Infos zum Bürgerentlastungsgesetz

Seit 2010 können Versicherte dank des Bürgerentlastungsgesetzes ihre Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung bei der Steuererklärung berücksichtigen lassen und damit bares Geld sparen. Prüfen Sie, ob diese Vorsorgeaufwendungen an das Finanzamt übermittelt werden.

Beitragserstattungen werden abgezogen

Neben den geleisteten Beiträgen müssen auch erhaltene Beitragserstattungen gemeldet werden, die von den geleisteten Beiträgen abgezogen werden. Dazu gehören alle Prämien und Bonuszahlungen, die Sie von der AOK erhalten haben, zum Beispiel:

  • AOK-Prämienprogramm ProFit
  • AOK-Selbstbehalttarif
  • AOK-AktivBonusTarif

Die Übermittlung der Beitragserstattungen übernimmt die AOK für Sie.

Übermittlung der Daten

Die Meldung der gezahlten Beiträge und Beitragserstattungen durch die AOK Baden-Württemberg an die Finanzverwaltung erfolgt immer bis zum 28. Februar des Folgejahres. Die Versicherten erhalten einen entsprechenden Nachweis für ihre Unterlagen.

Damit wir die Meldung elektronisch übermitteln können, benötigen wir die steuerliche Identifikationsnummer (IdNR), die vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) vergeben wird und auf jedem aktuellen Steuerbescheid zu finden ist. Von neuen Mitgliedern benötigen wir für die Übermittlung seit Januar 2011 eine schriftliche Einverständniserklärung. Ohne diese dürfen wir keine Daten herausgeben.

Die Einverständniserklärung kann von allen Versicherten schriftlich widerrufen werden. Ein Widerruf ist grundsätzlich nur zu Beginn eines Beitragsjahres möglich, für das die Einwilligung nicht mehr gelten soll. Bei Kindern und Jugendlichen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, muss ein gesetzlicher Vertreter schriftlich Widerspruch einlegen.

Das Widerspruchsrecht gilt nicht für Mitglieder, deren Beiträge durch eine andere Stelle (z. B. Arbeitgeber oder Rentenversicherungsträger) gemeldet werden. Hier sind wir verpflichtet, alle Erstattungen zu melden.

Zusätzliche Informationen zu steuerrechtlichen Fragen erhalten Sie von Ihrem zuständigen Finanzamt.

Vorsorgeaufwendungen bei der Steuer berücksichtigen

Um die gezahlten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge in der Steuererklärung berücksichtigen zu können, müssen sie elektronisch an das zuständige Finanzamt gemeldet werden.

  • Für Arbeitnehmer erfolgt dies automatisch durch den Arbeitgeber.
  • Bei Rentnern meldet der Rentenversicherungsträger die Beiträge.
  • Für Versicherte, die ihre Beiträge selbst an die Krankenkasse zahlen, zum Beispiel freiwillig Versicherte, übernimmt die AOK die Meldung an das Finanzamt.

Wichtig: Für Bezieher von Leistungen der Agenturen für Arbeit entfällt die Meldung, da der Leistungsträger die Beiträge zahlt.

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