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Achtung, Antibiotika: Gut informiert mit der AOK

Antibiotika verlieren zusehends ihre Wirkung. Einer der Gründe ist, dass sie zu häufig verschrieben werden. Finden Sie hier die wichtigsten Fakten zu Penicillin & Co. sowie eine Checkliste für Ihren nächsten Arztbesuch. Erfahren Sie außerdem, welche Initiativen die AOK Bayern unterstützt, um das Risiko von Antibiotika-Resistenzen einzudämmen.

Bild von Pillen.

Das kleine Antibiotika-Einmaleins

Die folgenden Fakten sollten Sie kennen. Dadurch können Sie eine Erkrankungssituation besser einschätzen und sind gut für das Gespräch mit Ihrem Arzt vorbereitet. Denn die Einnahme eines Medikamentes sollte nur erfolgen, wenn es medizinisch notwendig ist.

  • Bildung von Resistenzen: Eine vermehrte Einnahme erhöht das Risiko, dass Bakterien gegen den Wirkstoff resistent werden und bei künftigen Erkrankungen Antibiotika nicht mehr wirken.
  • Auch nützliche Bakterien im Körper werden durch das Antibiotikum angegriffen. Die Folge können Nebenwirkungen wie zum Beispiel Durchfall sein.
  • Abwarten, wie die Erkrankung verläuft, ist manchmal möglich und ratsam. Ihr Arzt wird Sie individuell beraten und – falls es dann doch nötig sein sollte – ein passendes Antibiotikum verordnen.
  • Antibiotika helfen nur gegen Bakterien. Daher sollte vor Einnahme die Ursache der Erkrankung feststehen. Für Klarheit, ob Bakterien oder Viren die Grundlage sind, kann nur der Arzt sorgen.
  • Erkältungskrankheiten oder auch eine Mittelohrentzündung werden meistens von Viren ausgelöst.
  • Antibiotika-Restbestände: Finger weg von Medikamenten-Restbeständen einer früheren Verordnung. Als Patient kennen Sie die Ursache der Erkrankung und die Wirkung des Medikaments nicht – jeder Bakterienstamm funktioniert anders.
  • Antibiotika nur mit Wasser einnehmen. Zusammen mit Lebensmitteln wie Milch oder Milchprodukten wie Quark, Käse oder Joghurt wirken viele Antibiotika nicht oder wird die Wirkung verändert.
  • Raus aus der prallen Sonne: Solange man mit Antibiotika behandelt wird, sollte man Sonnenbaden oder längere Aufenthalte in der Sonne vermeiden.
  • Alkoholkonsum während der Einnahme von Medikamenten sind zu meiden. Das gilt insbesondere bei Antibiotika. 

Checkliste Antibiotika: Alles Wichtige im Überblick

Einen Behandlungsplan ohne „Wenn-und-Aber“ richtig zu verstehen, hilft beim Gesundwerden oft entscheidend mit. Gerade bei Antibiotika-Medikamenten gibt es einiges zu beachten, damit man schnell wieder gesund wird.

Checken Sie in Ihrem Interesse beim nächsten Arztbesuch folgende Punkte:

  • Lassen Sie sich verständlich erklären, warum ein Antibiotikum für die Behandlung notwendig ist.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, ob Ihnen früher schon einmal Antibiotika verschrieben wurde – und falls ja, ob Sie das Medikament gut vertragen haben.
  • Ihnen wird genau erklärt, wie das Medikament eingenommen werden muss. Dazu gehört unter anderem, ob bestimmte Uhrzeiten sowie Intervalle eingehalten werden sollten, ob Sie das Medikament vor, nach oder zum Essen einnehmen sollen und wie viele Tage insgesamt.
  • Antibiotika können auch stärkere Nebenwirkungen hervorrufen. Welche das sind, darüber wird Sie Ihr Arzt ebenfalls genau informieren.
  • Sie nehmen zeitgleich andere Medikamente ein? Informieren Sie Ihren Arzt. Er wird Sie im Falle eines Falles darauf hinweisen, ob sich das Antibiotikum darauf auswirkt.
  • Bewährte Hausmittel und/oder andere Medikamente können in manchen Fällen zusätzlich helfen, dass Sie weniger Beschwerden haben und schnell gesund werden. Im Arztgespräch erfahren Sie alles Wissenswerte dazu.
  • Und was passiert danach? Falls eine Nachkontrolle notwendig ist, wird der Arzt mit Ihnen einen Termin vereinbaren.

Initiative gegen Antibiotika-Resistenzen

Unter der Federführung des AQUA*-Instituts wurde das Projekt ARena, „Antibiotika-Resistenzentwicklung nachhaltig abwenden“, gestartet, bei dem die AOK Bayern Partner ist. Ziel ist es, die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig zu erhalten. Dafür sollen Ärzte besser abwägen, ob überhaupt, und wenn ja, welche, Antibiotika eingesetzt werden müssen. Dazu wurden Erkrankungen wie Erkältungen, Entzündungen des Mittelohrs, der Nasennebenhöhlen oder Harnwegsinfektionen ausgewählt. Im Rahmen des Projektes bilden sich die teilnehmenden Ärzte fort und tauschen sich in Qualitätszirkeln darüber aus, in welchen Fällen Antibiotikagaben sinnvoll sind. Zusätzlich werden Patienten über das Thema informiert. Weitere Partner der Initiative sind die AOK Rheinland/Hamburg, die Kassenärztliche Vereinigung Bayern, die Agentur deutscher Arztnetze sowie zwölf bayerische Arztnetze und zwei aus Nordrhein-Westfalen.

Das Projekt ARena wird mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss unter dem Förderkennzeichen 01NVF16008 gefördert.
Förderzeitraum: 01.01.2017–31.12.2019

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