NEUE WEGE FÜR AKUTPATIENTEN
Dritter Anlauf für die Reform der Notfallversorgung
Der Bundestag hat den Kabinettsentwurf der Bundesregierung zur Reform der Notfallversorgung am späten Abend des 9. Juli in erster Lesung beraten. Das Ziel sei, für alle Hilfesuchenden eine bundesweit einheitliche und gleichwertige Notfallversorgung sicherzustellen, heißt es in der Einführung. Dafür würden „Maßnahmen ergriffen, um die Vernetzung der Versorgungsbereiche in der Notfall- und Akutversorgung und damit die Steuerung der Hilfesuchenden in die bedarfsgerechte Versorgungsebene zu verbessern.“ Ob die Reform leistet, was sie verspricht, bleibt jedoch ungewiss. Zu unverbindlich sind die Regelungen in Bereichen, in denen die Bundesregierung für den Erfolg entscheidende Kooperationen nicht durchsetzen kann.


"Steuerung muss greifen, bevor der Patient ins Krankenhaus kommt"
Ein vertragsärztlicher Befund zu den Plänen der Bundesregierung.

Ansturm auf die Notaufnahmen
Noch nie suchten so viele Menschen wie 2024 sofortige medizinische Hilfe in Krankenhäusern.
11%
mehr ambulante Notfälle behandelten die Krankenhäuser im Jahr 2024 als 2018. Im Vergleich zu 2019 betrug das Plus sogar 19 Prozent.
Quelle: Destatis, Dezember 2025- Krankenhäuser erhalten deutlich mehr Geld als geplant.
- KRH bietet in Lehrte Übernachtung mit Pflege.
“Notfallambulanzen werden weiterhin mit Fällen überlastet, die dort schlicht nichts zu suchen haben, weil die Politik nicht den Mut hat, dem Missbrauch der Notfallversorgung einen Riegel vorzuschieben.”Dr. Michael Hubmann, Berufsverband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte (BVKJ), in seiner Stellungnahme zum Kabinettsentwurf zur Reform der Notfallversorgung Ende April
Veranstaltungen
28. September 2026 – Smart Hospital Excellence Forum in Frankfurt
Das Event für die Digitalisierung des Gesundheitswesens
22. und 23. Oktober 2026 – Europäischer Gesundheitskongress in München
Plattform für den interdisziplinären Austausch über sektorale, regionale und nationale Grenzen hinweg
2. und 3. November 2026 – 18. Personalkongress der Krankenhäuser in Köln
Das zentrale Treffen der HR-Verantwortlichen der Krankenhäuser und Rehakliniken
PRESSEECHO
13 neue Klinikbauprojekte in Bayern
Der bayerische Ministerrat hat im Juli den Startschuss für die Finanzierung von 13 zusätzlichen Krankenhausbauvorhaben gegeben. Mit diesen Projekten werden Investitionen mit einem Gesamtvolumen von fast 600 Millionen Euro angestoßen. Die aktuell beschlossenen Fördergelder sollen in unterschiedliche Maßnahmen zur Modernisierung der Untersuchungs-, Behandlungs- und Pflegebereiche sowie zur Optimierung der betrieblichen Strukturen fließen, teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. Zusammen mit den laufenden Vorhaben sind für die bayerischen Kliniken damit insgesamt Investitionsfördermittel mit einem Gesamtvolumen von rund 6,2 Milliarden Euro zur Finanzierung aktueller Bauprojekte eingeplant.
BibliomedManager, 22. Juli 2026
St. Augustinus Gruppe mit Gewinn
Die St. Augustinus Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven Konzernergebnis von 4,3 Millionen Euro abgeschlossen. Der konzernweite Umsatz lag bei 645 Millionen Euro. Das Eigenkapital der Gruppe stieg auf 229 Millionen Euro – mit einer Eigenkapitalquote von 50,7 Prozent. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, also die im Tagesgeschäft erwirtschafteten finanziellen Mittel, liegt bei 20,7 Millionen Euro. Die St. Augustinus Gruppe gehört zu den großen Gesundheits- und Sozialunternehmen im Rheinland. Ihre Schwerpunkte liegen in der Somatik, Psychiatrie, Senioren- und Eingliederungshilfe sowie der ambulanten Versorgung und Rehabilitation.
Der Lokalbote, 7. Juli 2026
Überschuss für Bielefeld
Das Klinikum Bielefeld hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Überschuss von 357.000 Euro abgeschlossen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 15 Millionen auf 311,7 Millionen Euro. Das kommunale Krankenhaus, das zum Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld gehört, führte das Ergebnis auf Umsatzsteigerungen und umfangreiche Konsolidierungsmaßnahmen zurück. Die Entwicklung resultiert nach Unternehmensangaben vor allem aus einem erhöhten Landesbasisfallwert sowie einem gestiegenen Pflegebudget infolge von Personalaufbau und Tarifsteigerungen. Die im Jahr 2024 gestartete Konsolidierung erreichte – neben Restrukturierungen – ihr Ziel von acht Millionen Euro Aufwandsreduzierungen und trug ebenso zum positiven Ergebnis bei.
Medconweb, 20. Juni 2026