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Kodierung und Klassifikation in der Somatik

In den Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) werden die Regelungen für eine einheitliche Verschlüsselung von Diagnosen und Prozeduren in der Somatik festgelegt.

Deutsche Kodierrichtlinien

Für eine leistungsgerechte Vergütung der Krankenhäuser müssen vergleichbare Behandlungsfälle im Krankenhaus auf einer einheitlichen Basis kodiert werden. Insbesondere zu schwierigen Fallkonstellationen sollen die Kodierrichtlinien diesen Prozess unterstützen und für eine eindeutige Verschlüsselung sorgen.

Die Deutschen Kodierrichtlinien für die Somatik werden jedes Jahr zwischen den Selbstverwaltungspartnern neu vereinbartund durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) veröffentlicht. Die regelmäßige Überarbeitung soll garantieren, dass medizinischer Fortschritt, Änderungen in den Klassifikationen beziehungsweise im deutschen DRG-System sowie Kodiererfahrungen aus der klinischen Praxis berücksichtigt werden. In Kombination mit der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10-GM) sowie dem Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) bilden die DKR die bundesweit verbindliche Grundlage der Abrechnung von Krankenhausfällen in der Somatik.

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten

Grundlage für die Entgeltsysteme im stationären und ambulanten Bereich sind die Diagnosen- und Prozedurenklassifikationen ICD-10-GM und OPS. Beide werden jedes Jahr vom Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) – jetzt Deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – aktualisiert und veröffentlicht. Diagnosen müssen im ambulanten wie im stationären Bereich nach der ICD-10-GM verschlüsselt werden. Die neue Version enthält keine Aktualisierungen der WHO mehr, da die WHO für die Diagnosenklassifikation seit 2018 keine regelmäßigen Updates mehr herausgibt.

Wichtige inhaltliche Änderungen in der ICD-10-GM Version 2021:

  • Toxische Enzephalopathie: Einführung neuer 4-Steller zur spezifischen Kodierung einer toxischen Enzephalopathie unter Immuntherapie
  • Sonstige näher bezeichnete Krankheiten der Arterien und Arteriolen: Einführung neuer 5-Steller zur spezifischen Kodierung eines penetrierenden Aortenulkus
  • Divertikelkrankheit des Darmes: Anpassung der Schlüsselnummern an die Terminologie der WHO-Fassung, Streichung von Kodes, bei denen eine Divertikelkrankheit mit Perforation / Abszedierung der Kategorie "Divertikulose" zugeordnet war und Überleitung auf die entsprechenden Kodes der Kategorie "Divertikulitis"
  • Akute Peritonitis: Einführung neuer 5-Steller zur spezifischen Kodierung einer spontanen bakteriellen Peritonitis
  • COVID-19: Aufnahme von durch die WHO mit Inhalt belegten Schlüsselnummern in modifizierter Form, sowie Belegung einer weiteren nicht belegten Schlüsselnummer für die Testung auf eine Infektion mit SARS-CoV-2

Verschlüsselung von Operationen- und Prozeduren

Der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) dient zur Verschlüsselung von Operationen und medizinischen Prozeduren in der stationären Versorgung und beim ambulanten Operieren. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) – jetzt Deutsches Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – hat die endgültige Fassung des OPS 2021 veröffentlicht. 

Die Version enthält Anpassungen, die sich aus dem Vorschlagsverfahren des BfArM und dem Kalkulationsverfahren des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) ergeben haben.

  • In Kapitel 1, 8 und 9 wurden die bei einer Vielzahl von Kodes bisher genannten Mindestmerkmale aufgeteiltin krankenhausbezogene Strukturmerkmale und patientenbezogene Mindestmerkmale. Hintergrund ist, dass Krankenhäuser sich künftig vom Medizinischen Dienst bestätigen lassen müssen, dass sie Strukturmerkmale einhalten, bevor sie entsprechende Leistungen vereinbaren und abrechnen dürfen. Die Änderung geht auf die MDK-Reform zurück.
  • Sämtliche Kodes für “hochaufwendige Pflege“ werden gestrichen und der Anhang "Pflegekomplexmaßnahmen-Score" (PKMS) zur Berechnung der Aufwandspunkte für die hochaufwendige Pflege entfällt. Die Änderung geht auf die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus den Fallpauschalen zurück.
  • Neue Kodes gibt es für die Feststellung des Beatmungsstatus und des Beatmungsentwöhnungspotenzials und die prolongierte Beatmungsentwöhnung auf spezialisierter intensivmedizinischer und nicht intensivmedizinischer Beatmungsentwöhnungs-Einheit (1-717 ff., 8-718.7 ff., 8-718.8 ff.). Hintergrund sind Änderungen des Krankenhausentgeltgesetzes durch das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz.
  • Die Kodes für die Schlaganfallbehandlung wurden überarbeitet (8-981 ff., 8-98b ff.).
  • Die Kodes für Operationen an der Wirbelsäule wurden neu strukturiert (5-83).
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