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Berufsfeld: Krankenhaus Ändern Gewähltes Berufsfeld: Krankenhaus Berufsfeld ändern

Grundlohnrate und Orientierungswert

Der Orientierungswert und die Grundlohnrate bilden den Rahmen für die Entwicklung der Preise für Krankenhausleistungen. Die jährliche Veränderung der Landesbasisfallwerte entspricht dem Orientierungswert, es sei denn, die Grundlohnrate fällt höher aus.

Kennziffer für die Kostensteigerung der Krankenhäuser

Der Orientierungswert für Krankenhäuser beträgt in diesem Jahr 2,48 Prozent. Das hat das Statistische Bundesamt (StBA) mitgeteilt. Der Orientierungswert gibt die durchschnittliche jährliche prozentuale Veränderung der Krankenhauskosten wieder, die ausschließlich aus Preis- oder Verdienständerungen resultiert. Das Statistische Bundesamt betrachtet bei der Berechnung die Kosten der Krankenhäuser im zweiten Halbjahr 2020 und im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, differenziert nach Personalkosten und Sachkosten. Der Teilorientierungswert für Personalkosten liegt bei 2,99 Prozent, für Sachkosten beträgt er 1,64 Prozent. Der Wert wird jedes Jahr bis zum 30. September bekannt gegeben.

Klinikpreise folgen dem jeweils höheren Wert

Jahr

Grundlohnrate

Orientierungswert

Veränderungswert (DRG)

Veränderungswert (PEPP)

2021/2022   2,48 %    

2020/2021

2,53%

ungültig

2,53 %

2,56 %

2019/2020

3,66 %

2,99 %

3,66 %

-

2018/2019

2,65 %

1,96 %

2,65 %

-

2017/2018

2,97 %

2,11 %

2,97 %

-

2016/2017

2,50 %

1,54 %

2,50 %

-

2015/2016

2,95 %

1,57 %

2,95 %

-

2014/2015

2,53 %

1,44 %

2,53 %

-

2013/2014

2,81 %

2,02 %

2,81 %

-

2012/2013

2,03 %

2,00 %

2,03 %

-

Aktuelle Grundlohnrate

Die Grundlohnrate für das Jahr 2021 beträgt 2,53 Prozent. Die Ziffer gibt die Veränderungsrate der beitragspflichtigen Einnahmen aller Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen wieder. Sie ist maßgeblich für die Umsetzung des Grundsatzes der Beitragssatzstabilität in den Krankenhausverhandlungen (Paragraf 71 SGB V). Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) stellt bis zum 15. September eines jeden Jahres die Grundlohnrate fest. Bezugsgröße ist der gesamte Zeitraum der zweiten Hälfte des Vorjahres und der ersten Hälfte des laufenden Jahres gegenüber dem entsprechenden Zeitraum der jeweiligen Vorjahre. 

Jahr Grundlohnrate Beschluss
2021 2,53 % Bekanntmachung des BMG vom 01.09.20
2020 3,66 % Bekanntmachung des BMG vom 03.09.19
2019 2,65 % Bekanntmachung des BMG vom 31.08.18
2018 2,97 % Bekanntmachung des BMG vom 29.08.17
2017 2,50 % Bekanntmachung des BMG vom 09.09.16
2016 2,95 % Bekanntmachung des BMG vom 11.09.15
2015 2,53 % Bekanntmachung des BMG vom 12.09.14
2014 2,81 % Bekanntmachung des BMG vom 06.09.13
2013 2,03 % Bekanntmachung des BMG vom 14.09.12
2012 1,98 % Bekanntmachung des BMG vom 13.09.11
2011 1,15 % Bekanntmachung des BMG vom 13.09.10

Veränderungswert ist Preisobergrenze für Klinikleistungen

Die Krankenhauspreise können pro Jahr höchstens um den Veränderungswert steigen. Die Erlösentwicklung bleibt davon aber unberührt. Die Erlöse der Krankenhäuser hängen neben dem Preis auch von der Menge der erbrachten Leistungen ab. Dabei bedeutet mehr Menge höhere Erlöse.

Der Veränderungswert gilt sowohl für die somatischen Krankenhäuser, die nach Fallpauschalen abrechnen als auch für die psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken, die bereits auf das neue pauschalierte Entgeltsystem umgestiegen sind.

Je nachdem, wie sich Grundlohnrate und der Orientierungswert zu einander entwickeln, gelten für die Berechnung des Veränderungswerts unterschiedliche Regeln.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht gemäß den Vorgaben des Krankenhausentgeltgesetzes jährlich bis zum 30. September den Orientierungswert für Krankenhäuser. Er gibt die durchschnittliche jährliche prozentuale Veränderung der Krankenhauskosten wieder, die ausschließlich auf Preis- oder Verdienständerungen zurückzuführen ist. Grundlage der Berechnungen sind die Daten aus dem ersten Halbjahr des jeweiligen Jahres und dem zweiten Halbjahr des Vorjahres. Der Orientierungswert setzt sich aus zwei Teilwerten zusammen: für Personalkosten und für Sachkosten.

Jahr Orientierungswert Teilorientierungswert Personalkosten Teilorientierungswert Sachkosten
2021 2,48 % 2,99 % 1,64 %
2020 ungültig ungültig ungültig
2019 2,99 % 3,79 % 1,68 %
2018 1,96 % 2,39 % 1,26 %
2017 2,11 % 2,73 % 1,11 %
2016 1,54 % 2,39 % 0,19 %
2015 1,57 % 2,22 % 0,55 %
2014 1,44 % 1,89 % 0,74 %
2013 2,02 % 2,65 % 1,04 %
2012 2,00 % 1,89 % 2,17%

 Nach Angaben von Destatis fließen in die Berechnung des Orientierungswertes ausschließlich Ergebnisse bereits vorhandener Statistiken ein. Dazu zählen insbesondere die Vierteljährliche Verdiensterhebung, ausgewählte Preisstatistiken und der Kostennachweis der Krankenhäuser. 

1. Liegt der Orientierungswert unter der Grundlohnrate, gilt diese als Veränderungswert.
2. Liegt der Orientierungswert über der Grundlohnrate, vereinbaren die Vertragsparteien auf Bundesebene den Veränderungswert gemäß den Vorgaben des Krankenhausentgeltgesetzes beziehungsweise der Bundespflegesatzverordnung. Entscheidend dabei ist die Differenz zwischen der Grundlohnrate und dem Orientierungswert. So kann der Veränderungswert für somatische Häuser die Grundlohnrate um bis zu einem Drittel dieser Differenz übersteigen. Liegt der Orientierungswert bei 2,6 Prozent und die Grundlohnrate bei 2,3 Prozent, so beträgt die Differenz zwischen den beiden Werten 0,3 Prozentpunkte; davon ein Drittel ist 0,1. Das bedeutet, der Veränderungswert darf in diesem Fall höchstens 2,4 Prozent betragen. Der Veränderungswert muss aber mindestens die Grundlohnrate abdecken.
In der Psychiatrie und Psychosomatik gilt als Untergrenze eine Mindesthöhe von 40 Prozent der Differenz zwischen Grundlohnrate und Orientierungswert.

 

Auskömmliche Finanzierung durch Meistbegünstigungsklausel

Durch die Meistbegünstigungsklausel erhalten die Kliniken jedes Jahr mehr von den Krankenkassen, als sie für den Ausgleich ihrer Betriebsausgaben benötigen. Weil die zusätzliche Vergütung baisiwirksam und damit dauerhaft ist, trägt die Regelung zur auskömmlichen Finanzierung der Krankenhäuser bei. Aufgrund der Meistbegünstigungsklausel konnten die Krankenhäuser 2016 bis zu einer Milliarde Euo zusätzlich erhalten.

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