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05.08.2021 Auch in der dritten Pandemiewelle weniger Fälle in Kliniken

News Krankenhaus

Krankenhauser verzeichneten im Frühjahr 16 Prozent weniger Patienten als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019.

iStockfoto/Morsa Images

Starke Einbrüche bei ambulant-sensitiven Erkrankungen

Auch in der dritten Welle der Pandemie sind die Fallzahlen bei Krankenhausbehandlungen zurückgegangen – wenn auch nicht im selben Ausmaß, wie in den beiden Wellen davor. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Daten von stationär behandelten AOK-Versicherten, die das Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) vorgenommen hat. Demnach verzeichneten die Häuser auch in diesem Frühjahr (März bis Mai 2021) 16 Prozent weniger Patienten (Fälle) als im Vergleichszeitraum 2019. Im Juni 2021 liegen die Fallzahlen nur noch fünf Prozent unter dem Niveau von Juni 2019. In der zweiten Welle (Oktober 2020 bis Februar 2021) war die Belegung noch um 20 Prozent gesunken, in der ersten Welle im Frühjahr 2020 (März bis Mai) fiel sie sogar um 27 Prozent. Auch bei Notfällen wie Schlaganfällen und Herzinfarkten bleiben die Zahlen in der dritten Pandemiewelle unter dem Niveau der Zeit vor der Pandemie. Zuletzt wurden im Durchschnitt jüngere Patienten behandelt – das wirkt sich auch auf die Sterblichkeit aus.

Besonders starke Einbrüche beobachtete das WIdO bei den sogenannten ambulant-sensitiven Krankheitsbildern. Bei Indikationen wie Diabetes, Herzinsuffizienz oder der chronischen Lungenerkrankung COPD erreichen die Fallzahlen mitunter nur 50 Prozent des Jahres 2019. Doch auch bei schweren Erkrankungen wie Darmkrebs gab es in der dritten Welle deutlichen Rückgang: Hier lagen die Fallzahlen im beobachteten Zeitraum noch immer 13 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum 2019. Ebenso lagen die Fallzahlen für die Behandlung von Notfällen wie Schlaganfällen und Herzinfarkten in der dritten Pandemiewelle unter dem Niveau der Vorpandemiezeit – bei Herzinfarkten elf Prozent niedriger als 2019, acht Prozent niedriger bei Schlaganfällen. Bei Erkrankungen wie Brustkrebs behandelten die Krankenhäuser annähernd so viele Patientinnen (Fälle) wie vor der Pandemie. Auch bei den planbaren Operationen gab es in der dritten Welle deutlich geringere Rückgänge als in den beiden ersten Wellen. 
 

Versorgung von Covid-19-Patienten verändert sich

Erste Hinweise gibt die Analyse außerdem auf Veränderungen in der Versorgung von Covid-19-Patienten in der zweiten und zu Beginn der dritten Welle. So sank der Anteil der beatmeten Covid-19- Patienten in den Kliniken von 17 Prozent in der ersten Welle (Februar bis Mai 2020) leicht auf 14 Prozent in der zweiten Welle. Zuletzt lag er im März 2021 wieder bei 17 Prozent. Auch die Verweildauer ging zurück: Lagen die Patienten zu Beginn der Pandemie durchschnittlich 17,1 Tagen im Krankenhaus, so waren es in der zweiten Welle nur noch 15 Tage. Auch die Dauer der Beatmung sank von 17,2 Tagen zu Beginn der Pandemie auf 12,7 Tage in der zweiten Welle. Zuletzt (März 2021) lag sie bei 12,7 Tagen. Bei den Beatmungsverfahren zeigt sich im zeitlichen Verlauf eine deutliche Verschiebung in Richtung der nicht-invasiven Beatmung. Während in der ersten Welle (Februar bis Mai 2020) 74 Prozent aller Patientinnen und Patienten mit Beatmung ausschließlich invasiv beatmet wurden, sank dieser Anteil in der zweiten Welle (Oktober 2020 bis Februar 2021) auf 36 Prozent und lag zuletzt (März 2021) noch bei 32 Prozent.

Sterblichkeit geht leicht zurück

Die aktuelle Auswertung zeigt zudem, dass die Sterblichkeitsrate unter den stationär behandelten Covid-19-Patienten zu Beginn der dritten Welle (März 2021) mit 16 Prozent etwas niedriger ausfiel als in der ersten und zweiten Welle, in der 21 beziehungsweise 22 Prozent der stationär Behandelten die Krankheit nicht überlebten. Dies könnte im Zusammenhang mit dem Durchschnittsalter der Behandelten stehen. Covid-19-Patienten, die zu Beginn der dritten Welle in den deutschen Kliniken behandelt wurden, waren im Schnitt jünger als in den ersten beiden Wellen.

Das WIdO aktualisiert mit den vorliegenden Daten eine Auswertung aus dem März, die anlässlich der Vorstellung des Krankenhaus-Reportes 2021 veröffentlicht wurde. Basis sind die Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten, die etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung abbilden. Für die Covid-19-Analysen wurden die Daten von rund 130.000 Patienten mit bestätigter Covid-19-Diagnose ausgewertet, die vom 1. Februar 2020 bis zum 31. März 2021 in die deutschen Krankenhäuser aufgenommen wurden.

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