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19.10.2021 Behandlungsfehlerstatistik 2020: Fehlerquote gleichbleibend

News Reha & Vorsorge

Die Medizinischen Dienste (MD) haben im vergangenen Jahr 14.042 Fälle mit dem Verdacht auf einen Behandlungsfehler begutachtet.

© iStockfoto/Morsa Images

Jeder vierte geprüfte Verdacht bestätigt

Die Medizinischen Dienste (MD) haben im vergangenen Jahr 14.042 neue Fälle mit dem Verdacht auf einen Behandlungsfehler begutachtet. In 4.099 Fällen stellten die Gutachter einen Fehler fest, davon waren 3.550 mit einem Schaden verbunden. In 2.862 Fällen ergab die gutachterliche Bewertung, dass der Fehler auch Ursache eines Schadens war, den der Versicherte erlitten hat. Etwa jeder vierte geprüfte Verdacht auf einen Behandlungs- oder Pflegefehler wurde gutachterlich bestätigt. Diese Zahlen hat der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) veröffentlicht. Damit liegt der Umfang ärztlicher Gutachten zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern etwa auf dem Niveau des vergangenen Jahres (14.553).

Schäden durch operative Eingriffe sind offensichtlicher

Zwei Drittel aller Gutachten befassen sich mit Behandlungsabläufen im stationären Bereich (9.292). Knapp 31 Prozent aller Vorwürfe betrafen die Orthopädie und Unfallchirurgie etwa zwölf Prozent betrafen die Innere und Allgemeinmedizin. Daraus seien jedoch keine Rückschlüsse auf die Patientensicherheit in diesen Bereichen zu ziehen, betonte der MD. Die Zahl der Vorwürfe reflektiere vor allem das Erleben der Behandlung, für Patienten seien Fehler bei chirurgischen Eingriffen leichter erkennbar als beispielsweise Medikationsfehler auf einer Intensivstation. Deutlich seltener werden ambulante Behandlungen durch die Patienten hinterfragt; auf Arztpraxen entfielen 4.723 Gutachten. In Bezug auf die gutachterlich bestätigte Fehlerquote unterscheiden sich die Sektoren kaum.

Appell für mehr Patientensicherheit

Nach Einschätzung des MDS zeigen die Zahlen nur einen Ausschnitt der Probleme.  Die World Health Organization (WHO) hat ihre Mitgliedsstaaten aufgefordert, sich stärker gegen sogenannte Never-Events zu engagieren, also mehr gegen Ereignisse wie Patienten- und Seitenverwechslungen, Medikationsfehler oder nach Operationen im Körper der Patienten zurückgelassene Gegenstände zu tun. Im September erklärte sie die Patientensicherheit zum prioritären Gesundheitsziel.

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