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02.03.2022 Erste Ergebnisse zum digitalen Reifegrad der Krankenhäuser

News Krankenhaus

Das durchschnittliche Ergebnis des sogenannten DigitalRadar Score der Kliniken liegt bei 33,25 von 100 Punkten.

Foto: Virtuelles Interface
iStock/ipopba

Große Unterschiede

Das Konsortium DigitalRadar, das für die Vergabe der Mittel aus dem Krankenhauszukunftsfonds den digitalen Reifegrad der Kliniken misst, hat Mitte Februar erste Ergebnisse veröffentlicht. Demnach liegt das durchschnittliche Ergebnis des sogenannten DigitalRadar Score der deutschen Krankenhäuser bei 33,25 von maximal 100 Punkten. Nach Angaben des Projektträgers streuen die Ergebnisse breit (Standardabweichung 10,18) und unterscheiden sich je nach Trägerschaft und Größe der Häuser. So lag der niedrigste Wert bei 3,27, der höchste bei 63,87 Punkten. Die erste Evaluation habe deutlich gemacht, dass es vor allem in den Dimensionen klinische Prozesse, Informationsaustausch, Telehealth und Patientenpartizipation Entwicklungsbedarf gibt. Auch die Weitergabe strukturierter Daten im Krankenhausbereich sowie die Interoperabilität zwischen den vorherrschenden Softwarelösungen sei ausbaufähig, so das Konsortium.

Die Auswertung basiert auf der Selbsteinschätzung der Kliniken zur Digitalisierung ihrer klinischen Prozesse, etwa der Möglichkeiten zum Informationsaustausch oder zur Patientenpartizipation. Zwischen Oktober und Dezember 2021 hatten 1.616 Krankenhäuser und damit 91 Prozent aller Plankrankenhäuser an der Online-Erhebung teilgenommen. Die Messung des digitalen Reifegrades erfolgt im Zusammenhang mit der Umsetzung des Krankenhauszukunftsgesetzes.

Ergebnisse auf EMRAM übertragbar

Das DigitalRadar-Modell bietet eine Einschätzung der digitalen Reife der Häuser im Bundesgebiet – es enthält außerdem eine Einschätzung dazu, wie die Häuser nach dem international verbreiteten EMRAM-Modell (Electronic Medical Record Adoption Model) zur Messung des Digitalisierungsgrades abschneiden würden. Die prognostizierten EMRAM-Indikatoren zeigen, dass knapp ein Drittel der deutschen Krankenhäuser Kernforderungen des EMRAM-Modells erfüllt: 27 Prozent der Häuser (441) würden vermutlich der Zertifizierungsstufe 1 genügen, weitere drei Prozent (44) der Stufe 2; ein Prozent (14) erfüllt die Kriterien der Stufe 3. Nur drei beziehungsweise vier Kliniken hätten derzeit eine günstige Prognose für die EMRAM-Zertifizierungsstufen 4 und 5. Die Mehrheit der Krankenhäuser - 69 Prozent oder 1.110 Kliniken - erfüllen die Voraussetzungen einer Zertifizierung nicht (Stufe 0). Ihre Fortschritte können die Kliniken nun mithilfe eines Dashboards verfolgen: Jedes Krankenhaus wird auf diesem Weg über das EMRAM-Level informiert, das es bei einer Zertifizierung durch die Healthcare Information and Management Systems Society (HIMSS) wahrscheinlich erhalten würde.

Zur Förderung der Digitalisierung in Krankenhäusern hat die Bundesregierung 2020 ein umfangreiches Förderprogramm aufgelegt: Das Krankenhauszukunftsgesetz mobilisiert insgesamt 4,3 Milliarden Euro, um die Nutzung digitaler Technologien und die Vernetzung der Kliniken vorantreiben. Detaillierte Ergebnisseaus der ersten Datenerhebung sollen Mitte 2022 veröffentlicht werden.

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