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Schnelle Hilfe für die Seele: Ärzte und psychiatrische Pflegedienste arbeiten im AOK-Gesundheitsnetz eng zusammen

Die AOK Nordost hat auf diese besorgniserregende Entwicklung bereits 2011 reagiert und mit der Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg (PIBB GmbH) den Integrierten Versorgungsvertrag „Mein AOK-Gesundheitsnetz – seelische Gesundheit“ geschlossen. Viele Versicherte mit chronischen psychischen Erkrankungen sind regelmäßig in Behandlung beim Psychiater oder Nervenarzt.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de

Integrierte Versorgung für chronisch psychisch Kranke

Potsdam/Berlin, 06.10.2017. Laut aktuellem Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) sind Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen in den vergangenen zehn Jahren konstant gestiegen – insgesamt um 79,3 Prozent. In Berlin haben sie mit 7,1 Prozent zugleich den höchsten Anteil an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen* der AOK-Versicherten, gefolgt von Brandenburg mit 6,7 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 5,8 Prozent. Psychische Erkrankungen führen dabei oft zu langen Ausfallzeiten. Mit 25,7 Tagen je Fall dauerten sie mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,7 Tagen. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsbericht der AOK Nordost für das erste Halbjahr 2017.

Die AOK Nordost hat auf diese besorgniserregende Entwicklung bereits 2011 reagiert und mit der Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg (PIBB GmbH) den Integrierten Versorgungsvertrag „Mein AOK-Gesundheitsnetz – seelische Gesundheit“ geschlossen. Viele Versicherte mit chronischen psychischen Erkrankungen sind regelmäßig in Behandlung beim Psychiater oder Nervenarzt. Als „Arzt ihres Vertrauens“ koordiniert dieser im Vertrag die gesamte Versorgung der Patienten und legt dabei ein besonderes Augenmerk auf die somatischen Begleiterkrankungen, die häufig noch zu wenig berücksichtigt werden. Auch das soziale Netz des Patienten wird mit einbezogen.

Kontinuierliche Betreuung erspart Patienten belastende Klinikaufenthalte

„Wir Fachärzte verstehen uns bei der PIBB als Lotsen und übernehmen dabei auch Aufgaben eines Hausarztes, richten unser Augenmerk besonders auf psychische, aber auch auf körperliche Symptome“, sagt PIBB-Geschäftsführerin Alicia Navarro Ureña. Neben einer stärkeren Vernetzung der an der Behandlung beteiligten Haus- und Fachärzte steht bei dem Vertrag die koordinierte Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten ärztlichen Sektor und den ambulanten psychiatrischen Pflegediensten sowie der Soziotherapie im Mittelpunkt. Durch die kontinuierliche Betreuung sollen krisenhafte Zuspitzungen der Erkrankungen vermieden und dem Versicherten durch eine ambulante Komplexbehandlung auch bei gravierenden Krankheitsbildern ein Krankenhausaufenthalt erspart werden.

Frau S., die schon lange Patientin bei der PIBB ist, beschreibt die eng abgestimmte Betreuung: „Ich kann mich in meiner psychischen Krise auf meinen vertrauten Facharzt verlassen, er bespricht mit mir die notwendigen Therapien, die ich in meiner häuslichen Umgebung erhalte und ich muss nicht unbedingt in eine Klinik dafür gehen.“