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18.11.2020 KAP: Erste Erfolge im Zwischenbericht verkündet

News Pflege

Die Bundesregierung will die Arbeit in der Pflege attraktiver gestalten und setzt dabei unter anderem auf mehr Personal und höhere Löhne für Pflegefachkräfte. Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene KAP zeigt aus Sicht der zuständigen Bundesministererste Erfolge.

unge Krankenpflegerin im Vordergrund. Im Hintergrund weitere Pflegekräfte
@iStock.com/alvarez

Verbesserung der Personalsituation ist ein langfristiger Prozess

Der erste Zwischenbericht zur Konzertierten Aktion Pflege (KAP) liegt jetzt vor. Diesen haben jetzt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene KAP zeigt aus Sicht des zuständigen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erste Erfolge. "Wir haben schon viel erreicht und wir sind entschlossen, den begonnenen Weg fortzusetzen", sagte der Minister bei der Vorstellung einer Zwischenbilanz der KAP.

Allerdings sei die Verbesserung der Personalsituation in der Pflege "ein langfristiger Prozess". "Wir wissen, dass wir noch nicht am Ziel sind", räumte Spahn ein.

Einige Ergebnisse im Überblick:

Positiver Trend bei Ausbildungszahlen in der Pflege

Familienministerin Franziska Giffey verwies auf die Reform der Pflegeausbildung, die deren Attraktivität deutlich gesteigert habe. Giffey bekräftigte, dass gute Pflege nur dort stattfände, wo motivierte und gut ausgebildete Pflegekräfte arbeiteten.

Es zeige sich ein positiver Trend bei den Ausbildungszahlen, auch wenn es noch keine abschließenden Zahlen zur neuen generalistischen Pflegeausbildung gäbe, die Anfang des Jahres eingeführt wurde.

Verbesserung der Entlohnung

Auf erste Schritte zu einer besseren Bezahlung wies Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hin: "Zu den ersten Erfolgen gehört, dass die Pflegelöhne bis April 2022 bundesweit einheitlich steigen", hob er hervor. So sollen zum Beispiel Pflegefachkräfte ab Juli 2021 einen Mindestlohn von 15 Euro erhalten.

Auch die tarifliche Entlohnung soll weiter gestärkt werden: Künftig sollen Pflegeeinrichtungen nur noch für die Versorgung zugelassen werden, wenn diese ihre Beschäftigten nach Tarif bezahlen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird derzeit vorbereitet.

Mehr Personal in der Pflege

In der Altenpflege wurden mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz Mittel für 13.000 Stellen für Fachkräfte zur Verfügung gestellt. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministers gelang es, etwa 3.600 Stellen zusätzlich zu besetzen. Im „Gesetzentwurf zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege“ befindet sich die Finanzierung von 20.000 weiteren Stellen für Pflegehilfskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen, verbunden mit einem Qualifizierungsprogramm. Die Umsetzung eines Personalbemessungsverfahrens für stationäre Pflegeeinrichtungen wird außerdem zügig vorbereitet und soll gesetzlich verankert werden.

Mehr Eigenverantwortung übernehmen

Ein Ziel der KAP ist es, die Versorgungsbefugnisse der Pflegefachkräfte zu stärken und zu erweitern. „Für die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheits- und Pflegebereich wurde ein Strategieprozess eingeleitet“, heißt es im Zwischenbericht der KAP. „Gemeinsam wird die Rolle der Pflege in der interprofessionellen Zusammenarbeit untersucht.“

Aktuell werde eine Erweiterung der Versorgungsbefugnisse für Pflegefachkräfte, etwa im Rahmen des Wundmanagements, der häuslichen Krankenpflege und der Verordnung von bestimmten Hilfsmitteln vorgeschlagen.

Mehr Digitalisierung zur Entlastung beruflich Pflegender

Für mehr Zeit in der Pflege und zur Erleichterung der Arbeit von Pflegekräften wird die Digitalisierung in der Pflege vorangetrieben. Dabei soll künftig die Kommunikation zwischen der Pflege und anderen Gesundheitsfachberufen auf eine elektronische Datenverarbeitung umgestellt werden. Neu ist dabei ist, dass die Pflegeeinrichtungen an das Datennetz des Gesundheitssystems angeschlossen werden. Bisher war das nur bei den Arztpraxen der Fall.

Des Weiteren sollen ab 1. Oktober 2022 ambulante Pflegedienste die von ihnen erbrachten Leistungen der Pflegeversicherung nur noch auf elektronischem Weg mit den Kassen abrechnen. Ab 1. April 2023 soll dies auch für die Leistungen der häuslichen Krankenpflege gelten.

KAP soll Lage im Pflegebereich verbessern

Die KAP war im Sommer 2018 ins Leben gerufen worden, um die Lage im Pflegesektor zu verbessern.

Beteiligt sind an der Initiative neben der Bundesregierung auch die Länder, Pflegeverbände, Kranken- und Pflegekassen, Verbände der Betroffenen und die Bundesagentur für Arbeit.

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