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23.09.2021 Großes Interesse an Hygiene

News Krankenhaus

Kliniken haben seit 2013 knapp 600 Millionen Euro aus dem Hygiene-Sonderprogramm abgerufen.

©iStock.com/audioundwerbung

Knapp 600 Millionen Euro ausgezahlt

Die Krankenhäuser haben zwischen 2013 und 2020 insgesamt 595,1 Millionen Euro aus dem Hygiene-Sonderprogramm abgerufen. Das geht aus dem siebten Bericht des GKV-Spitzenverbands zur Inanspruchnahme der Fördermittel hervor. Damit bleiben die Ausgaben für das Programm oberhalb der Summe, die das Bundesgesundheitsministerium (BMG) dafür prognostiziert hatte. Seit Beginn des Förderprogramms haben 1.330 Häuser (87 Prozent) Mittel abgerufen. Davon wurden 438,5 Millionen genutzt, um Hygienepersonal neu einzustellen, neue Stellen intern neu zu besetzen oder Teilzeitstellen aufzustocken. In Fort- und Weiterbildung flossen rund 61,1 Millionen Euro. Für externe Beratung haben die Krankenkassen etwa 33,8 Millionen Euro ausgegeben. Im Rahmen undifferenzierter Vereinbarungen und pauschaler Zuschläge haben die Kliniken 61,7 Millionen Euro erhalten. Die Jahresabschlussprüfungen belegen, dass die Vereinbarungen in den teilnehmenden Krankenhäusern auch zunehmend konkrete Hygienemaßnahmen herbeiführen.

Rolle des Programms in der Pandemie unklar

Nachdem die Nachfrage in den ersten Jahren des Programms stetig gestiegen ist, hat sich der Umfang der abgerufenen Mittel seit 2018 und 2019 etwa auf dem Niveau des Jahres 2017 stabilisiert. Im Pandemiejahr 2020 dürften die Kliniken verstärkt auf die fachliche Expertise von Hygienikern zurückgegriffen haben – das Programm fördert auch Fachärzte für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie. Eine abschließende Bewertung ist derzeit nicht möglich, weil erst wenige Budgets für 2020 vereinbart sind. Aus den vorhandenen Daten geht hervor, dass in dem Jahr 156 Krankenhäuser Mittel aus dem Hygienesonderprogramm abgerufen haben; 2019 waren es 1.085.

Programm mündet in dauerhafte Förderung

Die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2011 verpflichtete die Krankenhäuser, bis spätestens Ende 2019 bestimmte personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen zu schaffen. Mit Inkrafttreten des Beitragsschuldengesetzes hat der Gesetzgeber ein Sonderprogramm zur Förderung der Krankenhaushygiene im Umfang von 365 Millionen Euro etabliert, um den Krankenhäusern für die neuen Anforderungen zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Laufzeit des Programmes wurde mit dem Krankenhausstrukturgesetz verlängert, zudem werden seither weitere Berufsgruppen aus dem Bereich der Infektiologie gefördert. Eine weitere Verlängerung bis zum Jahr 2022 erfolgte mit dem MDK-Reformgesetz, Teile des Programms werden bis zum Jahr 2026 gefördert. Im Bereich der Hygienepersonalstellen wird aus der krankenhausbezogenen Zuschlagsfinanzierung 2023 eine dauerhafte Zusatzfinanzierung bei allen Kliniken.

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