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Vorsorge zahlt sich aus – größtes begehbares Darmmodell Europas auf dem Neustrelitzer Marktplatz

Gemeinsame Aufklärungsaktion

Neustrelitz, 19. Juni 2017. Die Ärztekammer M-V, die AOK Nordost, das Institut für Anatomie der Universitätsmedizin Rostock und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wollen im Rahmen einer gemeinsamen Aufklärungsaktion mehr Menschen für die Darmkrebs­vor­sorge motivieren und ihnen die Angst vor der Vorsorgeuntersuchung nehmen. Unter dem Motto „Gesundheit geht durch den Darm“ macht heute das größte Darmmodell Europas Station auf dem Neustrelitzer Marktplatz. Am Beispiel des riesigen, begehbaren Mo­dells der Felix-Burda-Stiftung informieren medizinische Experten alle Interessierten über den allgemeinen Aufbau des Hochleistungsorgans, die unbegründete Angst vor einer Darmspiegelung oder die Gründe für die Entstehung dieser Krebsform.

Unbestritten ist: Darmkrebs kann durch konsequente Vorsorge weit besser verhütet werden als andere Krebsarten. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungsaussichten gut. Bei einer Darmspiegelung, der so genannten Koloskopie, sind Krebsvorstufen gut zu entdecken und können noch während der Untersuchung entfernt werden. Insgesamt lassen sich etwa 90 Prozent der Darmerkrankungen durch eine einmalige Darmspiegelung so früh erkennen, dass man sie heilen kann.

Darmkrebs tritt bei Frauen und Männern etwa gleich häufig auf. Unter 40 Jahren ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, sehr gering, es nimmt aber mit steigendem Alter zu. Dennoch ist die Beteiligung der An­spruchsbe­rechtigten ab dem 55. Lebensjahr trotz der von den Krankenkassen bezahlten Leistungen gering. Zahlen der AOK Nordost zeigen: Nur etwa jeder Zehnte, der bei der AOK Nordost in M-V versichert ist, unterzieht sich beispielsweise einer präventiven Darmspiegelung. Dabei ist Darmkrebs bundesweit die Krebsart mit der höchsten Zahl an Neuerkrankungen im Jahr und die zweithäufigste Krebstodesursache. Jedes Jahr werden fast 4.500 AOK-versicherte Patienten im Land mit der Diagnose Darmkrebs behandelt.

Vor diesem Hintergrund informiert die AOK Nordost zeitgleich in ihrer aktuellen Aufklärungskampagne für Männergesundheit unter dem Motto „#hosenrunter“ auch über weitere gesetzliche Vorsorgeuntersuchungen. So steht in Neustrelitz auch Jimmy Hartwig, Ex-Fußballprofi und AOK-Gesundheitsbotschafter, allen Interessierten Rede und Antwort: „Ich will dabei helfen, dass insbesondere die männlichen Gesundheitsmuffel die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen besser wahrnehmen. Das tun zurzeit noch viel zu wenige. Man(n) fühlt sich stark und unverwundbar oder hat vielleicht auch Angst vor der Untersuchung. Das ist natürlich Quatsch, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Daher meine Botschaft: Tut was Jungs! Geht zur Vorsorge.“

Zahlen, Daten und Fakten zu Vorsorgeuntersuchungen und Darmkrebsvorsorge

  • Ein Vergleich der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen zeigt: Die Inanspruchnahme von regelmäßiger Vorsorge ist bei Frauen grundsätzlich höher als bei Männern.
  • Im Jahr 2015 wurde der Gesundheits-Check-Up, der schon ab einem Alter von 35 Jahren regelmäßig durchgeführt werden kann, von den Versicherten der AOK Nordost am häufigsten in Anspruch genommen. Danach ließ sich die Hälfte der Erwachsenen beim Hausarzt durchchecken (davon 53 Prozent Frauen, 47 Prozent Männer).
  • Beim Hautkrebs-Screening verändern sich die Zahlen bereits. Dieses Screening nahm im Jahr 2015 nur jeder Vierte der anspruchsberechtigten AOK-versicherten Frauen und Männer in Anspruch (davon 24 Prozent Frauen,  22 Prozent Männer).
  • Die Früherkennung auf Prostata- und Hodenkrebs, die ab einem Alter von  45 Jahren jährlich durchgeführt werden kann, lässt nur knapp jeder 4. Mann durchführen. 
  • Die präventive Koloskopie nimmt nur jeder zehnte bei der AOK Nordost Anspruchsberechtigte wahr. Hier liegen bei der Inanspruchnahme die Männer mit 12,8 Prozent geringfügig über dem Wert der Frauen. 
  • Das durchschnittliche Alter der an Darmkrebs Erkrankten beträgt 76 Jahre. 
  • Knapp 4.500 AOK-versicherte Patienten in M-V werden jedes Jahr mit der Diagnose Darmkrebs behandelt.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
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