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Europas größtes begehbares Darmmodell macht Station in Cottbus

Um für die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen etwa zum Darmkrebs zu informieren, hat die AOK Nordost im vergangenen Jahr bereits ihre Aufklärungskampagne für Männergesundheit unter dem Motto „#hosenrunter“ gestartet. Für diesen Aufklärungsansatz und das verbesserte Darmkrebsvorsorge-Angebot hat die Krankenkasse am 13. Mai 2018 den Felix-Burda-Award in der Kategorie „Engagement des Jahres“ und am 07. Juni 2018 den „dfg Award®“ verliehen bekommen.

Gemeinsame Presseinformation

Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V.

Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs“

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse

Früher zur Früherkennung – Darmkrebsvorsorge rettet Leben

Cottbus, 18. Juni 2018. Darmkrebs und die Möglichkeiten der Vorsorge sind für viele Menschen immer noch ein Tabuthema. Mit diesem Image wollen die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V. (LAGO) mit ihrer Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs“, die AOK Nordost und das Darmkrebszentrum des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus am Sonnabend, dem 23. Juni aufräumen.

Dazu macht das größte DARMMODELL Europas Station zum Tag der offenen Tür im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (Thiemstraße 111). Von 10 bis 15 Uhr kann man sich über den Aufbau des Hochleistungsorgans, Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs und über die unbegründeten Sorgen vor einer Darmspiegelung informieren.

Cottbus ist die zweite Aufklärungsaktion einer gemeinsamen Informationstour der AOK Nordost und der LAGO durch mehrere Städte des Landes. Damit soll die Darmkrebsvorsorge bei den Brandenburgern noch bekannter gemacht werden. Dafür engagiert sich bereits seit vielen Jahren die von der LAGO getragene und der AOK geförderte Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs“.

Auch Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze unterstützt als Schirmfrau die Aufklärungstour: „Die Kampagne hat sich vor allem zum Ziel gesetzt, möglichst viele Brandenburgerinnen und Brandenburger zu motivieren, zur Darmkrebsvorsorge zu gehen. Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, denn Krebs kann heute immer häufiger früh erkannt und gut behandelt werden. Das trifft auch auf den Darmkrebs zu. Über 90 Prozent aller Darmkrebsfälle können verhindert oder geheilt werden. Das setzt allerdings voraus, dass die Krankheit in einem frühen Stadium festgestellt wird und das gelingt nur, wenn Frauen und Männer zur kostenlosen Darmspiegelung (Koloskopie) gehen.“

AOK Nordost senkt Vorsorgealter auf 40 Jahren

Die Gesundheitskasse hat dabei ihr Angebot für Versicherte seit vergangenem Jahr über die gesetzlichen Vorgaben hinaus erweitert und das Alter für die Inanspruchnahme einer präventiven Darmspiegelung (Koloskopie) für Männer auf 40 Jahre und für Frauen auf 45 Jahre gesenkt. Bisher liegt das gesetzliche Vorsorgealter bei 55 Jahren. Studien belegen allerdings, dass Darmkrebs bereits ab einem deutlich jüngeren Alter auch in Bevölkerungsgruppen immer häufiger auftritt, die nicht familiär belastet sind.

„Wir wollen noch mehr für die Darmkrebsvorsorge sensibilisieren und für die guten Vorsorgemöglichkeiten bei diesem Krankheitsbild werben. Das erweiterte Beratungs- und Versorgungsangebot ist deshalb nicht nur für Menschen mit familiärer Vorbelastung sinnvoll. Es sollte von jedem Einzelnen möglichst früh in Anspruch genommen werden, denn Darmkrebsvorsorge kann Leben retten“, sagt Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost.

„Dank der Darmkrebsvorsorge konnte die Zahl der Neuerkrankungen seit 2002 deutlich gesenkt werden. Aber immer noch nutzen zu wenig Bürger diese Chance. Deshalb sind öffentlichkeitswirksame Aktionen so wichtig“, so MUDr./ČS Peter Noack, Sprecher der Initiative gegen Darmkrebs und Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg.

Darmkrebs kann durch konsequente Vorsorge weit besser verhütet werden als andere Krebsarten. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungsaussichten hoch. Bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) sind Krebsvorstufen gut zu entdecken und können noch während der Untersuchung entfernt werden. Insgesamt lassen sich etwa 90 Prozent der Darmerkrankungen durch eine einmalige Darmspiegelung so früh erkennen, dass man sie heilen kann.

Um für die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen etwa zum Darmkrebs zu informieren, hat die AOK Nordost im vergangenen Jahr bereits ihre Aufklärungskampagne für Männergesundheit unter dem Motto „#hosenrunter“ gestartet. Für diesen Aufklärungsansatz und das verbesserte Darmkrebsvorsorge-Angebot hat die Krankenkasse am 13. Mai 2018 den Felix-Burda-Award in der Kategorie „Engagement des Jahres“ und am 07. Juni 2018 den „dfg Award®“ verliehen bekommen.

Ex-Fußballprofi Jimmy Hartwig wirbt: „Tut was Jungs! Geht zur Vorsorge“

Prominenter AOK-Gesundheitsbotschafter für das Thema und auch Gesprächspartner am 19. Mai in Strausberg ist Ex-Fußballprofi Jimmy Hartwig: „Ich will dabei helfen, dass insbesondere die männlichen Gesundheitsmuffel die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen besser wahrnehmen. Das tun zurzeit noch viel zu wenige. Man(n) fühlt sich stark und unverwundbar oder hat vielleicht auch Angst vor der Untersuchung. Das ist natürlich Quatsch, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Daher meine Botschaft: Tut was Jungs! Geht zur Vorsorge.“

Darmkrebs-Aufklärungstour in Brandenburg

  • 19. Mai: Strausberg (Handelscentrum) 
  • 23. Juni: Cottbus (Carl-Thiem-Klinikum) 
  • 24. August: Dallgow-Döberitz (Havel Park Dallgow) 
  • 18. September: Brandenburg an der Havel
  • 11. Oktober: Potsdam

Ein weiterer Aktionstag wird derzeit noch für Frankfurt (Oder) geplant. Im Herbst ist die AOK Nordost mit der Aufklärungstour zudem auch in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs.

Darmkrebs ist dritthäufigste Krebstodesursache

Darmkrebs ist bundesweit die Krebsart mit einer der höchsten Neuerkrankungszahlen und die dritthäufigste Krebstodesursache: Jährlich erkranken in Deutschland durchschnittlich 63.000 Menschen an Darmkrebs, 26.000 sterben daran. (Quelle: Zentrum für Krebsregisterdaten des Robert-Koch-Instituts). Unter 40 Jahren ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, noch gering. Es nimmt aber mit steigendem Alter zu. Das durchschnittliche Alter der Erkrankten beträgt 76 Jahre. In Brandenburg erkrankten rund 1.850 Männer und Frauen neu an Darmkrebs (Zahlen von 2014), Todesfälle gab es rund 880 (Zahlen von 2015, Quelle. Gemeinsames Krebsregister, www.gekid.de

Nur jeder Zehnte geht zur Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen. Trotz des Vorsorgeangebotes der gesetzlichen Krankenkassen lässt die Beteiligung der Anspruchsberechtigten auch nach der allgemeinen gesetzlichen Regelung ab dem 55. Lebensjahr zu wünschen übrig. Bei der AOK Nordost geht nur jeder Zehnte anspruchsberechtigte Versicherte zur präventiven Darmspiegelung – Männer mit 12,8 Prozent geringfügig häufiger als Frauen.

Männer sind Vorsorge-Muffel

Generell gilt jedoch, dass Frauen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen häufiger wahrnehmen als Männer.

Im Jahr 2015 wurde der Gesundheits-Check-up, der schon ab einem Alter von 35 Jahren regelmäßig möglich ist, von den Versicherten der AOK Nordost am häufigsten in Anspruch genommen. Danach ließ sich die Hälfte der Erwachsenen beim Hausarzt durchchecken (davon 53 Prozent Frauen, 47 Prozent Männer).

Beim Hautkrebs-Screening verändern sich die Zahlen bereits. Diese Vorsorgeuntersuchung nahm im Jahr 2015 nur jeder Vierte der anspruchsberechtigten AOK-versicherten Frauen und Männer in Anspruch (davon 24 Prozent Frauen, 22 Prozent Männer).

Die Früherkennung auf Prostata- und Hodenkrebs, die ab einem Alter von 45 Jahren jährlich durchgeführt werden kann, nimmt nur knapp jeder 4. Mann in Anspruch.

Bilder

  • Jimmy Hartwig (Quelle: AOK Nordost)

  • Jimmy Hartwig, Uta Kilian-Zech, Olaf Görg (Quelle: AOK Nordost)

Anhang

Weitere Informationen unter www.jetzt-hosenrunter.de

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecher
Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265 080 - 22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de

Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg
Dr. Anja Bargfrede
Telefon: 0331 2707172
E-Mail: post@lago-brandenburg.e.V.

Initiative Brandenburg gegen Darmkrebs“
Kampagnensprecher: MUDr./ČS Peter Noack, Dr. med. Andreas Becker
Telefon: 0331 2707172
E-Mail: info@brandenburg-gegen-darmkrebs.de