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21.10.2021 Krebsfrüherkennung: Männer sorgen seltener vor

News Pflege

Ein relevanter Teil der Menschen nimmt die vorgesehenen Untersuchungen zur Krebs-Früherkennung nicht wahr.

Patient mittleren Alters und Ärztin im Gespräch (Symbolbild)
© iStock.com/lechatnoir

Nur jeder Zweite nutzt Darmkrebs-Vorsorge

Ein relevanter Teil der Menschen nimmt die vorgesehenen Untersuchungen zur Krebs-Früherkennung  nicht wahr. So ging nur jeder zweite der heute 66-jährigen Männer in den vergangenen zehn Jahren zur Darmkrebs-Früherkennung. Das geht aus einem Bericht zur Entwicklung der Krebsvorsorge in den Jahren 2009 bis 2020 auf Basis der Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten hervor, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) jetzt veröffentlicht hat. Die Prostatakrebs-Vorsorge nutzte in der anspruchsberechtigten Altersgruppe (54 bis 70 Jahre) nur jeder dritte innerhalb von zehn Jahren mindestens dreimal. Im „Pandemie-Jahr“ 2020 gingen die teilweise niedrigen Teilnahmequoten sogar noch weiter zurück. Die Folge könnte ein wachsender Anteil schwerer Krankheitsverläufe sein, fürchtet das WIdO. Die Langzeit-Auswertung zeigt auch, dass sich Frauen durchweg stärker für ihre Gesundheit engagieren. Bei Gebärmutterhalskrebs und dem Mammografie-Screening glänzten weibliche Versicherte in den entsprechenden Altersgruppen mit hohen Teilnahmequoten von über 75 Prozent. Und auch beim Hautkrebs-Screening, das im untersuchten Zeitraum nur 13 Prozent der Männer zwischen 45 und 70 Jahren mindestens vier Mal in Anspruch nahmen, waren Frauen mit 16 Prozent besser vertreten.

Weniger Untersuchungen in der Pandemie

Beim Hautkrebs-Screening gingen die Untersuchungen zur Früherkennung im Pandemie-Jahr 2020 besonders stark zurück, nämlich um 19,8 Prozent gegenüber 2019. Mammografie-Screening und Prostatakrebs-Früherkennung verbuchten ein Minus von je 8,1 Prozent; bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs waren es minus 5,5 Prozent. Lediglich bei den Koloskopien zur Früherkennung von Darmkrebs war trotz Rückgängen in der ersten Pandemiewelle übers Jahr in der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sogar ein leichter Anstieg um 2,1 Prozent festzustellen. Wenn man die therapeutischen Koloskopien in die Betrachtung einbezieht, gab es bei den Darmspiegelungen im Jahr 2020 allerdings einen Rückgang um 6,5 Prozent gegenüber 2019.

Gesundheitliche Folgen bleiben abzuwarten

Die reduzierte Diagnostik und gesunkene Fallzahlen bei den Krebsoperationen im Krankenhaus lassen gesundheitliche Folgen befürchten. So zeigen AOK-Abrechnungsdaten im gesamten Pandemie-Zeitraum von März 2020 bis Juli 2021 einen Rückgang der Anzahl Darmkrebs-Operationen um 13 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2019. Die Zahl der Brustkrebs-OPs ging um vier Prozent zurück. Dies könne sich laut WIdO mittelfristig in einem größeren Anteil höherer Schweregrade bei den Erkrankungen auswirken und zu einer höheren Sterblichkeit führen.

AOK startet Kampagne

Mit der Kampagne „Deutschland, wir müssen über Gesundheit“ will die AOK das Thema Krebs-Früherkennung noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und die Menschen motivieren, die gesetzlich vorgesehenen Untersuchungen wahrzunehmen. Die Kampagne umfasst unter anderem TV-Spots und Anzeigen zum Thema Früherkennung. "Mit diesen Kommunikationsmaßnahmen wollen wir gerade jetzt, in der nach wie vor andauernden Pandemie, einen Anstoß geben, einen Termin bei seinem Arzt oder bei der Ärztin zu vereinbaren und gegebenenfalls versäumte Untersuchungen nachzuholen", erklärt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.

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