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AOK ruft Politik zum Reformherbst auf

Die AOK-Gemeinschaft ruft die Gesundheitspolitik zu einem Reformherbst auf. Neben dem Risikostrukturausgleich müsse die Politik auch den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen reformieren, betonte Jens Martin Hoyer, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, heute bei einem Pressetermin in Berlin. „Ein sinnvoller Wettbewerb zwischen Krankenkassen konzentriert sich vor allem auf effektive und effiziente Versorgung“, so Hoyer weiter. Damit das funktioniere, bräuchten die Kassen entsprechende Handlungsspielräume. Für die größte Versorgerkasse in der Nordost-Region erklärt AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak mit Blick vor allem auf die ländlichen Räume in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Matthias Gabriel
Pressesprecher
Tel.: 0800 265080-22202
E-Mail: presse@aok.nordost.de

Statement AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak

"Die Politik muss eine Versorgungsoffensive auf den Weg bringen, die sich nicht in unübersichtlichen Detailregelungen verliert, sondern gezielt strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen angeht. Die Überwindung der Trennung zwischen dem ambulanten und dem stationären Gesundheitsbereich, sprich den niedergelassenen und den Klinik-Ärzten, ist dabei ein zentraler Punkt. Mit Hilfe innovativer Ansätze wie dem Digitalen Gesundheitsnetz der AOK, das mit Pilotprojekten in der Nordost-Region erfolgreich gestartet ist, vernetzen wir schon heute die Patienten mit den Praxen und Kliniken. Der Ausbau von Fernbehandlungsangeboten und andere innovative Ansätze wie etwa im Bereich der Telemedizin müssen von der Politik dringend befördert werden.

Bezogen auf die Brandenburger Landespolitik fordert AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak, die Kompetenzen der Gesundheits- und Pflegepolitik künftig in einem alleinigen Ressort zu bündeln, wie es auch die Gutachter diese Woche im Lunapharm-Fall ins Gespräch gebracht haben. "Wir brauchen auch auf Landesebene eine Schaltzentrale, die sich ausschließlich auf Fragen der Gesundheits- und Pflegepolitik in der Region konzentrieren kann und in diesem Politikfeld der Zukunft gemeinsam mit den Partnern vor Ort Lösungen findet."