Fachportal für Leistungserbringer
Alle Berufsfelder
Angebote anzeigen für: Fachportal für Leistungserbringer
Warum wird diese Angabe benötigt?

Die AOK-Gemeinschaft gliedert sich in elf eigenständig agierende AOKs, welche regionale Angebote und Inhalte für Sie bereithalten.

Damit Sie zutreffende regionale Informationen erhalten, müssen Sie eine AOK/Region auswählen.

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig! Ihre Regionalisierungsdaten werden ausschließlich lokal innerhalb Ihres Browsers als Cookie gespeichert, eine Speicherung oder Verarbeitung dieser Daten durch die AOK erfolgt zu keinem Zeitpunkt.

Berufsfeld: Arzt & Praxis Ändern Gewähltes Berufsfeld: Arzt & Praxis Berufsfeld ändern

21.09.2020 Coronavirus: Vereinbarungen und Empfehlungen für Vertragsärzte

News Arzt & Praxis

Auf Grund der anhaltenden Coronavirus-Pandemie wurden einige Vereinbarungen für die Vertragsärzte verlängert.

©iStock.com/DragonImages

Verlängerung von Regelungen

Zahlreiche Sonderregelungen und Maßnahmen wurden im deutschen Gesundheitswesen zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie getroffen. Dafür haben der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) etliche Vereinbarungen und Regelungen für die Vertragsärzte getroffen.

Übersicht

Einige Sonderregelungen und Maßnahmen, die im deutschen Gesundheitswesen zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie getroffen worden sind.

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich darauf geeinigt, dass Ärzte und Psychotherapeuten ihren Patienten jetzt öfter eine Videosprechstunde anbieten können. Die bisherigen Begrenzungsmöglichkeiten wurden aufgehoben; Fallzahl und Leistungsmenge sind im zweiten und dritten Quartal 2020 nicht mehr limitiert. Diese Regelung wurde jetzt über den 30. September hinaus bis Ende 2020 verlängert.

Psychotherapeuten können auch Videosprechstunde anbieten

Auch Psychotherapeuten können die Möglichkeit einer Videosprechstunde nutzen (z.B. Einzelpsychotherapie) Voraussetzung ist, dass ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung vorausgegangen und aus therapeutischer Sicht kein unmittelbarer persönlicher Kontakt erforderlich ist. Das schreibt das psychotherapeutische Berufsrecht und die Psychotherapie-Vereinbarung vor.  

Die Begrenzungsregelungen wurden erstmal bis zum dritten Quartal ausgesetzt und gilt folglich bis zum 30. September 2020. Auch bei dieser Regelung ist eine Verlängerung bis zum 31. Dezember 2020 geplant.

Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte

Die elektronische Gesundheitskarte muss bei Videosprechstunden nicht vorgelegt werden. Bei bekannten Patienten können die Ärzte die Daten aus ihrer Praxisverwaltungs-Software übernehmen. Bei unbekannten Patienten können Arztpraxen die Daten von der eGK, die in die Kamera gehalten wird, in ihr System übertragen.

Auch für die psychotherapeutische Versorgung haben der GKV-Spitzenverband und die KBV einige Sonderregelungen beschlossen. Diese betreffen die Videosprechstunde und die Umwandlung von Gruppen- in Einzeltherapien.

Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) sind bis zum 30. September 2020 auch im Rahmen der Videosprechstunde möglich. Diese Sonderregelung wird aller Voraussicht nach bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Bislang war dies nur bei bestimmten Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie möglich und nur, wenn vorher ein persönlicher Kontakt zwischen Patient und Psychotherapeut stattgefunden hat.

Klarstellung: Eine Akutbehandlung darf nicht per Video durchgeführt werden, da es sich hierbei um eine Krisensituation handelt.

Hinweise zur Abrechnung: Zur Umsetzung der Sonderregelungen wurde der EBM so angepasst, dass die entsprechenden Gebührenordnungspositionen bis zum 30. September auch abgerechnet werden dürfen, wenn die Leistungen in einer Videosprechstunde durchgeführt wurden.

Umwandlung von Gruppentherapie: Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden. Hierfür muss keine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen. Diese Regelung gilt bis 30. September. Die Umwandlung erfolgt über die „Therapieeinheit“ und muss lediglich formlos der Krankenkasse mitgeteilt werden (kein Formular notwendig). Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt und abgerechnet werden. Ein weiterer Vorteil: Einzelsitzungen können auch in einer Videosprechstunde durchgeführt werden.

Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA): Zu Behandlungen in psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA) hat der GKV-Spitzenverband eine Empfehlung vorschlagen, um zeitlich befristet alternative Behandlungsmodalitäten zu zulassen. So können Patientenkontakte bei deren Einwilligung mittels Kommunikationsmedien, vorrangig per Videosprechstunde oder in Ausnahmesituationen auch per Telefon erfolgen. Auf Landesebene können Vereinbarungen zur Vergütungshöhe abgeschlossen werden. Soweit die Vergütung über quartalsbezogenen Pauschalen erfolgt, bedarf es einer Mindestkontaktdauer von insgesamt mindestens 60 Minuten. Auf die Vorlage einer Überweisung durch niedergelassene Ärzte kann verzichtet werden. Diese Ausnahmeempfehlungen gelten vom 1. April 2020 bis einschließlich 30. September 2020.

 

Personen, die von der Corona-Warn-App eine Warnhinweis erhalten, können beim Vertragsarzt einen SARS-CoV-2-Testung durchführen. Dafür haben der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) neue Leistungen in den EBM aufgenommen und die Vergütung geregelt.

Nach Informationen der KBV erhalten Vertragsärzte für den Abstrich zehn Euro extrabudgetär, zuzüglich zur Grund- beziehungsweise Versichertenpauschale.

Formular 10C für Arztpraxen
Vertragsärzte müssen für die Beauftragung einer SARS-CoV-2-Testung nach EBM das Muster 10C (statt Muster 10) verwenden. Das gilt für Tests zur diagnostischen Abklärung ebenso wie für Tests nach einer Meldung „erhöhtes Risiko“ durch die Corona-Warn-App, wenn sich die Person direkt an den Arzt wendet.

Hinweise:
Die Warnung durch die App dient lediglich als Hinweis, dass Betroffene einen Arzt konsultieren sollten. Der Nutzer erhält zudem die Empfehlung, soziale Kontakte zu reduzieren. Ob er sich in häusliche Quarantäne begeben muss, legt das Gesundheitsamt fest. Die Entscheidung über eine Krankschreibung trifft der behandelnde Arzt.

Kontakt zur AOK

Ansprechpartner finden

Finden Sie schnell und einfach Ihren Ansprechpartner passend zum Thema.

Zur Ansprechpartnersuche

Kontakt aufnehmen

Sie haben Fragen und Hinweise? Die Experten der AOK helfen Ihnen gern weiter.

Zu den Kontaktangeboten