder
Angebote anzeigen für: Fachportal für Leistungserbringer
Warum wird diese Angabe benötigt?

Die AOK-Gemeinschaft gliedert sich in elf eigenständig agierende AOKs, welche regionale Angebote und Inhalte für Sie bereithalten.

Damit Sie zutreffende regionale Informationen erhalten, müssen Sie eine AOK/Region auswählen.

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig! Ihre Regionalisierungsdaten werden ausschließlich lokal innerhalb Ihres Browsers als Cookie gespeichert, eine Speicherung oder Verarbeitung dieser Daten durch die AOK erfolgt zu keinem Zeitpunkt.

Berufsfeld: Krankenhaus Ändern Gewähltes Berufsfeld: Krankenhaus Berufsfeld ändern

19.08.2021 TAVI: Bessere Prognose bei höheren Fallzahlen

News Krankenhaus

Bei TAVI-Patienten in Kliniken mit höheren Fallzahlen kommt es seltener zu Komplikationen und sie haben größere Überlebenschancen.

Menge bedingt Qualität

Hohe Fallzahlen wirken sich auch bei der kathetergestützten Aortenklappen-Implantation (Transcatheter Aortic Valve Implantation – TAVI) positiv auf die Ergebnisse aus. Das berichtet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem aktuellen „Rapid Report“. Demnach kommt es bei TAVI-Patienten in Krankenhäusern mit höheren Fallzahlen seltener zu Komplikationen und sie haben größere Überlebenschancen. Bisher gilt für die Krankenhäuser in Deutschland keine verbindliche Mindestmenge für den Eingriff. Lediglich für eine Zertifizierung durch Fachgesellschaften müssen Krankenhäuser und Ärzte bestimmte Fallzahlen vorweisen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte das IQWiG im Oktober 2020 beauftragt, den Zusammenhang zwischen der Leistungsmenge und der Ergebnisqualität bei der TAVI in einem beschleunigten Verfahren, dem „Rapid Report“, zu bewerten. Eine Fallzahlvorgabe des G-BA wäre künftig Voraussetzung dafür, dass eine Klinik den Eingriff durchführen darf.

Die Analyse von acht retrospektive Beobachtungsstudien zeigte einen Zusammenhang zwischen Fallzahlen und Ergebnisqualität für die Parameter „Gesamtmortalität“ und „Versterben im Krankenhaus“, „Blutungen“, „postoperative Beatmung über mehr als 48 Stunden“ und „Wiederaufnahme in ein Krankenhaus“, ebenso wie beim „Abbruch der TAVI“ beziehungsweise dem „Wechsel zur offen-chirurgischen Intervention“. Auf der Ebene der behandelnden Ärzte zeigte sich der Zusammenhang nur in Bezug auf die Krankenhaussterblichkeit. Hinweise auf die Effekte bereits etablierter Mindestmengen konnte das IQWiG in den Studien nicht finden.

Fachgesellschaften fordern 50 Eingriffe pro Jahr

Die einschlägigen Fachgesellschaften fordern für ihre Zertifizierungen mindestens 50 Implantationen pro Jahr. Kardiologen, die die Implantation durchführen, müssen dafür jährlich mindesten 25 TAVI vorweisen. Seit 2007 ist die Zahl der in Deutschland durchgeführten TAVI deutlich gestiegen, gleichzeitig nahm die Anzahl der offenen Operationen zum Ersatz der Aortenklappe ab. Im Jahr 2021 wurden in Deutschland mehr als 21.000 Aortenklappen interventionell und mehr als 8.400 offen-chirurgisch ersetzt. Indikation für eine TAVI ist in der Regel eine massive Verengung der Herzklappe (Aortenklappenstenose), vor allem bei älteren Patienten, für die ein offen-chirurgischer Klappenersatz riskant wäre.

Hintergrund der Prüfung ist, dass der G-BA vom Gesetzgeber beauftragt ist, planbare stationäre Leistungen mit Mindestmengen zu belegen, wenn es einen Zusammenhang zwischen Häufigkeit der Behandlung und Qualität der Versorgung gibt. In sieben Bereichen hat der G-BA bereits Mindestmengen festgelegt.

Kontakt zur AOK

Ansprechpartner finden

Finden Sie schnell und einfach Ihren Ansprechpartner passend zum Thema.

Zur Ansprechpartnersuche

Kontakt aufnehmen

Sie haben Fragen und Hinweise? Die Experten der AOK helfen Ihnen gern weiter.

Zu den Kontaktangeboten