Fachportal für Leistungserbringer
Warum wird diese Angabe benötigt?

Die AOK-Gemeinschaft gliedert sich in elf eigenständig agierende AOKs, welche regionale Angebote und Inhalte für Sie bereithalten.

Damit Sie zutreffende regionale Informationen erhalten, müssen Sie eine AOK/Region auswählen.

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig! Ihre Regionalisierungsdaten werden ausschließlich lokal innerhalb Ihres Browsers als Cookie gespeichert, eine Speicherung oder Verarbeitung dieser Daten durch die AOK erfolgt zu keinem Zeitpunkt.

Leichte Sprache Gebärdensprache
Alle Berufsfelder
Kontakt zur AOK

Bitte wählen Sie Ihre AOK oder Region aus, um passende Informationen zu erhalten.

AOK/Region wählen
Berufsfeld: Krankenbeförderung Ändern Gewähltes Berufsfeld: Krankenbeförderung Zurück zur Übersicht

18.03.2022 Verordnung von Krankenfahrten

News Krankenbeförderung

Patienten müssen mitunter zu notwendigen Behandlungen befördert werden. Was ist zu beachten? Das Magazin "info praxisteam" hat die wichtigsten Punkte des Genehmigungsverfahrens zusammengestellt.

Reihe wartender Taxis
iStock/DaLiu

Krankentransport: genehmigungsfreie Fahrten

Fahrten zu einer ambulanten Behandlung dürfen die Krankenkassen nur in besonderen Ausnahmefällen übernehmen, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in der sogenannten Krankentransport-Richtlinie festgelegt hat. Die Verordnung einer solchen Krankenbeförderung ist seit Juli 2020 neu geregelt.

Hintergrund ist das vereinfachte Genehmigungsverfahren für bestimmte Patientengruppen: Patientinnen und Patienten mit Pflegegrad 3 und dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung, Pflegegrad 4 oder 5 brauchen die ärztlich verordnete Krankenfahrt mit Taxi oder Mietwagen zur ambulanten Behandlung nicht mehr ihrer Krankenkasse zur Genehmigung vorlegen. Diese Erleichterung gilt auch bei Verordnungen für Schwerbehinderte mit den Merkzeichen „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung), „Bl“ (blind) oder „H“ (hilflos). Auf dem Formular stehen solche Fahrten nun unter „genehmigungsfreie Fahrten“.

Wann ist die Krankenbeförderung genehmigungspflichtig?

Zu den weiterhin genehmigungspflichtigen Transporten gehören Fahrten zu ambulanten Behandlungen „mit einem vorgegebenen Therapieschema, welches mit einer hohen Behandlungsfrequenz über einen längeren Zeitraum verbunden ist“.

Diese Voraussetzungen erfüllen zum Beispiel Fahrten zur onkologischen Strahlen- und Chemotherapie sowie zur ambulanten Dialysebehandlung. Dabei muss diese Behandlung oder der zu dieser Behandlung führende Krankheitsverlauf den Versicherten in einer Weise beeinträchtigen, dass die Beförderung zur Vermeidung von Schaden an dessen Leib und Leben unerlässlich ist.

Art der Beförderung

Die Auswahl des Beförderungsmittels richtet sich stets nach dem individuellen Bedarf und Gesundheitszustand des Patienten. Dabei muss die verordnende Praxis das Wirtschaftlichkeitsgebot beachten. Möglich sind Taxi oder Mietwagen ohne medizinische Begleitung sowie Krankentransportwagen (KTW), wenn eine medizinisch-fachliche Betreuung oder eine spezielle Einrichtung notwendig ist. Die Beförderung von Rollstuhlfahrern kann auch als Krankenfahrt mit „Wagen mit behindertengerechter Einrichtung“ erfolgen, weil diese wirtschaftlicher sind. Die Anforderung eines Rettungswagens erfolgt unabhängig davon über die Rettungsleitstellen (Notruf 112).

Genehmigungspflichtig sind beispielsweise auch alle Fahrten, die einen Transport mit einem KTW erfordern. Sie sind auf dem Formular unter „f “ anzugeben. Dies gilt auch für KTWFahrten zur ambulanten Behandlung für Patienten mit Merkzeichen „aG“, „Bl“, „H“, Pflegegrad 3 mit dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung, Pflegegrad 4 oder 5.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gibt auf ihrer Website zusätzliche Hinweise zur sinnvollen und richtigen Verordnung von Krankenfahrten. Die wichtigsten Punkte:

  • Krankenbeförderungen werden auf Formular 4 verordnet, das wie alle Formulare regulär bestellt wird.
  • Die Krankenbeförderung soll auf direktem Weg zwischen Aufenthaltsort des Patienten und der nächstgelegenen geeigneten Behandlungsmöglichkeit erfolgen.
  • Versicherte müssen einen Teil der Beförderungskosten selbst bezahlen. Die Zuzahlung beträgt – unabhängig von der Art des Fahrzeugs und auch für Kinder und Jugendliche – zehn Prozent der Fahrkosten, mindestens jedoch fünf Euro und höchstens zehn Euro pro Fahrt.
  • Damit Patienten genügend Zeit haben, die Verordnung bei ihrer Krankenkasse zur Genehmigung vorzulegen, sollten Praxen die Verordnung möglichst frühzeitig ausstellen.

„Praxiswissen Quickcheck“ zur Krankenbeförderung

Mit dem aktualisierten „Praxiswissen Quickcheck“ zur Krankenbeförderung können sich Praxisteams jetzt über die Regeln zur Verordnung von Krankenfahrten informieren – unter anderem mit einprägsamen Fallbeispielen. Ergänzt wird das Programm durch einen Informationsteil unter dem Titel „Praxiswissen“ mit Erläuterungen zu den einzelnen Fällen. Zudem haben die Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, direkt in die entsprechenden Regelungen der Krankentransport-Richtlinie hineinzuklicken.

Magazin für MFA

Zur aktuellen Ausgabe

info praxisteam - Ausgabe 01/2022

Die Pandemie verlangt MFA weiterhin alles ab. Booster-Impfungen und die Omikron-Welle dominieren die Arbeit in den Praxen, viele Patienten sind verunsichert. Weitere Themen: E-Learning zur Verordnung von Krankenfahrten, ePA 2.0.

Mehr erfahren
info praxisteam: Cover von Ausgabe 1/2022

Newsletter für Medizinische Fachangestellte

Keine Ausgabe von "info praxisteam" verpassen

Melden Sie sich jetzt für den kostenlosen Newsletter an. Wir informieren Sie zu Themen aus Praxisführung, Organisation und Medizin. 

Newsletter info praxisteam (Symbolbild)

Ansprechpartner finden

Finden Sie schnell und einfach Ihren Ansprechpartner passend zum Thema.

Zur Ansprechpartnersuche

Kontakt aufnehmen

Sie haben Fragen und Hinweise? Die Experten der AOK helfen Ihnen gern weiter.

Zu den Kontaktangeboten

Besuchen Sie uns auf unseren sozialen Netzwerken: