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AOK Nordost fordert bessere Rahmenbedingungen für eine digitale Zukunft des Gesundheitswesens

Das übergeordnete Ziel müsse es dabei sein, den Patienten auch künftig die bestmögliche Versorgung zu bieten. „Für die versicherten Menschen zählt bei der Wahl eines digitalen Produkts insbesondere dessen erfahrbarer Mehrwert“, so Frank Michalak.

AOK-Positionspapier zur Digitalen Transformation

Potsdam, 01.11.2017. Eine stärkere Souveränität der Patienten, qualitätsgesicherte digitale Gesundheitsprodukte und einheitliche Kommunikationsgrundlagen für digitale Lösungen – das sind einige der Punkte, die die AOK Nordost den Gesundheitspolitikern beim Thema Digitale Transformation für die seit Montag laufenden Sondierungsgespräche mit auf den Weg gegeben hat. In einem 20-seitigen Papier hat die Gesundheitskasse aufgelistet, welche Rahmenbedingungen eine neue Regierung für die Zukunft der Digitalisierung im Gesundheitswesen schaffen muss.

„Für die AOK Nordost steht fest: Auch das Gesundheitswesen braucht den digitalen Wandel“, sagt AOK-Vorstand Frank Michalak. „Mit zahlreichen Projekten haben wir uns als regionale Versorgerkasse bereits auf den Weg gemacht, um mit digitalen Lösungen echte Mehrwerte für unsere Versicherten und Leistungspartner zu schaffen.“ Zu diesen digitalen Versorgungs- und Serviceangeboten zählen Telemedizin-Programme etwa für Herzinsuffizienz-Patienten und Diabetiker, telebasierte Reha-Nachsorgeschulungen, Online-Videosprechstunden und auch das erste digitale Prämienprogramm „FitMit AOK“.

Gesetzgeber braucht klare Strategie zum Ausbau der Digitalisierung

„Auf unserem Weg der digitalen Transformation haben wir die Hürden in der Praxis erlebt“, betont Michalak zugleich. Im jetzt veröffentlichten Positionspapier hat die AOK Nordost die wichtigsten Erkenntnisse aus der Praxis zusammengetragen. „Diese Punkte müssen sich in einer klaren Strategie des Gesetzgebers zum Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen wiederfinden“, so Michalak.

Aus Sicht der AOK Nordost besonders wichtig sind dabei folgende Themen:

  •  Stärkung der Patientensouveränität
  •  Qualitätssicherung und Nutzenbewertung von digitalen Gesundheitsprodukten
  •  Weiterentwicklung der Nutzung von Sozialdaten für die Versorgungsforschung
  •  Sicherstellung einheitlicher Pseudonymisierung von Sozialdaten
  •  Förderung der Telemedizin und Lockerung des Fernbehandlungsverbotes
  •  Einheitliche Rechts- und Kommunikationsgrundlagen für digitale Lösungen im Gesundheitswesen
  •  Schaffung von eindeutigen Rechtsgrundlagen in der Sozialgesetzgebung für die Vernetzung von Akteuren im Gesundheitswesen

Das übergeordnete Ziel müsse es dabei sein, den Patienten auch künftig die bestmögliche Versorgung zu bieten. „Für die versicherten Menschen zählt bei der Wahl eines digitalen Produkts insbesondere dessen erfahrbarer Mehrwert“, so Michalak. Bei der Nutzung müssten Versicherte zudem die Gewissheit haben, dass Datenschutz und Datensicherheit bei den Anwendungen jederzeit gewährleistet werden.

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Gabriele Rähse
Pressesprecherin
Tel.: 0800 265 080 – 22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de